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assoziationsanalyse 2

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Choice

Emotional abuse is poison. It steals your free will. I am not a victim, but I know exactly how it works. This is meant to be an essay about mental hygiene. The anti-poison is psychoeducation. If you think to depend on what others say, you can at least try to learn self-reference. As a Vachss-reader I have been deep into the topic. And as an adult, you seem to face the same traps over and over again. It’ s like a voice whispering you are worth nothing, I have the power over you and you do what you have to do. Take a minute, think it over again and tell yourself I hear the voice, okay, it’ s there, but I don’ t wanna listen to it, I am boss. Let it be violence, let it be drug addiction, there’ s always a seed planted in your mind years and years ago and you have the power to fight it. As stated otherwise, we make our own monsters, but now I’ m repeating foreign thoughts. There’ s hope. Build a peer-group. Let go negative influences. If you’ re facing the same problems over and over again, each time you’ re a bit smarter, even wiser and you don’ t need to repeat your mistakes. It’ s all about choice. I choose to smoke, I choose to listen, I choose to turn the other way, I choose to build my own family.

Hate and fear are the enemies. If you didn’ t learn faith, as an adult it’ s difficult double. Take it or leave it, the lesson’ s worth a try. Surround yourself with encouraging people. Even become an encourager. Learn to look at the positive sites, hard to find, they may be little, but they’ re there. Let me leave a final quote, printed on some dub-record I own :

Trustbeliefloverespect

Hard enough, you do not *have* to repeat the evil seed. It’ s your choice, you are in control.

Stay tuned.

1363/Maden im grossen Apfel

Nachwort zu Flood (dt.:Kata) von Andrew H. Vachss (geschrieben von Oliver Huzly) [est.1985] {Anfang}
—-
Von Beginn an hatte Amerika seine Dämonen. Sie traten an den verschiedensten Orten und bei einer Vielzahl von Autoren in Erscheinung: in einsamen Siedlungen bei Charles Brockden Brown, in imaginären europäischen Schlössern bei Edgar Allen Poe, in Indianerlagern bei James Fenimore Cooper, in Dörfern in New England bei Nathaniel Hawthorne und in Häfen und auf Südseeinseln bei Herman Melville. Aber erst mit Hammet wandelten diese Dämonen auf einmal in den Straßen der Städte und mieteten billige Zimmer in schäbigen Hotels. Sie ergriffen Besitz von diesen finsteren Straßen, gleichzeitig realerer Realismus und fernere Phantasie als je zuvor. Parallel zum romantischen Mythos wurde ein kohärentes Bild von Amerikas Kehrseite vermittelt.

Was damals recht war, ist heute noch billig. Nur daß diese finsteren Straßen neue, unbekannte Formen der Dunkelheit angenommen haben und mit ihnen auch ihre Beschreibung eskaliert. Das urbane Leben wird mit unterschiedlichen Graden von Schonungslosigkeit abgebildet, und diese Abbildungen haben es schwer, denn fast alles hat man schon einmal gehört, gelesen oder gesehen, bisweilen gar erlebt und gerade daher als phantastisch abgetan. Was plausibel erscheint, vernünftig gar, ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erlogen oder nicht existent und mehr und mehr kristallisiert sich ein fundamentales, hartgekochtes Gesetz heraus: Je unglaublicher etwas erscheint, desto höher ist die Chance, daß es eine reine Form von Wahrheit ist und schon daher nicht geglaubt werden kann. Und 95 Prozent aller Schreiber bekommen ihre Ideen und ihre Kontakte mit der Wirklichkeit von den fünf Prozent, die aus dem Leben schöpfen, die buchstäblich am Leben sind.

Der amerikanische Detektivroman hat Partei zu ergreifen: Er gehört nicht dem Gewinner, ist Bestandteil des amerikanischen Alptraums, gehört den Verlierern, Versagern, den Außenseitern, deren einzige Überlebenschance im Verlieren besteht. Wie sonisch die pure Energie und Geschwindigkeit an der Oberfläche auch sein mag, dahinter steht Melancholie, Wehmut, Resignation und Fatalismus – bisweilen geschickt getarnt als Feinschmeckerküche.

