zentrales verzeichnis quantitativer banalitäten

Sternzeit 1297,4

Ich sitze im ZVQB und logge die erste Tageshälfte. Der Frosch ist auch online und raucht gerade eine. Auch ich kann mir meine Pausen frei einteilen. Es ist ein unschätzbarer Pluspunkt, einen Arbeitsplatz i.d.R. ohne Zeitdruck zu besitzen. Der Totart fiel gestern abend einmal aus. Wir sollten eine Experimentalversammlung einberufen. Ich nahm Kontakt zur Dark Shadow auf und ließ es auf die Tagesordnung setzen. Meine Artgenossen hatten an den seltsamen Macken, die mich seit einiger Zeit befielen, nichts auszusetzen. Die Computing Time wurde an drei Arbeitsplätzen zu zwölft (Krankenstand eingerechnet) geteilt. Es sind noch Stoffmuster zu kontrollieren und zu etikettieren. Leider gab es immer mal wieder auch Phasen ohne Arbeit. Unsere Anleiter organisierten die Audioservice und/oder sonstige Mailing- und Werbetätigkeiten für uns. Wir arbeiteten meistens irgendwie im Hintergrund. Insgesamt waren wir über einhundert. Der Octopus als Captain wollte alles genauestens wissen. Da gab ich umfassend Antwort, auch wenn andere das vielleicht gar nicht hören oder wissen wollten. Das Gravitationsfeld war lediglich als Notfallmaßnahme gedacht. Kommunikationseinrichtungen und Kopiermaschinen gehörten zu unserem Büroalltag. Im ZVQB war ich zwar meistens unzufrieden, hatte ich mir aber doch die Tätigkeit hier als Pflicht und den Feierabend als Kür auf die Fahnen geschrieben. Im Teamwork klappte es aber doch ganz gut. Lediglich die eingeschobenen reflektiven Einheiten gingen uns und unseren CEOs auf den Senkel. Die MMC erforschte ich nebenbei, allerdings bisher ohne Erfolg. Wir tranken circa 2 Pfund Kaffee pro 1 1/2 Wochen, das hatten wir ins Verzeichnis aufgenommen. Die Zigaretten zählte ich allerdings nicht. Inzwischen war Bernie zu einem guten Freund geworden. Was musste das für ein Unterschied zu seinem Alltag im Tigerkäfig sein. Manchmal trauerte er zwar dem blöden Günther nach, allerdings war er inzwischen auf einem guten Weg und ließ sich auch vom Octopus kein Zackenplankton mehr andrehen. Wie freute ich mich auf meine Teepfeife. Auch den Rest würde ich auf Autopilot gut hinbekommen. Vielleicht würde ich den Abend und die Nacht auch noch loggen. Regen.

reaching presence

Sternzeit 1296,3

Wir befinden uns in der Gegenwart und heute schreibe ich einen Logbucheintrag, der den vergangenen Tag zusammenfasst. Nachdem das Gravitationsexperiment geklappt hatte, nahmen sie endlich Kontakt auf. Mein jahrzehntelanges Warten hatte sich also gelohnt. Es ist ein Glück und keine Selbstverständlichkeit, dass die ganze Mannschaft die lange Reise zu mir geschafft hat. Meine Hütte hatte zwar nicht genügend Sitzplätze, aber wir haben unseren Erfahrungsaustausch trotzdem beginnen können. Im Moment sind alle in die Dark Shadow zurückgekehrt. Nun habe ich in der Vergangenheit so viele Lebensformen kennengelernt, dass diese bunte Mischung mich nicht mehr überraschen, aber dennoch bereichern konnte. Einer von ihnen ist allerdings schon tot. Bernie hat mir erzählt, er habe ihn eigenhändig umgebracht. Vielleicht war das notwendig. Meine Familie lebt weit verstreut und ich habe soeben mein Auskommen. Nachdem ich also mein Tagwerk im ZVQB verrichtet hatte, führte ich einige Autoexperimente durch, ohne Erfolg. Mein Modus ist im Moment wach und produktiv. Als ich mir eine neue Tasse meines Lieblingsgetränkes kochte und die Wäsche aufhing, musste ich einige Minuten nicht über sie nachdenken. Morgen würden mir wieder viele Artgenossen begegnen und ich freute mich nur mittelmäßig darauf. Allerdings musste ich zugeben, dass ich selbt auch nicht gerade der angenehmste Zeitgenosse war. Seit dem Kontakt zu den Teilen der Fauna, die im Windmühlenraumschiff nach Alpha Centauri gekommen waren, ging mir zwar langsam die Puste aus, aber heute habe ich weder herumgeschrien noch etwas zerstört. Ihr müsst wissen, ich habe eine biologische und eine soziale Familie. Für heute Nacht habe ich noch genug zu rauchen und seit 8 Tagen befinde ich mich im Trockenmodus. Schlaf bekomme ich genug. Ich möchte nicht versäumen, meinen Dank dem unbekannten Spender aus dem Sommer des vorvergangenen Sternjahres auszusprechen. Nun werde ich mich noch ein wenig mit der reichlich vorhandenen Unterhaltungselektronik verlustieren. Zum Glück kenne ich ihren Landeplatz. Zunehmender Mond.

