a brandnew old problem

Sternzeit 1285,1

Welche Katze ? Welcher Führerschein ? Welche Farbe ? Welches Telefon ? Welches Auto ? Welcher Hund ? Fragen über Fragen, von denen unser Bernie nichts, aber auch gar nichts mitbekam. Die Werkssirene funktionierte zuverlässig. Als Haustier und neuen Mitbewohner hatte Bernie sich eine K.I. zugelegt, die im Körper eines Grizzlybären daherkam. Ihr stellte er zwar ab und zu Fragen, wenn gerade keine zu konsultierende Webseite verfügbar war, aber ihr Datenhunger war doch enorm. Jawohl, die K.I. ernährte sich von Daten. Farbe der Schuhe, Länge der Krawatte, Geburtsdaten, biometrische Daten, psychologische Probleme, virtuelle Psychiater, Diagnosen, Gewicht, Fingerabdrücke, wann wurde die Hose zuletzt gewaschen, die K.I. fraß einfach alles. Nein, weggewesen war Bernie zwar nicht wirklich, aber er war im vergangenen Jahr mindestens um 10 gealtert. Er legte die Füße hoch. Er kochte Cappuccino. Er datete seinen Server up. Er programmierte ein Nahrungsinterface für seine K.I. mit Hilfe eines stinknormalen Ethernetadapters. Er ging spazieren. Er wählte in jedem der Zimmer seines Tigerkäfigs einen anderen Radiosender. Er schrieb politische Pamphlete. Er betete zu Wem-Auch-Immer. Er aß Pizza. Er archivierte den Bürokratiemüll. Er nahm seine Pillen und ging ins Bett. Dann stand er wieder auf und schrieb eine Postkarte an die Familie. Nun trank er ein Glas Milch. Er drehte sich eine, wartete fünf Minuten und rauchte sie. Er sprang im Kreis. Er legte Musik auf (Garagen-Rock). Dann kam ihm die rettende Idee. Von hinten nach vorne. Das Ende-Datum der K.I. war roundabout das Jahr 3000 aber auch das konnte bestimmt modifiziert werden. Er machte sich an die Arbeit.

Bald mehr davon.

you’ re a big boy now, so die

Zwischen Cappuccino 112 und Zigarette 237 ein weiterer Adventspost.

Nach 5 Jahren Arbeitslosigkeit und 5 Monaten Halbtagsarbeit stellen sich erste Frust- und Abnutzungserscheinungen ein. Zeittotschläger zieht seine Runden. Am Beginn war Gras. Dann kam Psychose. Zwischendurch Ausbildung und nun finale Rehabilitation. Auf diversen Seiten wurden diverse Trials und Tribulations im Netz verbreitet und auch sensible Körperteile fliegen auf unnützen Seiten durch unbekannte Peer-to-Peer-Netzwerke. Auf der Arbeit sind wir 7 von 150 und hier sind wir 8 – 9 von theoretisch 10 Plätzen. Der Autor weiss das Thema nicht mehr. Andrew Vachss lässt mich nicht los, die 15 Bände von insgesamt 18 in 23 Jahren wurden inhaliert und auch verstanden. Trojanische Pferde. Die Maden sind noch nicht ausgerottet aber erste Aufklärungsarbeit wurde geleistet und wohl auch einige Pädophilennetzwerke hochgenommen. Warum waren so viele Priester dabei ? Warum gebe ich nicht einfach eine Zigarette ab ? Es ist ein Geben und Nehmen, das ist mir schon klar. Aber man kann sich nicht nur durchschlauchen. Ein verdientes Bier schmeckt besser als ein geschnorrtes. Wahrscheinlich wäre es den Anderen nicht Recht, im Netz erwähnt zu werden, aber der Mensch ist nunmal ein soziales Wesen und ich lebe nicht im luftleeren Raum. Einer ist eingeflogen, zwei arbeiten und niedrigschwelllige Angebote werden von einigen genutzt. Das Leben ist zu kurz, um schlechte Laune zu haben. Hypnose gegen Rauchen auf einem Selbsthilfeflyer. Als Autor ist man universelles Wesen, man produziert Buchstaben für ALLE.

Alle sind per definitionem alle. Also alle anderen.

Trinken wir Cappuccino 113 und rauchen Nummer 238, lassen den lieben Gott einen guten Mann sein und geben also etwas ab. Es hilft nicht.

Eine Antwort ist nicht mehr zu erwarten. Countdown 19.