Von den erwähnten fünf Prozent wiederum gelingt es nur einem Bruchteil, einen veritablen Rhythmus zu finden, mithin also nicht vom Leben erschlagen zu werden. Und dann und wann gerät man dann tatsächlich an ein Buch und an einen Autor, die tatsächlich jene alte, neue Schärfe besitzen, auf jenem schmalen Grat wandeln, diese finsteren Straßen begehen und sie in einem wieder neuen Licht erscheinen lassen. Man wird elektrisiert von ihrem manischen, dunklen, rasenden Puls und betritt erschreckt und fasziniert eine Welt, die nun wieder noch realer fantastisch geworden ist.

Was für eine Welt kann das sein, fragt man sich schon nach wenigen Seiten von Andrew Vachss’ erstaunlichem Debütroman. Ich-Erzähler und Privatdetektiv Burke scheint irgendwie neben, außerhalb und vor allen Dingen unterhalb der bürgerlichen Gesellschaft zu existieren. Er hat seine statistische Existenz systematisch ausgemerzt, vernichtet sie täglich von neuem und betreibt eine rege Desinformationspolitik, die dazu dient, selbst diese Vernichtung nonexistent zu machen. Die Bruchstücke seiner Lebensgeschichte, die wir häppchenweise vorgeworfen bekommen, lassen Rückschlüsse darauf zu, daß er Zuchthäusler, Kleinstgauner, Söldner, Dressman und vieles mehr war. Er scheint Gründe genug zu haben für seine Überlebensstrategien, die von einem treuen neapolitanischen Kampfhund über eine strikte Vermeidung direkter Wege und unmanipulierter Telefongespräche bis hin zu an Dagobert Duck erinnernde Sicherungsmethoden so ziemlich alles beinhalten, was illegal, paranoid und denkbar ist. Überleben und Rache sind alles. Flood, eine kleine Frau mit einer Vorliebe für asiatische Kampfsportarten, heuert ihn an, den Mörder der Tochter ihrer besten Freundin zu finden. Die Suche führt tief in einen madenverseuchten Sumpf von Kinderpornographie, Großstadtdschungel und Endzeitstimmung. Wir lernen ein New York kennen, das mehr an John Carpenters >>Klapperschlange<< erinnert als an Verbrechensreportagen im Fernsehen. Die Wirkung des Ganzen ist… tatsächlich, ja journalistisch.

Die unglaubliche Depraviertheit der Stadt wirkt authentisch. Die bizarren, surrealen Charaktere, wie Max, der taubstumme mongolische Straßenkrieger, und der Maulwurf, ein Elektronik-Genie, das unter einem Schrottplatz inmitten von unzähligen Hunden lebt, wirken… authentisch, echt, real. Wie real ? Warum ?

—-
{([Auszug, der Anfang des Nachwortes von Oliver Huzly])}
—-
bei vorhandener Muße vervollständige ich das vielleicht beizeiten…

Use/Abuse

Sternzeit fünf nach zwölf

Als Opfer von Gewalt in der Familie und Vachss-Leser versuche ich einen Aufsatz über emotionalen Missbrauch, der über eine reine Reproduktion des Gelesenen hinausgeht.