Kontakt

Sternzeit 1295,7

‘Ich habe auf Euch gewartet.’ sagte der Forscher, nachdem er uns in seine Behausung eingeladen hatte. Er wohnte einfach, aber funktionell. Es gelang uns nicht, jeder einen Platz zu finden, aber einige von uns standen offenbar gern. Der Octopus wies den Grizzly an, einen Life-Scan durchzuführen. Wir befanden uns in der absurden Situation, dass jeder von uns den jeweils anderen als Gegenstand weiterer Untersuchungen betrachtete. ‘Seit fast zwei Jahrzehnten weiss ich nun, dass es Euch gibt. Und an jedem einzelnen der seither verstrichenen Tage habe ich mit Euch gerechnet.’ Dem Ameisenbär wurde ganz schummerig, musste er wohl daran denken, dass auch unsere Expedition zum Herrn der Gezeiten diesem Exemplar der so noch nicht dokumentierten Spezies kein Geheimnis war. ‘Wollt Ihr Kaffee ?’ fragte der Forscher und braute mit Hilfe eines Bodums ein derartiges psychotropes Getränk unter Aufwendung 100-prozentiger Aufmerksamkeit. Er ging ganz in seiner Aufgabe auf. Der Grizzly brummte : ‘Life-Scan abgeschlossenen. Keine weiteren Lebensformen anwesend.’ ‘Ihr kommt aus dem Sternsystem El Sol, richtig ?’. Das war nun auch keine Überraschung mehr. ‘Lange habe ich versucht Euch und Euren Herrn zu kontaktieren. Ich habe mir Wissen angelesen und sogar Euer mittelalterliches Windmühlenraumschiff ist mir nicht unbekannt. Dass Ihr nun endlich da seid, freut mich sehr.’ Die Spinne untersuchte den Kühlschrank. Nachdem wir uns weiterhin bekannt gemacht hatten und einen gemeinsamen Kaffee genossen hatten, brachten wir uns gegenseitig auf den neuesten technischen Stand. Der Forscher hatte doch einige Geräte, die uns zwar der Form nach bekannt vorkamen, deren Funktion uns aber doch rätselhaft vorkam und die er, wie er zugab, schon lange wie selbstverständlich benutzte. ‘Nun erzählt, stimmt es, dass er jongliert ?’ fragte der Forscher, der uns seinen Namen noch immer nicht verraten hatte. ‘Das stimmt, und auch alles weitere Niedergelegte stimmt.’ sagte der Ameisenbär. ‘Du brauchst jedoch keine Angst vor ihm haben, er will wirklich nur helfen’, fuhr er fort.

Noch lange unterhielten wir uns, tauschten Anekdoten aus und aßen auch gemeinsam Abendbrot. Als wir heute Nacht in die Dark Shadow zurückkehrten, war uns bewusst, dass sowohl wir als auch dieser seltsame Planet heute einen wichtigen Schritt gemacht hatten. Genauestens verzeichneten wir alle neuen Informationen im Logbuch, funkten alles zur Mondbasis und auch der Delphin brachte seine Genossen in der Heimat auf unseren Stand. Zufrieden gingen wir dann in unsere Kojen, lediglich der Octopus und der Frosch rauchten noch ein wenig und fachsimpelten über die verschiedenen Formen des Tabakanbaus. Unser neuer Bekannter jedoch war nun zwar wieder allein – was er punktuell genoss – fühlte sich aber hochzufrieden und liess sich noch ein wenig vom Radio berieseln, bevor er auf dem Sofa einschlief. Weitere spannende Tage warfen ihren Schatten voraus.

