so what

das wochenende plätschert so vor sich hin, man bringt die zeit mit kühlem becks oder wahlweise cappuccino zum vergehen.

beim job wird man RAMMDÖSIG.

die arminia wird aufsteigen.

11/6/14/80/5

edegoestocuba

The goddess of democracy – David Munyon, Beijing Dreams

(David Munyon / S.P. Standley) This song is dedicated to all who seek democracy. I musta been dreamin’ on in Beijing, China On a dark night, Tiananmen Square I could hear a million Chinese mothers cryin’ And I believe I could hear Buddah swear I saw the people with their own rock n’ roll music I saw the people gettin’ free of ‘dem chains I saw the people with several pair of Levi’s I saw the people put the Party to it’s shame It’s a long road home And I think the Hope’s begun The Goddess of democracy She proved Mightier Than The Gun I musta been dreamin’ in Beijing, China On a fast bike, wind in my hair There’s a Lincoln, Lafayette and Thomas Jefferson There’s troops and APC’s in Washington’s glare ’cause ya’ wanna see children laughing and singing ’cause ya’ wanna earn more than fifteen bucks a month ’cause ya’ wanna be happy as a human being ’cause ya’ wanna have whatever you want for lunch – Chorus – I musta been dreamin’ in Beijing, China I was standing near a man with a freedom flag I was singin’ of his brave determination He was standing there intimidating a tank There’s a change being born to a Nation The roughest rain will bring it’s own reward You can try to beat the tar out of a spirit but the dreams in Beijing… they won’t be ingnored It’s a long road home and I think we already won The Goddess of democracy, she proved mightier than the gun I musta been dreamin’ in Beijing, China On a dark night Tiananmen Square I could hear a million Chinese Mothers weeping An’ I believe I could hear Buddah’s tears… David Munyon: Vocals, Acoustic Guitars Dony Wynn: Drums Anthony Crawford: Guitar, Background Vocals Dave Pomeroy: Fretless Bass

Freight Train – Sister Double Happiness – SST 1988

Freight Train

I wake up in the middle of the night
My skin is like a block of ice
Hot sweat pouring out of me
I got the plague of the century

(Chorus)
It’s like a freight train
It’s like an airplane
It’s like a hurricane
Taking me away

I was as good as i could be
My skin smooth as ivory
I swear to God i hardly messed around
That modern plague put me into the ground

(chorus)

I call my mama, she said “Don’t come home”
My friends shun me, I’m all alone
Before they touch me they put on gloves
C’mon, people, I need some love

(chorus)

Looks like a movie…

Die Meldungen der 20-Uhr-Tagesschau vom 17.04. 2013 mit Judith Rakers

1. Ein Verdächtiger wurde nach dem Bombenanschlag auf den Boston-Marathon festgenommen
2. Ein Brief mit einer giftigen Substanz an President Obama wurde abgefangen
3. 2014 ist Produktionsende im Opelwerk Bochum
4. Die Gewerkschaft Verdi hat Warnstreiks bei der Post durchgeführt
5. Das Bundeskabinett hat Rentenerhöhungen im Westen von 0,25% und im Osten von 3,29% beschlossen
6. Der Gorleben-Ausschuss konnte sich nicht auf einen gemeinsamen Abschlussbericht einigen
7. Der Strafprozeß gegen einen Brustimplantathersteller wegen fehlerhaften Materials hat in Marseille begonnen
8. Zehntausende haben am Straßenrand die Trauerfeier für Margret Thatcher begleitet
9. Jörg Armbruster wird mit dem H.J.-Friedrichs-Preis ausgezeichnet
10. Die Lottozahlen für das Lotto am Mittwoch interessieren niemanden
11. Das Wetter : Vom Atlantik zieht ein Tief Richtung Skandinavien und bring Schauer und Gewitter mit sich. Temperaturen in der Nacht 6 – 14 Grad und Tags 11 – 26 Grad

and now the news – Louie Louie

Die Meldungen der 20-Uhr-Tagesschau vom 15.04. 2013

1. Der Beginn des NSU-Prozesses [Nationalsozialistischer Untergrund] wird auf den 6. Mai verschoben, um ein gerechteres Akkreditierungsverfahren für Medienvertreter zu gewährleisten
2. Die Union [CDU] streitet über die Frauenquote und will bis 2020 30% Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen erreichen
3. Die EU-Kommissarin Malmström verlangt Kampf gegen Menschenhandel
4. Jürgen Fritschen wird neuer Präsident des Bankenverbandes
5. Die Mitglieder der sozialistischen Regierung in Frankreich veröffentlichen ihre Einnahmen
6. Verletzte des syrischen Bürgerkrieges landen in Stuttgart und werden in Bundeswehrkrankenhäusern behandelt
7. [Vorname?] Maduro wird laut Wahlbehörde Wahlsieger in Venezuela
8. Der Dirigent Sir Colin Davis ist in London gestorben
9. Das Wetter : Durch den Einfluss skandinavischer Tiefs sind Schauer und Gewitter zu erwarten. Die Temperaturen in der Nacht 5 – 13 Grad und am Tag 12 – 23 Grad

