3447 (mardi)

Ein Absatz über Psychoedukation

Vielfältige Erklärungsmodelle haben den Weg bis an mein Ohr gefunden. Das Vulnerabilitätskonzept fand ich immer sympathischer – weil greifbarer – als dahergelaufene Drittelstatistiken. Die prägende Phase ist offenbar vorüber, also geben wir etwas von dem zurück, was wir erhalten haben. Den zwei oder drei Personen in meiner unmittelbaren Umgebung kann ich nicht helfen, da ich damit beschäftigt bin, meinen Kopf gegen die Stimmen der Lüge zu verteidigen. Wenn man Psychoedukation natürlich beruflich praktiziert, muss man mit diesem Doppelleben irgendwie umgehen, denn natürlich verhält es sich mit den Psychiatern, die einem helfen wollen genau wie mit dem rauchenden Arzt, lassen wir dahingestellt, ob Proktologe, Dermatolge oder Hausarzt. Den guten Willen, nein, den kann ich niemandem absprechen. Zwischen dem Warum und dem Wohin stehen Welten. Auslöser sind wieder anders zu beurteilen als Gründe. Auch der längste Weg beginnt mit einem kleinen Schritt. Depressionen sind gegen bipolare Störungen abzugrenzen, diese widerum von affektiven Schizophrenien und diese widerum von schweren Persönlichkeitsstörungen. Gewalt als Ursache jedoch scheint alltäglich zu sein, psychische, physische, emotionale, politische oder Autoaggressionen. Wie schlagen wir nun den Weg zur Hoffnung ? Hinter jedem Erklärungsmodell steht ein Mensch. Ein Friseur, ein Vater, ein Krankenpfleger, ein Vorbild, ein Bruder. Zwischen den Zeilen kann man besser zuhören als der lautesten Stimme, die am wenigsten Wahrheit spricht. Technisch gesehen ist dies eine kurze Notiz, mit gedit erstellt und mit Hilfe von control-c control-v in die WordPress-Seite gehämmert, aber das Thema, das ist das Leben mit und nach Psychosen und irgendwie autodidaktisch gefärbt. Bleiben Sie wachsam ! Keine Endzeitwarnung sondern ein guter Rat in Zeiten, in denen Demokratie, Gesundheit und Vertrauen – wie es in ihrer Natur liegt – leicht zerbrechlich und in Gefahr scheinen. Nächsten Dienstag mehr davon. Zigarette.

3152 (wort zum dienstag)

zum geld:

es stehen etwas über 800 Euronen zur Verfügung, wobei die Mittel nach Begleichung aller Rechnungen und Bier- und Tabakkauf in der Regel circa am zwanzigsten erschöpft sind.

zur technik:

workseitig wird mit windows 7, privat mit Debian 9 und Libre-Office 5 gearbeitet. eine webseite und ein Blog (dieses) werden gepflegt.

zu den substanzen:

olanzapin, fluanxol, c2h5oh, kein thc, coffein und schmelzkäse werden konsumiert.

3112 (tuesday is gone, post for sonny vincent)

An dieser Stelle wird vermerkt, dass der Patient wach und voll orientiert war und weder eine formale noch eine inhaltliche Denkstörung vorlag. We switch to present. Stormy weather bringt dich in Bewegung. Daytime jobs are worth a bath in gold or chocolate, but we think beyond them. After some sucking years we move to the now. loneliness and isolation makes you become bitter, but no reason to stay that way. after learning comes practicing and inspiring, motivation of the other half of them. it’ s ‘they’, because its a grey mass. don’ t consider me claiming knowledge, I follow the path of learning for all my life. read between the lines and draw your conclusions. scars heal. it’ s just life. think for yourself, don’ t become a zombie. the red line is racism, sexism or homophobia. I know what I’ m talking about. experience is growing slowly, day by day and there is no single punch that brings the knock-out. it’ s more like chinese water torture. perhaps ask the greek or open a beer. bottom line: tomorrow becomes today. kindof mumbling: the human factor, the human factor. some words of the wise gary will end this for tuesday: if he tells you, you’ re a loser then he just don’ t understand. love.