Spaziergang

Sternzeit 1294,9

Heute haben wir unseren zweiten Erforschungsspaziergang unternommen. Erneut ist uns niemand auf den Wegen und Plätzen begegnet. Der Mann von gestern hatte sich inzwischen etwas beruhigt. Und wir haben eine neue Kommunikationsart entdeckt, ganz ähnlich unseres Funkverkehrs mit der Mondbasis. Welch ein seltsamer Planet, dieser Target. Beide Monde waren heute Nacht halbvoll. Ob die Bewohner daraus irgendetwas ableiten, ist uns leider noch vollkommen unbekannt. Wir fanden weitere Behausungen, Wege und Plätze und sogar einen Wald. Da doch recht viele Bewohner ihre Behausungen vom Tageslicht abschirmen, können wir nicht sagen, ob sie sich zu Hause eingeschlossen haben oder was der Grund für die leeren Wege ist. Die Geodaten unserer zweiten Expedition jedenfalls waren für den Grizzly ein gefundenes Fressen. Im Wald wenigstens schien niemand zu wohnen. Als wir erneut ohne Kontakt zur Dark Shadow zurückkehrten, hatten wir viele neue Details fürs Logbuch. Diesen seltsamen Forscher jedoch wollten wir weiter im Auge behalten. Wer weiss, ob sie über größere Strecken kommunizieren können, jedoch halten sie sich seltsame, knochenähnliche Gegenstände ans Ohr und reden so miteinander. In der Literatur fanden wir nichts dazu verzeichnet, zumal wir so weit ins All vorgedrungen waren, dass es keine verlässlichen Sternkarten mehr von der Gegend gab. Die Atmosphäre jedenfalls kam uns Tieren sehr entgegen, so dass wir den Planeten ohne Zweifel als Klasse M klassifizieren konnten. Der Ameisenbär, der Delphin und der Octopus unterhielten sich heute abend noch lange, um Pläne für unsere nächste Expedition zu schmieden. Die Gravitation jedenfalls schien alle ausser unserem ersten beobachteten Individuum ziehmlich kalt zu lassen. Er war ja ganz aus dem Häuschen gewesen. Dafür musste es doch einen Grund geben ? Eine humanoide Spezies also….

Das Radiergummi-Experiment

Sternzeit 1293,1

‘Juchhu – es fällt nach unten !’ schrie er und drehte sich im Kreis. Die Mannschaft hatte begonnen, den neuen Planeten, den sie Target getauft hatten, zu erforschen. Auf dem lebte offenbar eine sehr seltsame Spezies. Sie beobachteten einen Mann, der etwas nachlässig gekleidet war und ein Radiergummi fallenliess. Er schrie unablässig, vollführte Luftsprünge, drehte sich dann wieder im Kreis und hörte nicht auf zu schreien. ‘Eso es! Es fällt. Die Gravitation. Newton. Juchhu!’ schrie er. ‘Niemand weiss es, aber es stimmt!’. Das war für unsere zwölf Freunde natürlich ein alter Hut, aber anscheinend war das erste Individuum, das sie beobachteten ein Forscher und er hatte soeben die Gravitation durch ein Experiment nachgewiesen. ‘Ich fasse es nicht. Seit Jahrhunderten ist das bekannt!’, schrie der Mann. Unsere Freunde zogen sich zurück und überließen den Mann, die Spezies und den Planeten ihrem Schicksal. Als sie wieder in der Dark Shadow ankamen, überlegten sie die Sinnhaftigkeit der Nicht-Einmischungsdirektive. Zunächst jedoch verzeichneten sie alles genauestens im Logbuch. Ob es wohl weitere Individuen gab, die ähnlich spannende Dinge unternahmen ? Es schien eine Art Vorhof zu sein, in dem sie gelandet waren. Seltsame Bebauungsformen waren aneinandergereiht. Ein Zentrum war nicht auszumachen. Manche schirmten sich von der Aussenwelt ab. Auf den Wegen, die zwischen den Hütten umherführten war ihnen niemand begegnet. Wohl hatte der Planet zwar zwei Monde, aber es schien vollkommen unsicher, ob die Spezies diese erstens bereits beobachtete oder gar zweitens Schritte ins All unternommen hatte. Wir werden eine weitere Expedition starten. Es muss weitere Behausungen geben. Wer weiss, wie sie kommunizieren ? Zunächst werden wir Abendbrot essen und uns morgen direkt auf einen neuen Erforschungsspaziergang begeben. Immerhin forschten sie, immerhin. Good Night everyone and have a fine day tomorrow. Mission in progress, schrieben wir auf. Der Frosch klappte das Logbuch zu und rauchte eine.

