counting words in java

import java.io.*;
public class countwords_app {
public static void main (String[] args) {

String[] zeilenarray = new String[1000];
int i = 0;
int max = 0;
int j = 0;
int start = 0;
String[] hit = new String[1000];
int[][] liste = new int[1000][1000];
int zmax = 0;
int k = 0;
int[] help = new int[1000];
int l = 0;
int m = 0;

try {
BufferedReader in = new BufferedReader(new FileReader(“text.txt”));
String zeile = null;
while ((zeile = in.readLine()) != null) {
zeilenarray[i] = zeile;
i++;
}
} catch (IOException e) {
e.printStackTrace();
}
max = i;
for (i=0;i<max;i++) {
System.out.println(i+":"+zeilenarray[i]);
}
for (i=0;izmax) { zmax = zeilenarray[i].length(); }
for (j=0;j<zeilenarray[i].length();j++) {
if ((zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(" ")) ||
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals("-")) ||
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals("!")) ||
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(".")) ||
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(",")) ||
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(";")) ||
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals("'")) ||
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals('"')) ||
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(":")) ||
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals("”)) ||
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“=”)) ||
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“?”))) {
hit[l] = zeilenarray[i].substring(start,j);
liste[i][l] = hit[l].length();
l++;
start = j+1;
}
if ((j == zeilenarray[i].length()-1)&
(!((zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(” “))|
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“-“))|
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“!”))|
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“.”))|
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“,”))|
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“;”))|
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“‘”))|
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(‘”‘))|
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“:”))|
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“”))|
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“=”))|
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“?”)))))
{
hit[l] = zeilenarray[i].substring(start,j+1);
liste[i][l] = hit[l].length();
l++;
}
}
}
for (k=1;k<(zmax*max);k++) {
for (i=0;i<max;i++) {
for (j=0;j<zeilenarray[i].length();j++) {
if (liste[i][j] == k) { help[k] = help[k] + 1; m++;}
}
}
}
for (k=1;k<(zmax*max);k++) {
if (help[k] != 0) { System.out.println("Length "+k+" , Sum "+help[k]); }
}
System.out.println("total sum "+m);
}
}

prime time official media newsflash 2014-03-16

2014-03-16, 20:00:00 GMT+01 mit Jan Hofer

1. Referendum auf der Krim
2. Reaktionen von EU und USA
3. weitere Infos auf tagesschau.de
4. Parlamentswahlen in Serbien
5. Präsidentenwahl in der Slowakei
6. Flug MH370: Ermittlungen wegen Sabotage
7. Ausnahmen vom Mindestlohn
8. Kommunalwahl in Bayern
9. Besucherrekord bei Leipziger Buchmesse
10. Abschluß der Paralympics
11. Bundesliga, 25. Spieltag
12. Formel 1 Saisonauftakt in Melbourne
13. Wetter
14. nächste Sendung Tagesthemen 22:45 mit Caren Miosga

