Author: configedit
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stuff

Tiananmen Square 1989-06-04, Bildquelle ctrl c/ctrl v’ d from NYTimes, ©Jeff Widener/AP, hopefully enough precise quoted
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the goddess of democracy will prove mightier than the gun [David Munyon, Beijing Dreams, from: Code name: Jumper, Glitterhouse 1990]
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Google Cuba
Google Hongkong
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Vor einigen Jahren haben belgische Journalisten (Sie wissen schon, dieses Land zwischen Frankreich, Deutschland und den Niederlanden) nach jahrelanger akribischer Vorbereitung eine sogenannte Ente platzen lassen. Es wurde in den Hauptnachrichten das Ende der belgischen Monarchie ausgerufen. Angeblich sei der König zurückgetreten und das Parlament beriete über den Fortgang der demokratischen Regierung ohne Staatsoberhaupt, wovon hinter verschlossenen Türen nichts mitzubekommen sei und eine Liveschaltung zum Parkplatz des Regierungsgebäudes war alles, was hautnah zu senden war. Eine Nacht und einen halben Tag lang war das Volk in Aufruhr, bevor sich herausstellte, dass eine Handvoll Journalisten diesen Coup ausgeheckt hatte, um die Labilität und die Subjektivität dessen zu demonstrieren, was so alles über den Äther geht. Assoziationen zu Twitter und A beautiful mind wabern durch mein Bewusstsein und wollen punktgenau festgehalten werden. Der britische Komiker Stephen Fry befreite sich und seine Mitfahrstuhlfahrer aus einem steckengebliebenen Lift mittels Laptop und Twitter. Die Gedanken, die sich bei der Erinnerung an die mehrmalige Rezeption des Filmes über Johnny Nash entfalten wollen, sträuben sich noch etwas. Die Subjektivität unserer Wahrnehmung ist eine Angelegenheit zwischen Bilderbüchern, Polaroidfotos, Aufsätzen und Medien in Wort, Bild und Netz und keineswegs eine exklusive Domäne der psychischen Gesundheit oder Krankheit. Es sei angemerkt, dass durchaus Grund zur Hoffnung besteht, denn wenn dem Autor und seinem Kugelschreiber kein Streich gespielt wurde, hat das vielgescholtene Internet bei der orangenen Revolution in der Ukraine wohl eine wichtige Rolle gespielt (..quite obsolete..).
Dann widerum klaue ich meine Texte zusammen (nicht immer,2015), bin monopolar und depressiv und bilde mir ein, dass es von einem pornographischen Foto vom Anfang des letzten Jahrhunderts bis zur Verbreitung von rotten.com und radikalen Inhalten sowie fanatischen, verletzenden und verbrecherischen Mißhandlungen von normalerweise Schutzbedürftigen kein sehr besonders langer Weg war. Man fragt sich unweigerlich, was kann nach Reality-TV, Talkshowbrei und unsäglichen Gerichtsshows noch alles kommen und jedesmal, wenn man denkt, das Niveau habe soeben den absoluten Nullpunkt erreicht, wird man eines besseren belehrt. Ob die versuchte Demaskierung von 30 aufeinander folgenden Bild-Titelseiten in der Harald-Schmidt-Show ein probates Mittel ist oder ein Tropfen auf den heißen Stein sowie Teil des Sendeoverkills, sei dahingestellt. Unmöglich, die Flucht zu ergreifen, scheint es dennoch fraglich, ob man lieber den Red Hot Chili Peppers mit ‘throw away your television, time to make this clean decision’ folgen soll oder besser Teil des Systems wird, und versucht, seinen Weg zwischen Weblog, Essays oder gar Gänsefüßchen Literaturversuchen Gänsefüßchen oben zu finden.
Agostino Ramelli war ein mittelalterlicher Erfinder einer sogenannten ‘Bücherlesemaschine’, also vermutlich Post-Gutenberg, diese Information sei zur Vergleichbarkeit von Buch und Netz ebenso angemerkt wie die Quelle hdnet.de. Das komplexe Geflecht, um nicht zu sagen Netz aus menschlichen Beziehungen zwischen Arzt, Eltern, Kindern, Partnern, Büchern sowie Schicksalsgenossen zu entwirren, sei ambitionierteren Egomanen überlassen.
WER jedoch alles WAS über Sie recherchieren kann, ob Personalchef oder Stalker, finden Sie im Zweifel eher zu früh als zu spät heraus. Was sich im besten Falle als Luxusproblem erweist. Zwischen Leben oder Tod hängen oder schweben, wenn nicht gerade Patient einer Intensivstation, normalerweise Menschen, die nicht im Netz vertreten sind und das Damoklesschwert öffentlicher Bloßstellung sei jedem als warnendes Beispiel vor Augen geführt. Manche haben Hunger, andere eine Sinnkrise, dritte eine Sendepause. Bereinigt werden können manche Fehler nicht. Live, 3D und in Farbe sowie etwas blauäugig schließe ich diese Kolumne und erkläre das Wort zum Dienstag als wiedereröffnet.
Der König ist tot, es lebe der König.
1347/footnote
they’ ve assigned me a static IP unless I restart my router…..
Der Forscher forschte vor sich hin. Bernie und Maurie waren gerade vor der Tür, einen durchziehen. Die Delphine machten Kuba unsicher. Der Ameisenbär bereitete seine nächste Lesung vor. Die Giraffe kümmerte sich um ihre Fussnägel. Die Dark Shadow war im Orbit der Venus angekommen, als die Kommunikationsmittel ausfielen, also hatten wir auch keinen Kontakt zur Mondbasis mehr. Heute war uns das jedoch vollkommen egal.
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Zerreißt es !
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FLASH
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warum hier ? wer ? wie lange noch ?
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EINE HALBE STUNDE *!*






