lieblingskapitel (one of them)

Sternzeit 1257,4

Seit Tagen vermisste Bernie seinen Kopf. Als er ihn auch in der Werkzeugkiste nicht fand, begann er, sich ernsthaft Sorgen zu machen. Zuletzt hatte er ihn im Badezimmer gesehen. Er stellte den gesamten Tigerkäfig auf den (!) Kopf (!), aber fand ihn nicht. Schliesslich ging er ohne Kopf in die Kneipe. Er goss sich das Bier direkt in den Hals und fand seinen Kopf schliesslich in der linken Manteltasche. Nun konnte er sich beruhigt in sein sogenanntes ‘Zu Hause’ zurückziehen. Das allseits geschätzte Publikum mochte seinen Tigerkäfig nicht besonders. Wenig bis gar nichts war auch von seinem Tabak übrig, also musste er das Haus schon wieder verlassen. Mit einem der letzten beiden Fünfern kaufte er sich seinen geliebten schwarzen Tabak. Auf Gras hatte er seit Monaten keinen Bock gehabt, aber jetzt überkam es ihn doch. Schliesslich widerstand er. Zum Glück hatte er zu Hause noch einige Kreditkarteninfos herumliegen, so dass er einen Zehnerpack seines Tabaks in einem spanischen Onlineshop bestellen konnte. Der Briefträger würde das Paket durch die Gitterstäbe werfen. Einen letzten Apfelsaft trank er noch, dann rauchte er noch eine und schliesslich legte er sich ab. Es war Neumond.
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Bernie here
buy Bernie
download Bernie

statement

I don’ t smoke pot and I don’ t possess any weapons.
contact rosario ferrara 01772891990 or mario lorenz 017611164709 during bureau time, if you have any questions. yes, hence I am working I do drink beer.
I donate to nfe on a regular base, but I don’ t go to the parties. if you have any database issues, contact me *any* time. me[at]evering[dot]eu 052217613628

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20 years…..

coord. 2015-04-14

Anwesend: Herr Ferrara, Herr Lorenz, Herr Evering

TOPs:
1. Private Zahlen
2. Firmenzahlen / Steuern
3. Eiserne Kasse
4. Sonstiges
5. Nächster Termin

1. Herr Evering verteilt die Durchschnittszahlen des ersten Quartals 2015. Diese werden kurz erörtert. Das Nonsensbudget könnte in Freizeit umbenannt werden. Es wird vorgeschlagen, 2 Monate lang keine Internetkäufe zu tätigen.
2. Herr Evering verteilt die Firmenzahlen, die Herr Ferrara dem Steuerberater aushändigt. Es muss eruiert werden, ob und wenn ja wann eine Steuererklärung abgegeben werden muss.
3. Kassenstand : 60,-
vorsichtiges Lob
Die Eiserne Kasse ist für San Francisco, das Zelten muss aus dem laufenden Budget aufgebracht werden. Immer wenn eine 100er-Grenze überschritten wird, nimmt Herr Ferrara das Geld mit. Es wird ein zusätzliches Sparkonto eingerichtet, von dem nur persönlich und unter Vorlage des Buches abgehoben werden kann. Das Buch bleibt bei Herrn Ferrara.
4. Absage von Das Dach e.V. , Kontaktdaten für die Zukunft wurden hinterlegt
Der Ex-In-Trainerkurs wird bis auf weiteres auf 2016 verschoben
weitere Möglichkeiten für Praktikumsplätze wurden erörtert. Hier sind zu nennen:
Werk 2 (Frau Vinke)
SPR Bünde
Werkplatz e.V.
Herr Evering empfindet die Arbeit im ISR als durchaus anstrengend, trotz der vielen Raucherpausen.
Wiedervorlage: Herr Lorenz bittet um Visitenkarten von Herrn Ferrara
5. Nächster Termin ist 11.5. 2015, 13:15 GMT+02, dies wird ein 4-Augengespräch, Herr Lorenz erhält ein Ergebnisprotokoll

dann ist schluss

[taken from: Hans Platzgumer – Aura Anthropica, L’ Age d’ Or 95/96]
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wir leben alle hier in diesem fahlen licht
und wir hoffen nur, dass dieses leben nie zerbricht
wo der wahnsinn klopft da ist es einerlei
wenn der wahnsinn klopft dann stehst du schnell ganz allein
und schon fängt es an um dich und in dir immer dunkler zu werden
und die leute wollen dich dann nicht mehr hören
ja dann weisst du es ist spät
du hast keinen abend mehr vor dir
und dein tag war schon viel zu lang
es stellt sich nicht die frage ob du aufgeben willst
die katastrophe nährt am drang
und das böse drängt sich immer vor
dein hirn braucht endlich etwas luft
du machst das fenster auf
du hältst es nicht mehr aus
du lässt den regen rein
du hörst die tropfen schreien
und dann weisst du es ist spät
vielleicht schon viel zu spät
und die lebenslust verfliegt
und der gram hat sich vertieft
und dann ist schluss
und es zieht dich in die dunkelheit
von draussen lässt du nichts mehr rein
in diesem sog ist nichts verrufen,
keine antwort mehr zu suchen
der wahnsinn der brennt lichterloh
an dieser stelle
es geht nicht immer alles auf die schnelle
und das rad dreht sich so immer weiter, tiefer,
immer tiefer bohrt es sich in dein gemüt
und macht dich stumpf und stumm
und sie schauen zu und warten es nur mehr ab
reden sich raus und geben auf
es wird sinnlos
die kraft verfliegt im nu
und dann weisst du es ist schon viel zu spät