dogs under stress – inspired by Moe Tucker

Sternzeit 1309,3

Der Captain hatte Fridge, Pansies Bruder mit zu unserem Windmühlentreffen gebracht. Endlich war unsere Mannschaft komplett. Da waren wir also alle, der Ameisenbär und der Delphin, die Maulwurfine, Bernie, die Spinne, die Fledermaus, die Schildkröte, die Giraffe, der Octopus und der Frosch, der wie immer etwas später kam, weil er grad noch eine rauchen musste, die Mücke, der Grizzly, der Captain und Fridge aus Italien, ich als Forscher schrieb das Logbuch, und zu guter Letzt schwebte Günthers Geist durch die Räume, um uns an das Damoklesschwert zu erinnern, das über uns allen schwebte. Wir waren bereit zum Start in einen neuen Quadranten. Als wir die Maschine hochfuhren, knarrte es in Gebälk des mittelalterlichen Bauwerks. Wir erreichten den notwendigen Energiepegel. Zum Abschied hatten wir O.’ s Akte in meiner Hütte zurückgelassen, zusammen mit dem Radiergummi. Langsam erhob sich das Windmühlenraumschiff in die Lüfte, um langsam aber sicher in den Orbit von Alpha Centauri vorzustoßen. Dort umkreisten wir diesen Stern noch eine geschlagene halbe Stunde, bis der Captain den Kurs gesetzt hatte. Quadrant Omega neun war unser Ziel, dort erhofften wir uns Antworten zu finden. Der Ameisenbär machte uns mit Hilfe der K.I., also dem Grizzly darauf aufmerksam, dass es schon ein guter Anfang wäre, die richtigen Fragen zu stellen. Ich blätterte um und legte schriftlich nieder, dass bei unserem Start das schönste Wetter geherrscht hatte, das mit der fünfzehnprozentigen Regenwahrscheinlichkeit war also eine treffende Vorhersage gewesen. Wir beschleunigten ungemein und schalteten auf Autopilot. Zeit für eine Zigarette, eine Pizza, ein Bier oder was auch immer. Der Delphin schien seine Melancholie endlich für ein paar Tage überwunden zu haben. O. gab ein paar Anekdoten aus der Klinik zum Besten. Zum Beispiel, wenn man geweckt wurde, um seine Schlafmedikation einzunehmen. Wer weiss, vielleicht hatten sie ihre Gründe, sei’ s drum, das Kapitel war Vergangenheit. Ein Keks, ein Psalm. Es sah aus, als würde man bei Schneefall Auto fahren. Der Kurs war in den Tiefen des Navigationssystemes verankert worden. Der Grizzly lernte, sich in unserer Muttersprache auszudrücken. Normalerweise hätten wir ihn mit genügend Details gefüttert haben müssen. Uns würden weitere Lebensformen erwarten, da waren wir uns sicher. Als wir durch den mediterranen Plasmanebel von Gargonzola Tetra flogen, schalteten wir auch die Subraumverbindung zum Mond ab. Schliesslich kochte ich uns einen Kaffee, erinnerte alle nochmal an die Natur der neapolitanischen Mastiffs, legte ein Foto ins Logbuch, das um 17:05 Uhr aus dem Weitsichtbullauge aufgenommen worden war, schloss meinen Eintrag und verkündete Feierabend, da der Autopilot uns sicher in den Omegaquadranten leiten würde. Wir freuten uns, dass wir als dieser bunte Haufen animalischer Kreaturen nun bald wieder eine Experimentalversammlung einberufen konnten. Ich drehte mir eine und der Frosch gab mir Feuer. Der Octopus kümmerte sich als Nuklearmediziner um die notwendigen Gesundheitsuntersuchungen. Eine homöopatische Menge seines geliebten Krautes hatte er sich nicht ausreden lassen. Es sei.

Sternzeit 1309,7

Das Auto

Sternzeit 1308,0

Bernie hatte das Auto komplett zu Klump gefahren. Und nicht das erste.

Wir waren auf dem Weg zu O., als der Unfall geschah. Der Captain hatte uns rausgebeamt. Sie hatten also nur noch das Wrack finden können. Wenn man es sah, erschien es wie ein Wunder, dass aus der Karre noch jemand lebend rausgekommen war. Ich rauchte eine.

‘Lasst mich hier raus. Ich bin gesund.’, sagte O. Er hatte schon lange verstanden, dass man hier argumentieren musste und cholerische Anfälle hier fehl am Platz waren. O. hatte gestern um einen Termin gebeten, den sein Behandlungsteam ihm am Folgetag gern gewährte. Nuklearmedizin war O:’ s Spezialgebiet. Er wollte zwar nichts ähnliches versuchen wie der Postbote, aber er würde gut gewappnet sein. ‘Ich bin weder verstrahlt, noch habe ich Halluzinationen.’ eröffnete O. die Argumentation. ‘Sie haben Drogen genommen.’ erwiderte der Arzt. ‘Ich bitte Sie Doktor, in unseren Zeiten wird niemand ernsthaft die Gefährlichkeit von Zackenplankton in Erwägung ziehen. Wenn man in der Pubertät damit beginnt, könnte ich Ihnen noch folgen.’

‘Sie sind als Notfallpatient gekommen.’
‘Ich habe versucht mich umzubringen, korrekt.’
‘Werfen Sie uns einen Behandlungsfehler vor ?’
‘Keinesfalls. Ich möchte lediglich gehen.’
‘Morgen würden Sie das bereuen.’
‘Ich habe bereits eine Nacht drüber geschlafen und mein Entschluss steht fest.’
‘Sie haben im Klo gezündelt.’
‘Das steht im Bericht und der ist mehr als 8 Jahre alt.’
‘Schlafen Sie noch eine Nacht drüber.’
‘Sie kriegen meinen Karl-Heinz und dann bin ich weg.’
‘Denken Sie über Ihre Compliance nach.’
‘Geben Sie mir eine halbe Stunde.’
‘Gewährt.’

