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yes, after thirty years I still wear samba

den schauerleuten der haken – Stimmenrausch 2014-12-05

Karl Friedrich Flögel, 285sten; Werner Rackwitz, zum 85sten (3. Dezember)

“Die meisten Wissenschaftler sind Wissenschaftler, weil sie Angst vor dem Leben haben. Es ist wundervoll, in der Wissenschaft erfinderisch zu sein, in einem Rahmen, in dem man sich nicht mit Leuten herumärgern und unter Beziehungen leiden muss. Es ist wundervoll da draußen in der aseptischen Welt, in der es keinen Schmerz gibt. Doch irgendwann muss man in sein Inneres schauen und die Angst besiegen. Dafür gibt es keine Programme und auch keine besonders guten Theorien.”

John W. Backus, zum 90sten; zit. n. Detlef Borchers

“You cannot run away from weakness; you must some time fight it out or perish; and if that be so, why not now, and where you stand?”

“To be wholly devoted to some intellectual exercise is to have succeeded in life.”

Robert Louis Stevenson, zum 120sten Todestag; common

“Abgesehen davon aber bin ich fest überzeugt, daß man jedem die Freiheit lassen muß, das zu glauben, was er für glaubhaft hält. Die Menschen mögen also an die Unsterblichkeit glauben; ich habe nichts dagegen, vorausgesetzt, daß sie mich nicht verfolgen.”

Pierre-Auguste Renoir, zum 95sten Todestag; gemein
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not important

blacky war nach china verschwunden. morgen würde sie zurück sein. maurie hatte genug zu tun. wenn nur dieses vermaledeite *xyz* nicht wäre. xml. hongkong. apfelsaft.

private homepages. freier zugang zu informationen. facebook. datensammelwut. internet. genf. enger.

tiananmen square. johnny cash. mike watt. gary floyd. andrew vachss. mark lanegan. vagtaza halottkemek.

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geolocation. age. browser. index. language. food. money. work. time. connection. database. social stuff. technical stuff. boss. private data. information. request. writing. masturbation. smoke. animal. princess. ass.

nun wollen wir es dabei bewenden lassen. wahrscheinlich könnte es aber doch etwas multimediales durcheinander geben. police. week five.

monday
tuesday

wood

wood


wednesday
thursday
friday
saturday
sunday

analog. offline.

Der Mangel daran

Maurie verrichtete sein Tagwerk, während unsere Bande dem Müßiggang nachhing. Die Maulwurfine und der Delphin unterhielten sich angeregt über die neueste Zinssatzsenkung, der Grizzly stand auf Standby, Blacky strich um die Häuser und der Forscher forschte. Was forschte er ? Er versuchte Zusammenhänge herzustellen. Peng, wieder eine Zeitung eingepackt. Kaffee war jedenfalls genug da. Bernie redete dem Octopus ins Gewissen. Aber niemand glaubte noch ernsthaft daran, dass er seinen Zackenplanktonkonsum irgendwann reduzieren würde.

O.: hmmmm.
B.: hä ?
O.: lecker.
B.: denk dran.
O.: hä ?
B.: deine Synapsen.
O.: egal.
M.: wer will ‘nen Keks ?

Die Delphinfamilie hatte es tatsächlich geschafft, eine Kommunikationsmethode ohne Technik zu finden. Als die Dark Shadow sich ihrem Ziel näherte, es lag in Kalifornien, juckte Maurie’ s linke Augenbraue. Nein, niemand bemerkte, als die Windmühle in der Wüste niederging. Unsere Mannschaft begann die Erkundung. Zunächst also San Diego. Als es Nacht wurde, hatten sie eine Bar gefunden. Willie der Barmann schenkte einen nach dem anderen aus. Es gab auch Milch. Bernie jedoch war bei seinem geliebten Gerstensaft geblieben. Maurie hatte Feierabend. Ordnungsgemäß fuhr er den Rechner herunter und schaltete auch den Dreierstecker in der Küche aus. Von der Bar aus ging es zurück in die Windmühle. Die Com-Verbindung nach Hause stand. ‘Wann kommt Ihr zurück ?’ Krrrrk-krrrrk. Maurie wusste jedoch, dass alles in Ordnung war.

Kein Wunder, wir befanden uns im Tarnmodus.

sei’ s eingeschärft – Stimmenrausch 2014-12-04

John Brown, 155ster Todestag; Kevin Coyne, 10ter Todestag; Marinetti, vor 70 Jahren verstrahlt (2. Dezember)

ZEIT: Fühlen Sie sich an den Rand gedrängt?
Strauss: Wo anders soll man leben?

In der ästhetischen Entwicklung spielen Neuerungen keine bedeutende Rolle mehr. Ich selbst bin ein Transporteur, kein Neuerer. Vielleicht ist heute der Transporteur der Neuerer, das kann schon sein. Ich habe mich immer als einen empfunden, der durchdrungen ist von dem, was war, und es weiterträgt.

Ich versuche hin und wieder, verdeckte Quellen zu öffnen, die nicht den allgemeinen Literatur-Mustern entsprechen. Ich möchte beglaubigen, dass man aus vielen Stimmen heraus lebt. Das ist eine Frage der persönlichen Vorlieben und der Resonanz.

aus: ZEIT-Gespräch mit Botho Strauß (70) von Ulrich Greiner in Nr. 07/2003

So sehr wir auch durchtränkt sind von einer unnützen, lächerlichen und abergläubischen Ehrfurcht für unsere unsinnigen gesellschaftlichen Gebräuche, wird es doch vorkommen, daß Leute, die entweder grundsätzlich oder aus Neigung oder aus Temperament lasterhaft sind, glauben, daß es besser ist, sich dem Laster hinzugeben, als sich ihm zu widersetzen: Denn wie oft sehen sie nicht, daß Bösewichte für ihre Missetaten nur süßen Lohn ernten?