o-fourteen preview

Wohnen
Arbeit
Fortbildung / Experienced Involvement
Arzt
Betreuer
Familie
Drogen und Alkohol
Finanzen
Liebesleben
Hygiene
Kleidung
Ernährung
Aggressivität
Glaube
Planung

Wohnen

Die betreute Wohnform zerrt an den Nerven. Eine Gratwanderung zwischen dem Rückzug ins Private und Gemeinschaftsaktivitäten inklusive Betreuungsterminen (Mahlzeiten, Einkäufe) muss gefunden werden. Seit dem 15.3. 2011 werde ich durch Mitarbeiter der Klinke gGmbH betreut. Die Mitarbeiter geben sich große Mühe, sind allerdings Zwangszuhörer. Zur Zeit fallen auf dem Papier 6,5 Fachleistungsstunden Betreuung und 1,5 Stunden Haushaltspflege an. Dies wird in der Realität nicht erreicht. Durch die Arbeit im ISR bin ich oft froh, einfach meine Ruhe zu haben. Einmal wöchentlich findet eine Mahlzeit statt, es gibt einen weiteren optionalen Termin. Hier kommen wir auf zwei Stunden. Sporadisch nehme ich an der Einkaufsgruppe teil, im Alltag werden die Einkäufe jedoch in der Mehrzahl autonom erledigt. Es werden also 3 Stunden Betreuung wöchentlich verzeichnet.

Zu ergreifende Schritte : Die Planung per ISBR kann wie verzeichnet vorgenommen werden. Die Betreuung kann weiter rückgebaut werden. Es wird großer Wert auf die Freiwilligkeit der Aktivitäten gelegt. Im Frühjahr können eventuell wöchentliche Sporttermine aufgenommen werden.

Arbeit

Seit dem 13.5. 2013 leiste ich eine Vollzeittätigkeit. Im letzten Quartal (Okt. – Dez. 2013) ist ein unentschuldigter Fehltag angefallen. Manchmal lässt die Pünktlichkeit zu wünschen übrig. Inhaltlich stellt die Arbeit eine Unterforderung dar. Dass die Pausen frei einteilbar sind, wird allerdings positiv verzeichnet. Das Aufstehen und der Arbeitsweg (Wachwerden, Zigarette, Kaffee, (ggf. Bad), Start zum Bus / Fahrrad) ist weitgehend automatisiert und wird nicht täglich neu in Frage gestellt. Gegenüber der Tätigkeit für Audioservice bei Hrn. Jung ist ein geringfügig gestiegener Komplexitätsgrad der Arbeit anzumerken. Es ist Raum für zeitweise reflektive Einheiten. Gelegentlich muss im Teamwork / Arbeitsteilung gearbeitet werden, die diesbezogene Kommunikation klappt gut. Zwischendurch bin ich manchmal von Unruhe geplagt, dann verlasse ich den Arbeitsplatz zum Rauchen oder suche Gesprächspartner.