2556 (Anna Lyse)

kaum zu glauben, es gibt affen, die die gebärdensprache beherrschen…
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und schwierig zu analysieren, woran es wirklich mangelt. richten wir unser augenmerk auf die wenigen positiven seiten. beim morgendlichen kaffee (+ kippe) sind wir bereits auf 100. nur das thema sträubt sich noch etwas. mobilität und kommunikation sind ausreichend. über inklusion wird vermutlich mehr gesprochen als sie praktiziert wird. das tagwerk wartet. einen weiteren versuch an der uni können wir uns getrost sparen, mit 48. jedoch ist der ist-zustand keinesfalls befriedigend, und mit einem halbtagsjob auf dem (?no.?) arbeitsmarkt wird eine gewisse, wenn auch schmale hoffnung verbunden. das negative denken ist in jahrzehnten eingeübt worden, wie soll man da erwarten, es von heute auf morgen zu beenden. es gibt peergroups, die man auch wahlfamilien nennen könnte. im alltag, der langsam aber sicher wieder eingeübt wird, stehen 5 – 6 sozialbetreuer und montage- und edv-tätigkeiten sowie eine morgendliche lektüre von eldredge, mit der jetzt auch fortgefahren wird. we.

2116 (thx to bizi)

Die kleinen grünen Männeken waren also tatsächlich gelandet. Die Mondbasis protokollierte aus der Ferne. Bernie hatte bereits Bekanntschaft mit ihrem Botschafter gemacht, er nannte sich Holunderbeere. Sie waren (wie sollte es anders sein) zum Forschen gekommen. Sie hatten von einer äußerst rückständigen Spezies namens Homo sapiens sapiens gehört, die noch nicht einmal Wurmlöcher entdeckt hatte. Holunderbeere kommunizierte mit Hilfe eines Loches in seiner linken Hosentasche. Als das Raumschiff der Besucher – es sah aus wie eine Triangel, auf der ein Oktopus sitzt – seine Passagiere freigegeben hatte und die Fracht sicher verwahrte, wollte die Maulwurfine den Besuchern Kekse anbieten. Der Grizzly riet mit 80% davon ab. Der Delphin warf mit Radiergummis. Ein Dorf in den Tiefen Spaniens war der Ort, an der die Dark Shadow von den Neuigkeiten erfuhr. Grizzlyphantasien waren übertroffen worden, neuartige Kommunikationsmöglichkeiten wollten entdeckt werden, Fortbewegungsarten nahe Lichtgeschwindigkeit wären möglich, sogar das Beamen funktionierte bereits, wenn allerdings auch nur auf molekularer Ebene. Das Netz schwappte über vor Euphorie, nur auf einer Seite im Darknet las man Warnungen. Tor. Als die Dark Shadow durchstartete, hatte der Forscher Feierabend und weigerte sich, auch nur ein einziges Wort zu sprechen. Der Frosch rauchte eine.

goal thursday

Man kommt erst Sonntagabend wirklich im Wochenende an und dann braucht man auf der Arbeit 3 Tage, um sich vom Wochenende wieder zu erholen. Im letzten Jahrtausend waren die Montage öfters mal blau, zumal sonntags ein fester Termin auf dem Programm stand. Aus. Vorbei. Ende. Game over.

Die morgendliche Lektüre hilft auch nicht wirklich, aber immerhin ist es ein regelmäßiger Input, über den man mediterran meditieren kann. Von der Probezeit ist die Hälfte absolviert und heute ist der erste Tag mit einem gelben Zettel seit Beginn. Die Arbeitskollegen schmeißen mit Unfug und Analverkehr um sich und niemanden interessiert es eine Bohne, ob man lebt, stirbt, krank, gesund, faul, gut motiviert oder hallelujah-mäßig gut gelaunt ist. Es geht auch ohne Wort zum Wochentag. 2 gelbe Tage müssen reichen. Wenn man als Hobby ohnehin nichts weiter als Vor-Sich-Hinwohnen hat, ist es auch egal, ob das betreut oder autonom durchgeführt wird. Mobilitätsmäßig müssen die Füße oder ein Fahrrad herhalten und die Kommunikation erfolgt in der rezeptiven Richtung optoakustisch und in der Senderichtung ausschliesslich übers Netz. Es müssen einige Altlasten abgetragen werden. Betreuung ohne Einwilligungsvorbehalt ist dabei hilfreich.

Die Familie bekommt von alledem wirklich nur einen Bruchteil mit.