1969

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nighttime

Im Schutz der Dunkelheit starteten wir zu unserem nächsten Aufklärungsflug. Wir zogen einige konzentrische Kreise über Ostwestfalen und hielten uns dann Richtung Kassel. Der Frosch hatte die Infraroteinheit des Grizzly in Betrieb genommen, damit uns auch nicht ein Jota Information verlorenging. Über einem kleinen Dorf gingen wir in Sinkflug. Menschen waren abermals keine auf den Straßen auszumachen, wohl feierten sie alle dieses seltsame christliche Fest, das alle in der Familie verbrachten. Ihre Religion kam uns fremd vor, aber eine Bedrohung schien nicht von ihnen auszugehen. Dann erregte ein Lagerfeuer unsere Aufmerksamkeit, mitten im Winter. Kontakt nahmen wir jedoch wohl besser nicht auf. Der Grizzly sagte, Abtrünnige habe es schon immer gegeben und werde es auch immer geben. Der Delphin war heute ganz besonders melancholisch, ob es daran lag, dass er seit mittlerweile 36 Monaten von seiner Geliebten getrennt war, mochte er uns nicht mitteilen, aber wir konnten uns unseren Teil denken. Der Frosch ging eine rauchen. Als der Ameisenbär von seiner Meditation im Allerheiligsten wiederkam, fanden wir uns zur Mahlzeit zusammen. Der Octopus hatte einen ganz und gar leckeren Mais-Thunfischsalat zubereitet. Wein war unser Fall nicht, darum tranken wir Bier und Cola dazu, wie schon so oft. Wir wähnten uns im Tarnmodus und gut geschützt, darum wunderte es uns doch alle sehr, als es im Erdgeschoß plötzlich klopfte. Der Octopus öffnete die Tür und ließ den Maulwurf rein. Es war der Ex der Maulwurfine, wie sich herausstellte und er wollte nur mal nach dem Rechten sehen. Nachdem die Maulwurfine klargestellt hatte, dass sie an einer weiteren Beziehung kein Interesse hatte, begleiteten wir den Maulwurf langsam aber bestimmt wieder nach draußen. Dann mussten wir wieder Logfiles wälzen, der Grizzly hatte eine interaktive Karte erstellt, auf der wir all unsere Abenteuer örtlich lokalisieren konnten. Nun hatten wir wieder einen weißen Fleck von der Landkarte getilgt. Der Maulwurf hatte seine Handschuhe vergessen, wie wir feststellten. Wir archivierten sie. Die Giraffe machte sich an den Logbucheintrag und dann legten wir uns ab, den morgigen Vormittag würden wir wohl alle verdösen. Jedoch hatten wir beschlossen, erstmal keine weiteren Ortswechsel vorzunehmen und die Gegend um dieses kleine Dörfchen genauer zu erkunden. Der Frosch würde morgen eine Tour mit dem weißen Fahrrad unternehmen und die Kommunikation zwischen den Außenteams und der Basis war technisch gesichert. Bald würde das nächste Sternjahr anbrechen.