hope44

Die Dark Shadow landete. Wir steckten den Radius ab und schwärmten aus. Freakwork. Wir ließen keinen Quadratzentimeter unbeobachtet. Lange bevor wir in Sicht kamen, war unsere Ankunft angekündigt worden. Deshalb hatten wir es schwer, trotz Warnung die Maden zu identifizieren. Einige konnten wir unschädlich machen, andere gingen uns durch die Lappen, wieder andere lachten. Als wir zurückkamen, protokollierten wir alles und schickten es H.E.R.O.
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flash
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Schwarz, wie üblich, ging Maurie zum Octopus. Lange unterhielten sie sich. Ergebnisse, nein, waren keine in Sicht, was sollte man auch erwarten. Dennoch blieben wir bei der Wahrheit.
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flash
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Das monatliche Koordinationstreffen stand ins Haus. Vierzig Minuten würden wir Zeit haben, die Zahlen und sonstige ZVQBs zu besprechen.
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flash
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wide awake I rolled a cigarette.

Appetizer Herr der Gezeiten

Das Wassergespenst

Sternzeit 0913,4

Heute haben wir alle einen mächtigen Schreck bekommen. Wir haben ein Wassergespenst gesehen. Und das kam so :

Frosch und Giraffe wollten die Taucherausrüstung einweihen und ein wenig von der Welt erkunden, in der
der Delphin lebt. So stiegen sie in die Neoprenanzüge, schnallten sich die Sauerstoffflaschen um und setzten die Tauerbrillen mit dem Beatmungsgerät auf. Rückwärts ließen sie sich ins Wasser fallen und sanken langsam tiefer. Der Delphin war soo froh, endlich etwas Ablenkung zu erfahren und zeigte den beiden stolz einige Kunststücke. Als erstes machte er eine Wasserrolle. Um die Unterwasserwelt zu erforschen, mussten sie sich noch etwas tiefer sinken lassen. ‘Hier seht nur, ein Korallenriff ! Es lebt ! Vor diesem Fisch müsst Ihr Euch ein wenig in Acht nehmen, es ist eine Muräne. Wenn man sie aber nicht versehentlich bedroht, ist sie ganz friedlich.’ Es war sehr dunkel und sie konnten nur dank der auf die Masken montierten Taschenlampen sehen. Dann kam ganz unvermittelt das Wassergespenst. Lautlos schwebte es aus dem Hintergrund in ihr Blickfeld. Es war ungefähr vier Meter gross und flatterte etwas. Das heisst, wahrscheinlich hätte man es Flattern genannt, wenn es ein normales Bettuchgespenst gewesen wäre. Majestätisch und ganz langsam bewegte es sich fort und alles war vollkommen lautlos. Der Frosch erschreckte sich derart, dass er fast vergaß, zu atmen. Zur Verständigung machten der Frosch und die Giraffe einige fragenden Gesten in Richtung Delphin, der sich ja eigentlich am Besten auskennen müsste. Ein solches Gespenst hatte auch er allerdings noch nie gesehen. Deshalb entschied er sich, zur Sicherheit das Kommando zum Auftauchen zu geben. Als die drei wieder an ihrem Floß angekommen waren, sprang der Delphin so voller Freude, wieder in Sicherheit zu sein, einmal durch die Lüfte. Frosch und Giraffe schälten sich aus den Taucheranzügen und mussten dem Ameisenbär erstmal von ihren Entdeckungen berichten. Beim Abendbrot erzählte uns der Ameisenbär, wir könnten eventuell auch ein Tier gesehen haben, das sich Rochen nennt. Aber der Ameisenbär hatte ja keine Ahnung. Bestimmt wollte er uns nur beruhigen. Er saß ja den ganzen Tag über seinen Büchern und bekam von dieser, unserer wirklichen Welt nur die Hälfte mit. Wir wussten jedoch jetzt, dass wir beim Tauchen größte Obacht geben mussten und dem Erfahrensten unter uns 100-prozentig vertrauen mussten. Beim nächsten Mal wären wir vorbereitet und das Wassergespenst könnte uns nicht nocheinmal so einen aufregenden Schreck einjagen. Leider konnten wir für die Nacht keinen Autopilot einstellen, denn der Delphin hatte Nachtwache. Deshalb banden wir das Ruder so fest, dass die Segel gut gefüllt waren und keine ungeplante Kursänderung uns aus der Bahn werfen konnte. Wir verließen uns ganz auf diesen seltsamen Typen, von dem der Ameisenbär uns immer erzählte.

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Das Hörbuch ‘Herr der Gezeiten’ mit ungefähr 83 Minuten Spiellänge können Sie per Mail an me[at]evering[dot]eu bestellen. Die Kosten inklusive Versand betragen deutschlandweit 12 Euro und weltweit 16 Euro.

Prisoner

The Saints – Prisoner (from ‘Prehistoric Sounds’, Harvest, 1978)
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You’re a man in a cage
I see you everyday
You’re the one who has everything

But your thoughts are disturbed
You don’t like what you’ve heard
You condemn what you don’t understand

And you think you’re happy, better than the rest
But you’re a prisoner like everybody else

Watch the light as it moves
Feel the eyes in your room
You are free you can do anything

And you think you’re happy, better than the rest
Still you’re a prisoner just like everybody else

(whistling)

Lock your heroes away
Put your mind out to play
Take a walk to the edge of town

As you’re dragged to the ground
Close your ear to the sound
But you’re safe ’cause it can’t happen here

And you think you’re happy, better than the rest
But you’re a prisoner like everybody else

And you think you’re happy, better than the rest
But you’re a prisoner just like everybody else

And you think you’re happy, better than the rest
But you’re a prisoner like everybody else

Yeah and you think you’re happy, so better than the rest
But you’re a prisoner just like everybody else

(whistling)