Der Captain fand, O. machte das sehr gut. Wir hatten eine stehende Subraumverbindung und die würde aufrechterhalten bleiben, wie auch immer O. sich entscheiden würde. Wir fütterten den Grizzly mit meteorologischen Daten. Wir brauchten eine Regenwahrscheinlichkeit. 15 Prozent, spuckte der Grizzly aus. Der Captain entschied, ihnen das Wrack zu überlassen und einen von uns zum Octopus reinzubeamen. Treffpunkt würde sowieso der Raucherraum sein. Die Maulwurfine übernahm die Aufgabe.

OM.

Das passte gut. Die Maulwurfine gab sich sofort zu erkennen. Als die halbe Stunde um war, spazierten beide in die Freiheit. Leider mussten sie den Bus nach Hause nehmen. Morgen würden wir uns also alle mit dem Captain in der Windmühle treffen. Ein Teammitglied würde uns dann vervollständigen.

Sternzeit 1308,5

Konsumverhalten

Sternzeit 1306,7

O. vermisste sein Zackenplankton. Seit einer Woche war er jetzt im Krankenhaus, wenn man diese Station so nennen konnte. Von Zeit zu Zeit war die Tür verschlossen. Kaffee und Tabak hatte er genug. Wenn ihm danach war, rauchte er Zitronenmelisse. In der Bastelstunde schrieb er Logbuch. Es gab sogar ein Hirnleistungstraining, das er jedoch regelmäßig ausfallen ließ. Überhaupt musste man sagen, dass er sich nicht direkt große Mühe gab, an seiner sogenannten Gesundung – manche benutzten den englischen Begriff – mitzuwirken. Jedoch schien es ihm so, dass er wenigstens in Sicherheit war. Manchmal löcherte er das Personal mit scheinbar sinnlosen Fragen.

Was ist eine Tsychose ?
Woher kommt das ?
Was hat das mit Depressionen zu tun ?
Wann geht es mir besser ?
Was können wir tun ?
Warum bieten Sie hier Sport an ?
Können meine Freunde mich nicht mal wieder besuchen kommen ?

Er stöberte ein wenig in den Comics, die die Mannschaft ihm eingepackt hatte. Oh, sogar ein ‘Silver Surfer’ war dabei. Zwar gab es ein sogenanntes Stations- oder Patiententelefon, jemanden darauf zu erreichen war aber ungefähr so gut möglich wie mit einer Leiter zum Mond zu steigen. Überhaupt schien die Zeit auf der AC8 viel langsamer zu verstreichen als er das gewohnt war. Seinen Zackenplanktonkonsum hatte er als kontroproduktiv erkannt. Das war für eine Woche schon ein gewaltiger Schritt. Der sonstige Konsum von psychotropen Substanzen inklusive Kaffee, Zigaretten, Tee, Minze und Zitronenmelisse war jedoch nach wie vor bezeichnend hoch. Er aß einen Keks und ging schlafen. Ein Neumond, ein zunehmender. Kein Regen. Er schlief ohne Pillen, Gott sei’ s gedankt. Aber unruhige Träume.

Sternzeit 1307,3

Anarchistische Tendenzen

Sternzeit 1305,3

Wie verabredet stand Bernie um 10 auf der Matte. Er hatte viel zu erzählen. Gerade hatte er O. in der Ergotherapie besucht. Das war der kleinste gemeinsame Nenner, auf den er sich eingelassen hatte, auch wenn wir ihm doch empfohlen hatten, alle anderen Therapieformen ebenfalls auszuprobieren. Er hatte Vertrauen zu einzelnen Mitpatienten gefasst. Beim Klinikpersonal sah das anders aus, manche beschwerten sich schon über seine anarchistischen Tendenzen. So hatte er die Idee eines Hungerstreiks gehabt. Es erschien ihm unmöglich, einfach business-as-usual zu machen, wenn auch nur ein einziger Mitpatient im spirituellen Krieg lebte. Da musste man doch etwas unternehmen ! Und da fiel ihm nunmal beten nicht als erstes ein. Der Ameisenbär würde darüber ganz besonders traurig sein, das stand nunmal fest. Aber trotzdem konnte man nicht behaupten, dass O. nichts hatte, an das er glaubte. Oh, er glaubte an ausgleichende Gerechtigkeit, an Frieden und Liebe, an Menschen, die einen Unterschied zu den Gleichmachern und den Drogen machten, an den hippokratischen Eid, an die Rettung der Erde, an den heiligen Krieg gegen die sich selbst so nennenden Pädophilen (in Wirklichkeit sind es kriminelle Monster) und an den Regen. Das war nicht gerade wenig. Die Station hatte sogar im Raucherraum eine neue Farbe bekommen. In monatlichen Abständen wurde die Räucherkammer zwar sowieso wieder weiss gestrichen, aber das Graffitti wollte und wollte kein Ende nehmen. Für Einzelne hatten die Sprüche, die mehr darstellten als ein reines Lebenszeichen, sogar einen therapeutischen Effekt. Nicht direkt missionierend waren die Wände doch ein Forum für Gleichgesinnte. Wie O. überhaupt fand, mussten sich alle auf der Station, Klient oder MA, als Passagiere in demselben Boot empfinden. Im Moment lernte er gerade, Kraniche zu falten.