Mauritius Niederhol nimmt Ergonyl

Nachdem die heftigsten Gewitterattacken auf dem verschlammten Waldweg abgeklungen waren; es war dunkel, kalt und ungemütlich; erblickte Maurie vier riesige Windmühlenflügel, die sich zu seinem Erstaunen, unmerklich langsam zwar, aber dennoch drehten. Als er sich dem Gebäude aus dem vor- oder drittletzten Jahrhundert näherte, schauderte es ihn ob des Geruchs von Essensresten, Fahrzeugteilen, vermoderten Pilzen und verschiedenen Teesorten. Unerschrocken pirschte er sich an den kleinen Eingang heran. Aus dem Augenwinkel erblickte er eine kleine Filmdose, die er jedoch wohlweislich unangetastet liegenließ. Den Durchmesser eines Flügels maß er grob auf über fünfzehn Meter. Ungehindert stieß er die Tür auf und trat ein. Noch mehr Dunkel umgab ihn, aber wenigstens war es trocken. Mehr als alles andere dürstete es ihn nach einem frisch aufgegossenen Tee. Er tastete sich vorwärts, schließlich fiel ihm wieder ein, dass er ja mal Raucher gewesen war, folglich fand er in seiner rechten Hosentasche ein Feuerzeug mit benutzbarer LED. Zunächst die LED nur einmal kurz aufblitzen lassend und von weiß zuckenden Blitzen von draußen unterstützt sah er viele Säcke unbekannten Inhalts an der dem Eingang abgewandten Seite aufgestapelt. Nachdem er ihren Inhalt als eßbar identifiziert hatte, begann er, den Rest der alten Mühle zu untersuchen, um der rätselhaften Funktionstüchtigkeit und eventuellen weiteren Bedienungsmöglichkeiten auf die Spur zu kommen.

Nach einigen geistigen Notizen versetzte ich mich zurück ins hier und jetzt, dokumentierte ein ‘klack-ratsch’ und beamte mich für kurze Zeit raus.

‘Klack-ratsch’ machte es auch, als Maurie die nicht mehr vollständig besprosste Leiter zu dem Bedienungsdeck des Mühlfahrzeuges erklommen hatte und die Leiter unter seinen Füßen ins unerreichbare Erdgeschoß zurückfiel. Das Deck erwachte flackernd zum Leben. Nach einigen Stunden Erkundungs- und Testbedienungen mit Hilfe eines rot-weißen Rescue-and-check-modusses hatte Maurie die Sauerstoffzufuhr, den Mahltrieb, den Windgeschwindigkeitsmesser, die Eisboxen für die Fracht und die Kommunikationsanlage probehalber bedient und intuitiv rudimentär verstanden. Obwohl er zwar punktuell gern allein war, entschloss er sich doch, bis zur Rekrutierung oder Zusammenfindung mit ein oder zwei Gefährten oder Gefährtinnen beim Rescue-and-check-modus zu bleiben. Er vermisste seinen Hund Fridge. Im Deckkühlschrank samt umfunktionierter Icebox befand sich genug Nahrung von Pizza über Kuchen bis zu Bier, Kaffee und Tee, sodass er die Kommunikationsreichweite als Rufweite getrost verkraften konnte und endlich einen Tee trank, bevor er versuchte, Johann und Jane zu erreichen, notfalls per guter alter Post, Trommeln, Rauchzeichen oder Flaggensprache, da beide sich zu diesem Zeitpunkt in Blick- und Rufweite befinden mussten und auch noch würden, wenn der Tee vorüber war.
Blieb die Frage, ob die beiden erstens aufnahmefähig und zweitens willens und in der Lage waren, einen Startversuch zu unternehmen. Er konnte nicht mehr allein runter, ohne sich die Knochen zu brechen, aber sie könnten hochkommen und ihn, wenn schon nicht tatkräftig, so doch seelisch-moralisch unterstützen.

‘Gimme beer’, sagte Maurie.
Fridge schwieg. Genauer gesagt schwiegen alle drei Fridges. Der Hund Fridge hörte seinen Namen, hob kurz den Kopf und wandte sich dann desinteressiert ab. Alle drei Fridges waren Materialisationen oder Impersonifikationen aus demselben Paraversum. Der Kühlschrank Fridge begann einen Kühlungswärmeaustauschzyklus. Das Gesamtsystem des Windmühlencockpits hatte den Status ‘Künstliche Intelligenz’ hinter sich gelassen und konnte mit Fug und Recht als Natürliche Intelligenz bezeichnet werden. Auch es schwieg, weil das Bier zu Neige gegangen war. Ansonsten hätte es mit ‘Mehr Details, bitte’ geantwortet. Fridge brummte derweil lediglich etwas vor sich hin. Er brummte virtuell, da er keinen physischen Schädel besaß, der vom eingebildet inhalierten Alkoholkonsum brummen konnte, aber er war durch unzählige analoge Röhrenverstärker geflossen, so dass man mit Recht von brummen reden konnte. Maurie holte tief Luft, dachte an nix und fuhr den Siliziumanteil in der Glasfaserproduktion etwas nach oben.
Wir Informatiker hatten es geschafft, die Welt perfekt von der Maschine abhängig zu machen, die Programmiersprachen und Datenbanken, die Algorithmen und Datenstrukturen verschwammen zu Appointments, Googlemania, SMS-Schleudern mit Sexwerbung, wir vergaßen, was uns als Menschen eigentlich ausgemacht hatte, nämlich das zutiefst analoge Element des Vergessens, der Fehlhaftigkeit und des Versagens.