Fortbildung / Experienced Involvement

3 von zwölf Modulen sind absolviert. Die Arbeit am Portfolio und der Präsentation ist aufgenommen worden. Ende Januar findet das erste Schnupperpraktikum in der Kontaktstelle West / Lebensräume statt. Die Finanzierung liegt zur Bearbeitung in der Rechtsabteilung des LWL. Ein Förderverein ist bis auf einen Eigenanteil in Vorleistung gegangen (50,00/150,00/Modul). Die Fortbildung, die größtenteils in Gruppenarbeit stattfindet, wird als ausgesprochen hoffnungsverbreitend wahrgenommen. Das Zentrum der Ausbildung stellt das sog. Plenum dar, die Gesamtheit der 24 (22) Teilnehmer und 3 Trainer. Das Sprechen vor dieser Gruppe wird noch trainiert. Das zweite, 80-stündige Praktikum soll, falls möglich, in einer Akutklinik absolviert werden. Ob sich eine berufliche Perspektive öffnet, kann noch nicht abschließend mit Bescheid belegt werden. Eine Stelle als ‘Genesungsbegleiter’ wird möglicherweise angestrebt.

Arzt

Es finden 6 Termine jährlich statt. Die Medikation (Zyprexa 10-0-15-0, Fluanxol 12-0-12-0) wird wie vereinbart unter strengster Disziplin eingenommen. Die geplante Reduktion im Oktober 2014 wird allerdings kritisch gesehen. Das Verhältnis ist von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Die Blut- und Leberwerte sind in Ordnung.

Betreuer

Das Büro Ferrara arbeitet in höchstem Maße professionell. Es gibt nichts kritisches anzumerken. Die Hauptkoordination findet in monatlichen Abständen statt.

Familie

Das Verhältnis zu den Eltern ist wegen eines starken Erwartungsdruckes schwierig. Allerdings wurde der Bruder als Vertrauensperson im Krisenplan eingesetzt.

Drogen und Alkohol

Der letzte Cannabiskonsum fand im Sommer 2012 statt. Harter Alkohol wird i.d.R. nicht konsumiert. Der Umgang mit dem Feierabendbier ist eventuell etwas zu lax. Es wird Bier aus Bremen konsumiert, allerdings nicht mehr bis zum Pupillenstillstand sondern in Maßen.

Finanzen

Das Jahr 2013 oblag strenger Beobachtung und Buchführung. Es wurde mit einer schwarzen Null abgeschlossen.

Liebesleben

An dieser Stelle gibt es wenig bis keine Hoffnung zu verzeichnen.

Hygiene

Eventuell unterdurchschnittlich. Rasieren und Duschen regelmäßig.

Kleidung

Ist vorhanden.

Ernährung

Zuviel Coffein und ansonsten eventuell einseitig. Regelmäßige Mittagsmahlzeit auf Arbeit.

Aggressivität

Verbale Aggressivität und laute Fluchausbrüche sind seltener geworden, allerdings bricht sich der Frust doch von Zeit zu Zeit Bahn. Damit jedoch keine Unschuldigen darunter leiden müssen, finden diese Momente beim Alleinsein statt. Sport könnte an dieser Stelle helfen.
Glaube

Buddhistischer Freidenker mit christlichen Wurzeln.

Ich glaube weder an ein Leben nach dem Tode noch an einen liebenden Vatergott. Jesus mag eine zentrale Figur in der abendländischen Geschichte gewesen sein, Verträge kann man mit ihm allerdings keine schließen. Zwar besuche ich mehr oder weniger regelmäßig einen christlichen Hauskreis und bete auch manchmal, denke allerdings an Jesus weder als meinen Herrn noch als jemand Lebendigen. Dass ich jedoch christliche Wurzeln habe, lässt sich nicht verleugnen.

Frieden zu schließen ist mir bislang nicht gelungen.

Die satirische Monatspublikation ‘Titanic’ empfinde ich als ausgesprochen hoffnungsverbreitend, auch wenn sie mich nur sporadisch zum Lachen bringt.

Jahwe heißt ‘Ich bin’. Schließlich gilt es zu vermerken, dass ich den Tod als eine Art Befreiung empfinden würde.