All das erzählte Bernie mir während eines ausgedehnten Frühstücks. Den Kaffee hatte ich mit Hilfe meines Bodums aufgesetzt. Ich fand, morgen war es mal wieder an der Zeit, ein Experiment zu starten. Wir würden O. Zitronenmelisse mitbringen. Getrocknete aus dem letzten Herbst. Auch wenn draußen bereits der Frühling dämmerte, war es vielleicht doch noch ein wenig kalt, um radzufahren. Im Bus fühlte sich jedoch niemand von uns wohl.

Wer weiss, vielleicht fühlten wir uns alle ja schon wieder fit genug, um eine neue Aussenmission zu starten. Wir ließen den Grizzly alle Ergebnisse an die Mondbasis funken und packten O. eine Tasche mit frischer Wäsche und einigen Comics. Die Maulwurfine packte ihm sogar einige Kekse ein. Bald würden wir die Kirschblüte feiern.

Sternzeit 1306,2

anything

Sternzeit 1304,1

‘Ich bin ja so depressiv.’ sagte O. Als Forscher interessierte mich sein Bewusstseinszustand brennend. ‘Du hast dich 20 Jahre lang zugedröhnt, kein Wunder, dass deine Hirnchemie verrückt spielt, wenn du mal eine Woche lang kein Zackenplankton zu dir nimmst.’ Was hatten wir nicht alles versucht. Diese – Tsychose – war schon etwas seltsam. Kein Beinbruch, redete ich mir ein. Endlich konnte ich ein lebendes Exemplar untersuchen. F-42 hatte der Grizzly gesagt. Der Jonglageworkshop auf der Station war ein voller Erfolg gewesen. Die vor sich hinmodernden Patienten waren froh über jede Abwechslung. Gewiss, man konnte ab und zu kickern oder Tischtennisspielen, das half gegen akutes Psychogedöns allerdings wenig.

Wieder zu Hause angekommen stopfte ich mir eine weitere Teepfeife. Ich legte Musik auf. Ich spülte. Ich räumte auf. Ich holte Brötchen für die WG. Ich lernte. Ich staubsaugte. Ich schrieb. Ich sang. Müde wurde ich nicht. Dann führte ich ein weiteres Experiment durch. Dafür benötigte ich ein Telefon. ‘Der Präsident möchte wissen, wie es dir geht.’ sagte ich zu O. ‘Der Präsident kann mich mal’, erwiderte er. Zeit, die Pillen zu nehmen. Okay, eine Pizza. Okay, ein Bier.

Heute abend war der erste Mond voll, der zweite abnehmend. Sie kreuzten den Orbit in eliptischen Bahnen. Und die Gezeiten ? Oh, der Herr. Dazu befragte ich den Ameisenbär. Der fing an zu erzählen und hörte erst spät in der Nacht damit auf. Dann bekam ich einen SSZ. Ich ging schlafen, ohne TV. Bernie würde morgen um 10 vor der Tür stehen und vom Fortschritt des Octopus berichten. Dann musste ich fit sein. Tee war genug da.