Das Radiergummi-Experiment

Sternzeit 1293,1

‘Juchhu – es fällt nach unten !’ schrie er und drehte sich im Kreis. Die Mannschaft hatte begonnen, den neuen Planeten, den sie Target getauft hatten, zu erforschen. Auf dem lebte offenbar eine sehr seltsame Spezies. Sie beobachteten einen Mann, der etwas nachlässig gekleidet war und ein Radiergummi fallenliess. Er schrie unablässig, vollführte Luftsprünge, drehte sich dann wieder im Kreis und hörte nicht auf zu schreien. ‘Eso es! Es fällt. Die Gravitation. Newton. Juchhu!’ schrie er. ‘Niemand weiss es, aber es stimmt!’. Das war für unsere zwölf Freunde natürlich ein alter Hut, aber anscheinend war das erste Individuum, das sie beobachteten ein Forscher und er hatte soeben die Gravitation durch ein Experiment nachgewiesen. ‘Ich fasse es nicht. Seit Jahrhunderten ist das bekannt!’, schrie der Mann. Unsere Freunde zogen sich zurück und überließen den Mann, die Spezies und den Planeten ihrem Schicksal. Als sie wieder in der Dark Shadow ankamen, überlegten sie die Sinnhaftigkeit der Nicht-Einmischungsdirektive. Zunächst jedoch verzeichneten sie alles genauestens im Logbuch. Ob es wohl weitere Individuen gab, die ähnlich spannende Dinge unternahmen ? Es schien eine Art Vorhof zu sein, in dem sie gelandet waren. Seltsame Bebauungsformen waren aneinandergereiht. Ein Zentrum war nicht auszumachen. Manche schirmten sich von der Aussenwelt ab. Auf den Wegen, die zwischen den Hütten umherführten war ihnen niemand begegnet. Wohl hatte der Planet zwar zwei Monde, aber es schien vollkommen unsicher, ob die Spezies diese erstens bereits beobachtete oder gar zweitens Schritte ins All unternommen hatte. Wir werden eine weitere Expedition starten. Es muss weitere Behausungen geben. Wer weiss, wie sie kommunizieren ? Zunächst werden wir Abendbrot essen und uns morgen direkt auf einen neuen Erforschungsspaziergang begeben. Immerhin forschten sie, immerhin. Good Night everyone and have a fine day tomorrow. Mission in progress, schrieben wir auf. Der Frosch klappte das Logbuch zu und rauchte eine.

learning how to learn

Sternzeit 1290,4

Während des unkalkulierbaren Einflusses des schwarzen Loches hatten wir also unserem Grizzly beigebracht, wie man mit einem Bodum Kaffee kocht. Das war keine triviale Aufgabe gewesen, musste er doch erst lernen, wie man lernt. Wir hatten ihm Geschichten erzählt, gewiss, aber die mussten auch irgendwann in einen Algorithmus münden. Also dachten wir in etwa so :

– beschreibe das Problem so genau wie möglich
– zerlege das Probleme in kleinere Teilschritte
– finde heraus, wie man von einem Schritt zum nächsten gelangt.
– führe eine weitere Abstraktionsebene ein
– beschreibe die zu erfolgenden Lernschritte so genau wie möglich
– beginne mit dem ersten Schritt
– lasse die zu absolvierenden Lernebenen aufeinander aufbauen

Diese Methode war vielleicht nicht für schwerwiegende Transformationsaufgaben tauglich, beim Kaffeekochen jedoch hatten wir Erfolg gehabt. Lediglich Milch oder Zucker mussten wir noch selbst beisteuern. Da wir ja nun von Günther befreit waren, konnte also auch Bernie seinen schwarzen Kaffee wieder geniessen. Lediglich die Maulwurfine bereitete ihm doch erhebliches Kopfzerbrechen, war sie doch etwas abweisend geworden und unterhielt sich gern nächtelang mit dem Delphin. Das war gewiss eine wichtige Aufgabe, war doch sein Liebeskummer wieder durchgeklungen, aber Bernie dachte doch, sie müssten sich gegenseitig feedbacken. Also klinkte er sich heute Nacht einfach in das Gespräch ein. Die Dreierkombination machte es nicht einfacher. Im Morgengrauen hatten sie allerdings so lange gerungen, dass sie sich alle mit dem gebildeten Konsens zufriedengeben konnten. Für morgen Nacht würde die Maulwurfine ein weiteres Mal Kekse backen, und sie würden eine gemeinsame Botschaft in die Heimat absenden, um den Delphinkontakt nicht abbrechen zu lassen. Als die Fledermaus also am nächsten Morgen ihren Weckdienst versah, sah sie im Logbucheintrag den Wunsch der Dreiergruppe, nicht geweckt zu werden. Damit würde der Octopus sicher einverstanden sein, gab es doch auch soetwas wie psychosoziale Seelsorgeebenen. Wie gut, dass sie bald den ersten Planeten des Systems besuchen würden. Das würde auch etwas Abwechslung in die Mission bringen. Von Klasse-M konnte allerdings nicht die Rede sein. Die Mannschaft machte den Trabant-Transporter für morgen startklar. Die Motivation, das Vertrauen und die Sicherheit wuchsen von Tag zu Tag. Zudem wurde alles dokumentiert, das ging ihnen schon fast ein wenig auf den Senkel, der Octopus hatte sich allerdings mit dem Ameisenbär auf diese Vorgehensweise geeinigt und folgllich vertraten sie ihre Position nachvollziehbarerweise im Plenum. Sie waren Pioniere, das sahen alle so. Logmodus-off.