Planung

Die Arbeit muss zur restlosen Selbstverständlichkeit werden. Hierbei kann es behilflich sein, sich eine Situation ohne Arbeit vorzustellen und die beiden Zustände im Geiste zu vergleichen. Eine 5-jährige Arbeitslosigkeit gehört zu meinem Erfahrungsschatz, da sollte es nicht schwer fallen, für die Arbeitsstelle dankbar zu sein oder sie mindestens ansatzweise zu schätzen zu wissen. Die Betreuung kann weiter rückgebaut werden. Ab März können allerdings regelmäßige Lauftreffen wieder ins Programm aufgenommen werden. Eventuell sollte versucht werden, eine mittelfristige bis längere Periode (ein bis zwei Monate oder das ganze Jahr) ohne Alkohol zu verbringen. Zumal in my humble opinion Alkoholkonsum gefährlicher ist als Cannabiskonsum. Wenn man allerdings sowieso schon ein gebranntes Kind ist, könnte eine gewisse Periode ohne Rauschmittel eine wertvolle neue Erfahrung werden. Kaffee als psychotrope Substanz lassen wir an dieser Stelle einmal unbedacht.

Die Experienced-Involvement-Fortbildung inklusiver zweier Praktika wird erfolgreich mit einem Zertifikat abgeschlossen. Danach kann ich über weitere Veränderungen nachdenken.

Bei weiterer Stabilität sollte die Medikation im Oktober 2014 auf

Zyprexa (Olanzapin) 10-0-10-0
Fluanxol 10-0-10-0

reduziert werden.

Ich habe keine Angst vor der Angst und lebe trotz vermerkten Gedanken im vorherigen Absatz gern.

new one

Sternzeit 1292,5

Das neue Sternenjahr hatte begonnen. Es wartete eine Menge Arbeit auf unsere Freunde im Windmühlenraumschiff. Das Interieur der Dark Shadow benötigte Pflege, Aufmerksamkeit und eine gründliche Überarbeitung. Also fingen sie beim Cockpit an, arbeiteten sich über die Lounge zum Delphinbassin vor und reinigten ihr Zu Hause von den unvermeidlichen Gebrauchsspuren. Auch im Erdgeschoss gab es etwas zu tun. Die Lebensmittelvorräte unterzogen sie einer gründlichen Inventur. Der Transporter erfuhr seinen jährlichen Funktionscheck. Das Kommunikations- und Informationssystem des Grizzly wurde upgedated. Der Delphin funkte die Fortschritte zur Mondbasis, auf der die Meilensteine der Mission festgehalten wurden. Als sie soweit waren, kochte der Octopus einen Kaffee. ‘Freunde der Nacht’, hob er zu einer Dankesrede an. Er hielt sich kurz. ‘Seit nunmehr mehreren Wochen sind wir gemeinsam im All unterwegs. Ein Jeder hat seine Aufgabe gewissenhaft erledigt, sonst ständen wir nicht hier. Lasst Euch danken, aber wir können es uns nicht leisten, zu feiern, darum gibt es heute leider keine coolen Drinks sondern nur einen Kaffee. Haut rein !’

Bernie hatte sich zurückgezogen. Nicht wegen des neuen Sternenjahres, er hielt sowieso nichts von diesem Quatsch, er wollte sich nur eben erden, indem er Kontakt zu seinem Bauch aufnahm. Der schwieg. Das nahm er als gutes Zeichen und haute sich eine Pizza in den Ofen. Da war ja einiges passiert. Er vermisste seine Tigerkäfig doch ein wenig, aber nicht genug, um nicht für die neue Aufgabe dankbar zu sein. Schliesslich schloss er sich noch mit dem Grizzly kurz, um ihm einmal einen Einblick in sein tierisches Bewusstsein zu geben. Hoffentlich würde der nicht durcheinandergeraten. Im Logbuch wurde vermerkt, dass sie sich jetzt seit mehreren Tagen im Orbit von Alpha Centauri befanden und das System genauer erforschen wollten. Der Ameisenbär sorgte sich etwas um den Delphin, der fand das allerdings ganz unnötig und war wieder guter Dinge. Auf die nächste Mission würden sie den Grizzly mitnehmen. Alle waren müde.

2013

2013 in 11 months average

in

546,90 ueg
232,69 pension
52,00 wg
—-
831,59

out

fix
347,50 rent
39,00 electricity
42,57 phone/dsl
3,69 incidentials
10,70 bank account
9,92 insurance
14,64 provider
—-
468,02

var
80,59 food
115,25 tobacco and papers
32,56 beer
30,30 essentials
38,43 nonsense
—-
297,13

out over all
765,15
—-
reality : a black zero