Sternzeit 1304,4

Reisen ins Innere

Sternzeit 1302,9

Auf unserer heutigen Reise ins Innere eines linksdrehenden E-Coli-Bakteriums stellten wir etwas ganz und gar Überraschendes fest. Es existiert ein rechtsdrehendes Gegenstück aus Anti-Materie, das auf den äußeren Elektronenschalen ganz ähnlich beschaffen ist. Den Grizzly konnten wir dazu nicht befragen, der war damit beschäftigt, den Delphin auf der Subraumebene mit seiner Geliebten zu verbinden. Also mussten wir versuchen, eine Reise ohne K.I.-Begleitung anzutreten. Ich schickte Bernie zum Elektroinhalator. Den hatte der Octopus, der ja jetzt in der Psychiatrie sitzt, immer für seinen lustigen Zeitvertreib benutzt. Es war mir aber gelungen, den Inhalator mit dem elektromagnetischen Feld meines TV-Geräts zu koppeln, so dass wir ohne Probleme eine 25-fache Verkleinerung hinbekamen. Das reichte zwar nicht ganz zum Jonglieren mit den Elektronen, war jedoch schon um ein Vielfaches näher an unserem Bakterium als mit dem bloßen Auge. Bernie betrat die äußerste Schale und wartete auf der vermuteten Bahn. Der Antimaterien-Bernie hatte keinen Bock und bat mich um meine Teepfeife, die ich ihm ohne weiteres Aufhebens aushändigte. Bernie eins klopfte einmal. Bernie zwei antwortete mit drei Mal kurz, dreimal lang, dreimal kurz. Das tat er nur wegen dem Tee. Ich schickte Nummer eins eine Ebene tiefer ans Innere heran. Zwei streikte immer noch. Ein Positron stiess mit einem Neutrino zusammen. Das geschah im Schnitt 5 Mal im Jahr. Eins näherte sich dem Kern. 3 Quarks wurden vermutet. Ich las einen Psalm. Zwei flog aus dem Fenster, traf Sieben und löste sich auf. Bernie erforschte den Atomkern mit der gebotenen Obacht. Als ich den Befehl zur Rückkehr gab, verrutschte der Maulwurfine der Objektträger. Bernie fiel tief, überlebte aber ohne Blessuren. Als er schliesslich seine normale Größe wieder erreicht hatte, war er voll neuen Wissens über Rechts und Links. Zum Glück hatte er früh genug damit begonnen. Wir sahen uns die Monde an. Oho, was gab es alles zu entdecken !

Nachdem die Subraumverbindung zwischen den Delphinen geklappt hatte und nicht mehr benötigt wurde, kontaktierten wir den Octopus. Er saß, wie sollte es anders sein, im Raucherzimmer. ‘Gehen Sie linksrum.’ sagte der Arzt. O. stellte sich blöd. ‘Ich habe einen Sender im Zahn, den muss ich zur Verbesserung des Allgemeinwohls einsetzen. Visitieren Sie mich.’, sagte O. Der Arzt sagte : ‘Sie waren sehr, sehr krank, aber nun sind Sie wieder gesund und es gibt eine Menge Arbeit.’ ‘Haben Sie Feuer ?’ fragte O. Er drehte sich um und zählte seine Finger. ‘Das sind 11.’ bemerkte er plötzlich. Da war wohl etwas schiefgegangen. Wir schickten eine Subraummessage : ‘Erforsche die Station. Mach alles mit. Das ganze Programm !’ ‘Verflucht, dann geben Sie mir halt die Arbeit!’ schrie O. den Arzt an. Das wurde natürlich sofort schriftlich festgehalten. ‘Morgen mache ich einen Jonglageworkshop, okay ? Ach was frag ich.’ murmelte der Octopus und ging ins Bett. Die Medikation verweigerte er.

‘Lasst uns einen Kuchen backen und ihn morgen besuchen.’ sagte ich, als ich meinen Logbucheintrag beendet hatte. Das fragliche Neutrino hatte ich mit einem Post-It angeheftet. Alle fanden, das war eine hervorragende Idee. Gleich morgen ? Gleich morgen. Experiment ‘Patient weiss es noch nicht.’ konnte beginnen. Erfolgversprechend. Sternklarer Himmel.