Emotionaler Missbrauch ist die systematische und strukturelle Verkleinerung des Gegenübers, die Reduktion auf ein Objekt unter Anwendung von physischer, emotionaler oder psychischer Gewalt. Hier sind nicht gelegentliche, sondern fortgesetzte Schläge gemeint. Kinder spüren sehr genau, wann jemand die Grenze zwischen Ermutigung, Belehrung bzw. Androhung von Gewalt oder Erpressung überschreitet. Niemand ist jedoch reines Opfer seiner Sozialisation. Peer-Groups erlangen heute früher Bedeutung als in den siebziger und achtziger Jahren, Gewalt gab und gibt es jedoch schon immer und eine Änderung ist nicht in Sicht. Alle Antennen rausgezogen, ständig auf der Hut vor Gefahr, ein Hot-Spot auf Andersartigkeit ausgerichtet, auf der Suche nach Schutz und Wahrgenommensein, das können die Folgen sein. Gewiss ist emotionale Gewalt noch eine Art schillernder als direkte sexuelle Gewalt. Wenn man missbraucht wurde, hat man wenigstens jemanden, den man hassen kann. Wie bereits an anderer Stelle vermerkt, gilt es jedoch eine Grenze zwischen krank und böse zu ziehen. Wie das Wort ‘Soziopath’ hergibt, sind soziale Beziehungen nur schwer aufzubauen und noch schwieriger aufrechtzuerhalten. Identifikation mit Randgruppen und ein tiefsitzendes Misstrauen selbst gegenüber nächsten Angehörigen, Therapeuten, Ärzten, Pflegern, Betreuern und jedweder Form von Autoritäten können die Folge sein. Niemand ist jedoch *nur* Opfer. Warum werden manche Heiler, manche Täter, fragt Vachss an einer der entscheidenden Stellen ? Das Böse ist nicht genetisch bedingt. Gewiss ist niemand zum Drogenmissbrauch verdammt. Ob man Sexualstraftäter therapieren kann oder nicht, kann von dieser Stelle nicht beurteilt werden, hier fehlt Erfahrung. Manche gehören sicher für immer hinter Gitter. Das Fatale an Emotionen ist ihre Direktheit, ein Ausgeliefertsein an erlernte Mechanismen ist nur schwer umzuprogrammieren.

Im Erwachsenenalter hat man Mittel und Wege an die Seite gestellt bekommen, Angst, Scham und Wut zu sublimieren. Warum nun ist der Abgrund doch in jeder Sekunde präsent ? Wie diese tiefen Gräben aus Misstrauen und Negation überwinden ? Wie Hilfe erfahren und Hilfe weitergeben ? Wie aus Fehlern lernen und wann Verzeihen lernen oder einen endgültigen Schlussstrich ziehen ?

Die Gene sind nicht verantwortlich zu machen und die Gehirnchemie ist zu komplex, um hier auf eine Medikation zu vertrauen. Sinnvolle Aufgaben stellt man sich am besten selbst. Die Ursachenforschung könnte allerdings der erste Schritt zum Weiterleben sein.

Als erfahrener Psychotiker, ehemaliger Drogenabhängiger und BeWo-Bewohner mit Arbeit unter Vernachlässigung des Potentials versuche ich, Mittel und Wege zu finden, mit der gemachten Erfahrung zu leben und *vielleicht* anderen aus dem Dschungel zu helfen, in dem ich mich selbst nur allzuoft verirrt habe. Dieser tiefsitzende Hass gegenüber allem, was auch nur im entferntesten mit *Druck* zu tun hat, ist eine schwere Bürde. Jedoch in der reinen Opferrolle zu verharren ist nicht nur ein Stehenbleiben bei bisher gelernten Mechanismen sondern sogar ein Schritt rückwärts. Die sogenannten ‘Professionellen’ jedenfalls haben in den meisten Fällen nicht den Hauch einer Ahnung, welche Grenzen man überschritten hat, überschreiten musste ?

Der Intellekt jedenfalls ist eine mächtige Waffe gegen Minderwertigkeitsgefühle und es bleibt zu hoffen, dass mehr und mehr, Jahr für Jahr, Fall für Fall, Patient für Patient, Strafverfahren für Strafverfahren ans Tageslicht der Öffentlichkeit geholt wird.

Bittere Wurzeln wollen nicht ans Licht, sind jedoch dort erheblich besser aufgehoben als im Zwielicht oder am Straßenrand.