Erste Schritte

Sternzeit 1285,2

Die Luke öffnete sich sehr langsam. Das erste Erforschungsteam, das aus dem Frosch, der Spinne und der Schildkröte bestand, verließ in Raumanzügen die Dark Shadow und betrat den Mondboden. Die Luke schloß sich wieder hinter ihnen. Der Octopus gab über Kommintern die Befehle vor. Heute lautete die erste Aufgabe lediglich, das Fahrzeug der Amerikaner zu orten, auf Funktionsfähigkeit zu überprüfen und einige Gesteinsproben einzusammeln. Hey – aber was war das ? – das Mondfahrzeug fuhr eine Wende von 180° und das Kameraauge fixierte unser Außenteam genau. War es möglich, dass sie sich gegenseitig beobachteten und also die Bilder vom Frosch, der Spinne und der Schildkröte ins U.S.-Zentrum in Cape Canaveral übertragen wurden ? Der Octopus entschied, das Mondfahrzeug nicht weiter zu beachten und das Team mit den Gesteinsproben ins Windmühlenraumschiff zurückzubeordern. Die Schwerkraft betrug etwa ein Sechstel der gewohnten Erdschwerkraft und die Schildkröte hatte es nicht schwer, einige Brocken Gestein einzusammeln. Erneut öffnete sich die Luke und die Dark Shadow nahm ihre Passagiere wieder auf. Als sie sich aus den Anzügen geschält hatten, musste der Frosch erstmal eine rauchen. Der Grizzly analysierte das Gestein. Wie war es ? Hatte die Beatmung gut geklappt ? Wie geht es sich ? Die Mücke hatte Fragen an die Schildkröte. Stoisch antwortete sie : ‘Alles wie üblich. Keine Besonderheiten. So eine Mondlandung bringt mich doch nach all den Jahrzehnten nicht mehr durcheinander.’

Bernie stand am Herd und briet Eier. Der Grizzly hatte außer eingen Mikroben, die man wirklich nicht Leben nennen konnte, nichts gefunden. Der Delphin funkte die Ergebnisse nach Hause. Der Ameisenbär dankte und dann aßen sie zu Abendbrot. Wie würden sie weiter verfahren ? Der Octopus entschied, einen neuen Außenposten zu gründen und dann die Reise fortzusetzen. Der Außenposten würde nicht besetzt sein und remote gesteuert werden. Zunächst wurden jedoch die Ereignisse im Logbuch vermerkt und dann gönnten sie sich eine Mütze Schlaf. Die irdischen Delphine konnten es gar nicht glauben, dass dort, wo von der Erde aus nur ein halber Mond zu sehen war, ihr Freund und Bruder in einem Bassin und zwar in einem Windmühlenraumschiff weilte. Für den Delphin jedoch war alles komplett unspektakulär. Er las ein Buch, machte einen Sprung und hielt dann den Grizzly bei Laune. Der hatte nämlich seit neuestem so etwas wie Emotionen entwickelt und verweigerte von Zeit zu Zeit die Arbeit. Morgen würden sie in die nächste Phase eintreten.