Sternzeit 1303,7

Verwirrt

Sternzeit 1302,3

Heute morgen wachte ich etwas verwirrt auf. Nicht direkt wie Kafka’ s Käfer aber so ähnlich. Ich vergaß, mir die Zähne zu putzen und versuchte, Kaffee zu rauchen. Diesen Fehler bemerkte ich jedoch schnell. Als ich das Haus verließ, hatte ich zwei verschiedene Schuhe an und keinen Schlüssel dabei. Auch den Weg zu meiner Arbeitsstelle fand ich nicht auf Anhieb. Ich machte einen Zwischenstop im Arbeitslosenzentrum, um mich aufzuwärmen. Dort gab es eine Lebensmittelausgabe, an der ich jedoch nicht teilnahm. Mit den Menschen redete ich nicht. Der Forschergeist trieb mich wieder auf die Strasse und in den nächsten Supermarkt, ich hatte keinen marokkanischen Minztee mehr. Ich bezahlte mit meiner Tätowierung und ging in den Park, Tauben füttern. Das war vielleicht mal ein dankbares Publikum ! Ich jonglierte und rezitierte Vonnegut. Das war einer meiner Tinte-auf-Papier-Helden, neben dem Frontkämpfer Vachss. Plötzlich erschien Bernie. ‘Wir machen uns Sorgen’, sagte er. ‘Bei uns läuft auch alles drunter und drüber. Die Maulwurfine musste den Octopus soeben in die Psychiatrie bringen, er hat eine’, er machte eine Pause, ‘Tsychose oder so. Das war doch klar, bei seinem Zackenplanktonkonsum.’ ‘Wir werden ihn besuchen, wenn sie uns lassen.’ sagte ich und packte meine Jonglierbälle ein. Dann nahmen wir den Bus ins Krankenhaus. An der Information spielte das Computersystem verrückt, so dass wir nicht herausfinden konnten, auf welcher Station sie den Octopus untergebrachte hatten. Wir versuchten es zunächst auf den Offenen. Auf AC8 fanden wir ihn schließlich im Raucherzimmer. Er sprudelte förmlich über, so froh war er, uns zu sehen. ‘Die Kameras, die Kameras !’ rief er. Ein Pfleger kam, teilte uns die Uhrzeit mit und sagte, in einer halben Stunde gäbe es Mittagessen. Bernie rief den Frosch an und fragte nach dem Weg zum nächsten Tabakladen. Wir konnten den Octopus ja nicht auf dem Trockenen sitzen lassen. Ein nackter Mann ging über den Flur. Wir versuchten, Vertrauen und Kommunikation zu O. aufzubauen, jedoch verlangte der, endlich Günther, das Schwein zu sprechen. Wir konnten ihm nicht vermitteln, dass Günther tot war. ‘Mein Schweinehund, mein Schweinehund’, rief O. Wir ließen dem Octopus noch seine Hygieneausrüstung zurück und machten uns wieder auf den Weg, auch wenn wir ein mulmiges Gefühl hatten, ihn der Obhut einer obskuren Klinik am Rande des Universums zu überlassen. Ich nahm Kontakt zum Grizzly auf. Der hatte immer so logische Ideen. Meine Haustür sollte kein größeres Problem darstellen.

Sternzeit 1302,4

Experimentalversammlung

Sternzeit 1301,1

Unsere heutige Experimentalversammlung stand ausnahmsweise nicht unter dem Zeichen der Physik, sondern der Psychologie. Der Octopus eröffnete die Versammlung mit einer Tüte Zackenplankton. Als Forscher protokollierte ich alles. Ich rauchte eine Teepfeife und harrte der Dinge. Die Spinne wob ihr Netz auf dem Tisch, um den wir uns versammelt hatten. ‘Ich will zu meiner Geliebten’, rief der Delphin. Vielleicht konnte der Grizzly mit CS weiterhelfen… Der Ameisenbär trug uns einen Psalm vor. Dann durften wir frei assoziieren. ‘Ich sehe schwarz, sehr schwarz’, sagte die Giraffe. ‘Nein Weiss’ sagte die Schildkröte. Ich hatte Mühe, alles festzuhalten. ‘Blau. Wir sollten umdrehen’, sagte die Fledermaus auf arabisch. Ich öffnete mir ein Becks. Der Rest der Versammlung ging in Anarchie unter. Wir schmissen unsere Schuhe in die Mitte. Der Frosch zog sich aus und drehte sich eine, um dann zum Delphin ins Bassin zu steigen. Ich hatte Mühe, die Ordnung wiederherzustellen. ‘Leute’, rief ich, ‘das war keine gute Idee. Wir sollten uns auf unser Kerngebiet besinnen, die Mathematik, die Physik, die Chemie, die Biologie, die Astrologie sowie die Informatik’. Niemand hörte mir noch zu. Jeder nahm sich seine Schuhe aus der Mitte, ich schloss die Versammlung, hielt alles fest und dann betranken wir uns mit dem irischen Whiskey, den der Ameisenbär auf den Markt geschmissen hatte. Ich stellte mir die virtuelle Werkssirene auf 8, damit ich morgen früh als erstes mit dem Aufräumen anfangen konnte. Nacheinander gingen die beiden Monde auf. Beide waren fast voll. Völlig ausgepowert schloss ich meinen Logbucheintrag mit dem Sterndatum und der Sternzeit und ging nach Hause, mich ausschlafen.

Sternzeit 1301,6