Das Vergessen könnte allerdings ebensogut auf über- und regelmäßigen Cannabisgenuss zurückgeführt werden, während die Fehlhaftigkeit jedwedem Leben sowie Bauteilen und Algorithmenfolgen potentiell immanent ist und das Versagen ist eine Übung, die auf alle, jeden und jede von uns wartet, Programm, Pflanze, Struktogramm, Tier, Atomkraftwerksummantelung, Verhütungsmittel, Kaffeedosenverschluss oder Mensch.

to be continued

Diabetikersocken oder warum ich rauche

Man muss sich heutzutage soviel bullshit anhören, dass einem ganz schwindelig wird. Sind Diabetikersocken nicht genau wie Spaghetti für Asthmatiker ? Zuviel Zeit habe ich momentan noch, darum rauche ich so viel. Der Job jedenfalls bindet einiges an Energie. Still possible to increase. Das Handy geht den Bach runter, soviel ist sicher. Ich versuche nonsense zu produzieren, es will mir aber nicht gelingen, mit der vermaledeiten Selbstreflektion aufzuhören. Also greifen wir den Faden von letzem Post auf und fabulieren über Glauben. Ich glaube, dass mein Arzt mich nicht belügt. Ich glaube, dass die Erde einer von 9 Planeten ist. Ich glaube nicht an ein heliozentrisches Weltbild. Warum auch immer Pluto über den Tellerrand gefallen ist, erschliesst sich mir nicht. Wer denkt an Rupert und wie kommen wir nach Hause ? Gibt es tatsächlich noch Leute, die sich an Mudhoney erinnern ? Fragen wie diese bleiben wie immer meistens offen und werfen neue Fragen auf. Was ist eigentlich aus den Celibate Rifles geworden ? Die wievielte Platte hat Edmund Kuepper kürzlich veröffentlicht ? Wann gelingt es, Judith Henske an Land zu ziehen ? Wer finanziert das Ex-In-Programm ? Wann erreichen wir Vollzeit ? Erwische ich meinen Flug auch rechtzeitig ? Was müssen wir tun, um im Jahre des Herrn 2018 volltrunken in SF zu landen ? Ist Gary noch aktiv ? Wie viele Millionen Facebookfreunde sind vollkommen überflüssig ? Wie geht es xyz ? und hat lmn inzwischen auch aufgehört zu rauchen ?

eine halbe Stunde lang.
Zigarette.

Quergedachtes eines Durchgequirlten oder das Wort zum Dienstag

Von emotionalem Mißbrauch über Armut in Equador bis zum Musikprogramm von WDR 2 reicht die Palette der möglichen Themen. Mangels Interesse an mainstreammedientauglichem Betroffenheitsgesabbel wird zurückgegriffen auf die ewig gleichen Themen eines therapieerfahrenen Egotrommlers. Wer bin ich, woher komme ich, wohin gehe ich und warum ist es so schwierig, sich zwischen Kaffee und Cappuccino zu entscheiden. Luka. Abseits des Arbeitshorizontes versuche ich von desolater Finanzlage, stupider Einpackerei von Hörfiltern und Alltagsjonglage zu abstrahieren und dem potentiellen Leser eine vergnügliche Zwischendurchlektüre zu bescheren.
Schwermütig.
Selbstmitleidig.
Zwar gut motiviert, aber auf dem dritten Arbeitsmarkt gefangen.
Die Plattensammlung fehlt seit gut zwei Jahren.
Eine potentielle Mutter fehlt in der Wahrheitsfindung.
Zuviel Kaffee, zu wenig Obst.
Schwer pornogeschädigt und [ehemaliger] bzw. sporadischer Gemeindegänger versucht seinen Weg zwischen Stumpfsinn und nicht zu tiefgängigem Psychologieautostudium zu finden. Weggenossen verließen das Sichtfeld. Froh und im Hier und Jetzt geerdet lamentiere ich durchgequirlt von positivem Denken über Ex-Freundinnen. Lassen wir die Weltgeschichte einen Moment ruhen und denken über wirklich wichtige Sachen nach. Zum Beispiel wie bezahle ich das Päckchen Tabak am einunddreißigsten oder welche Schuhe passen am besten zu einem unbeobachteten Spaziergang. Wie dem auch sei, als regelmäßige Kolumne wird ein roter Faden benötigt. Der findet sich nicht in Ablenkung, Abschweifung oder Um-den-heißen-Brei-Herumrederei.

Thema verfehlt, sechs, setzen.