Ein wenig Durcheinander

Sternzeit 0952,8

Der Ameisenbär hatte sein bestes gegeben, ohne Zweifel. Gegen Mittag, als die Sonne am höchsten stand, haben wir die Versammlung einberufen. Wir lösten die Schot, so dass die Segel killen konnten. Die Fledermaus fragte andauernd ‘U-u-und was machen wir j-j-jetzt ?’, die Spinne hatte sich in der Nähe ihres Kabuffs niedergelassen, der Frosch verkniff sich angesichts des Ernstes der Lage einmal das Rauchen, die Giraffe starrte auf ihre Fussnägel und die Delphine umkreisten das Boot und liessen sich ab und zu zu einem Luftsprung hinreissen. ‘Herr der Gezeiten, wir danken Dir für Deine Gegenwart.’, begann der Ameisenbär. ‘Wieso, wo ist er denn ?’ fragte die Giraffe. Der Frosch räusperte sich. ‘Wo sollen wir weitersuchen ?’ fragte die Spinne. ‘Verstehst Du nicht, er ist schon hier.’ sagte der Delphin. ‘Was meinst Du, er ist einer von uns ?’ musste die Spinne nachfragen. Der Bär fuhr fort. ‘Danke, dass Du trotz unserer Unzulänglichkeiten auf uns Acht gibst. Hilf uns, den nächsten Kurs zu bestimmen. Lass auch nicht nach, gut auf die Delphine zu achten.’ ‘He, was soll das, auf uns braucht niemand achten !’ rief ein Delphin. ‘Dank deiner untierischen Güte verzeihst Du uns unsere Fehler. Wir danken Dir, oh, ja, wir danken Dir.’ Es schien, als würde ein Tumult ausbrechen. Da musste der Bär abbrechen. ‘Hilf mir, die Geduld zu behalten.’ betete er leise weiter. ‘Frosch, ab in die Kombüse, Abendbrot.’ befahl der Bär. Mittlerweile war die Sonne nämlich ein gutes Stück ihrem Lauf gefolgt, und weitersegeln brauchten wir heute auch nicht mehr. Der Ameisenbär nahm sich die Seekarte vor und brütete über dem nächsten Kurs. So konnte es nämlich nicht weitergehen. Damit keine Meuterei ausbrach, machte er noch eine Ansage für alle. ‘Versteht ihr denn nicht ? Der Weg ist das Ziel und das Ziel ist der Weg. Er ist längst mitten unter uns.’ ‘Warum sehen wir ihn denn nicht ?’ ‘Er ist nicht einer von uns und doch einer von uns.’ ‘Wir müssen von vorn anfangen. Wir sind doch nur ein zusammengewürfelter Haufen auf der Suche nach dem Kurs.’ Wenigstens hatten alle etwas, das sie zum Nachdenken mit in die Koje nehmen konnten.

‘Wir werden weiter nach Osten müssen.’ schrieb der Bär ins Logbuch und klappte es zu. ‘Bitte beobachtet den Mond gut’ bat er noch die Delphine zum Schluss. Es kam ihm vor, als ob sie lächelten. Unser Delphin hatte gute Arbeit geleistet. Sein Kummer schien heute abend weit weg zu sein.

Delphinseele

Sternzeit 0923,0

So eine Delphinseele ist ein sehr zerbrechliches Gebilde. Ihr müsst wissen, einst hatte unser Delphin in einer Gemeinschaft mit anderen Delphinen gelebt. Diese Delphingruppe begleitete die Walfangboote westlich von Island. Delphine sind wunderschöne Geschöpfe und sie sind so leicht verliebt wie Schmetterlinge. Ein Delphin gehört in die Freiheit und nicht in ein rundes Wasserbassin, wo er durch das wiederkehrende Echo seiner Gesänge ständig durcheinandergerät. In so ein Bassin hatte unser Delphin nämlich seine Delphinpartnerin verloren, und seit Monaten kam er nicht über diesen Verlust hinweg. Deshalb wurde er so leicht melancholisch und schüttete sein Herz abwechselnd dem Frosch, dem Ameisenbär und der Giraffe aus. Dann wollte der Delphin wieder allein sein und schwomm eine halbe Seemeile voraus. Dass unsere Gemeinschaft zusammen weiterreisen wollte, stand jedoch außer Zweifel. Der Ameisenbär fand wunderbarerweise immer die richtigen Worte, um den unglücklichen Delphin wieder aufzubauen und ihn zu ermutigen. Dann machte der Delphin immer einen Luftsprung, sang ein Lied, dass er von den isländischen Walfängern gelernt hatte, und sei es noch so schief, und vergaß seinen Liebeskummer. Auch wenn unsere vier Gefährten es nur ahnten, las sich der liebe Gott jeden Abend das Logbuch durch und überlegte, welche Wunder er heute für seine heimliche Lieblingsfamilie auf Lager hatte. Meist schickte er lediglich eine leichte Brise, aber wenn er einen richtigen Sturm schickte – denn auch Stürme gehören zu einer Reise – war er sich doch sicher, dass der Ameisenbär in der Zeit seiner Unterweisung alles kapiert hatte, was man braucht, um ein guter Kapitän und Delphinseelsorger zu sein.

Während der nächsten Nacht schickte er deshalb eine Sternschnuppe für alle in Gefangenschaft lebenden Vagabunden, auch Kolibris und Mistkäfer.