Marquis de Sade, zum 200sten Todestag; aus der Einleitung zu “Die Geschichte der Justine oder Die Nachteile der Tugend” (1791)
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Blacky

Blacky the cat kam inzwischen regelmäßig zu Besuch. Sie war immer ein gern gesehener Gast. ‘Ich bin die Freiheit.’ flüsterte sie. Bernie hatte drei Fragezeichen in den Augen. Über Freiheit pflegte er in der Regel schon lange nicht mehr nachzudenken. Nun, Blacky kam und ging, wann sie wollte. ‘Ich bin die Freiheit, die jedes Tier braucht. Abgesehen vom täglich Brot. Nun wollen wir es dem Grizzly erzählen. Geschichten vom Ozean. Geschichten vom Lagerfeuer und von durchgemachten Nächten. Von Pflicht, oh ja, aber auch von der anderen Zeit. Von der Einheit mit dem Universum, von Ratten, Sumpfdotterblumen, Elefanten, Orchideen, Gräbern, Festen und einsamen Zeiten allein in der Küche. Von Hoffnung, die erwacht. Von Fehlern, Versäumnissen, Missverständnissen, Taten, getrieben, und vom freien Willen, der wieder voll reinhaut. Am Leben zu sein scheint eine Schatzkiste voller Scheisse zu sein, wie der alte, längst vergriffene Science-Fiction-Autor Kilgore Trout sich auszudrücken pflegte, aber immerhin ist es einzigartig.’ Die Vision zog Bernie zu seinem Radiergummi. Mochte es möglich sein ??? Wie sollte er es bewerkstelligen, das zu fassen, was ihn von Blacky und vom Grizzly trennte ? Der Frosch, der sich soeben eine gedreht hatte, stellte eine Zwischenfrage. Woher, wenn nicht aus Büchern, hatte der Ameisenbär sein Wissen über den Herrn der Gezeiten gehabt ? Gewiss waren die alle in den Tiefen des Grizzly-Archivs gespeichert. Die Spinne stellte eine neue Theorie auf. ‘Der Grizzly ist eine Software-Hardware-Mischung. Blacky ist Geist. Erinnert Ihr Euch denn nicht ? Wir waren eine Mannschaft. Jeder zu seiner Zeit hat auf unserer Mission geholfen. Wir leben es. Was, wenn der Grizzly es schon längst gecheckt hat ? Man mag denken, er hat nur keine Lust, zu erwachen.’

Die Dark Shadow startete zu ihrem nächsten Flug, die Route war tief in der Matrix der Katze verborgen.

aber mit schmackes – Stimmenrausch 2014-12-02

Winston Churchill (140); Hans Krása, zum 115ten; Reinhold Ewald, 40ster Todestag, Ulrich Wildgruber, 15ter Todestag (30. November)
Karl Schmidt-Rottluff, zum 130sten; John Densmore, zum 70sten; Charly Körbel, zum 60sten; Abraham a Sancta Clara, 305ter Todestag; Alvin Ailey, 5ter Todestag (1. Dezember)

“Ich habe nie mehr sein wollen, als ein einfacher Soldat der großen Befreiungsarmee; ich habe in Reih und Glied gekämpft und meine Schuldigkeit getan, und die Namen der einfachen Soldaten werden bekanntlich nur in den Verlustlisten genannt.”

Rudolf Lavant, zum 160sten; z.n.w.

Wird es möglich sein, die Literatur vor der Sprache zu retten? Die Frage erscheint auf den ersten Blick absurd, nicht wahr? Doch sie pocht an unsere Tür. Das neue Jahrtausend und die Epoche des Wassermanns beginnen zweifellos im Zeichen des Ikonischen. Die moderne Kommunikation kürzt über das Zeichen die Wege ab, die die Sprache über Jahrtausende geebnet hat. Die Linearität des geschriebenen und gedruckten Worts ist nicht länger gefragt. Der Mensch wird gewahr, daß sich die geschriebene Sprache durch ihre Linearität von seinen Gedanken und Träumen unterscheidet, die nicht linear sind, die, in ständiger Bewegung begriffen, nach allen Seiten hin ausschlagen und sich verzweigen.

Milorad Pavic, zum 5ten Todestag, aus einem Essay in Die Zeit vom 22. April 1999, übertragen aus dem Serbischen von Bärbel Schulte
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für die nachwelt – Stimmenrausch 2014-11-30 #2

Gato Barbieri, zum 80(?)sten; Victor Ostrovsky, zum 65sten; Ernest Kaltenegger, zum 65sten; Cesare Beccaria, 220ster Todestag; Washington Irving, 155ster Todestag (28. November)

“I believe in a lively disrespect for most forms of authority.”

“Language exerts hidden power, like the moon on the tides.”

Rita Mae Brown, zum 70sten; common

Der Mond und der Schnee.
Ich lebe und betrachte das Schöne.
Das Jahr geht zu Ende.

Haiku-Interpretation von Nino Barbieri, z.n.w.

“So bin ich letztendlich nur diesem einen Pfad des Dichtens gefolgt, unbegabt, wie ich bin und ohne besondere Fertigkeit.” (1691)

zitiert nach Udo Wenzel

Matsuo Basho, zum 320sten Todestag

“Bin zwar von Beruf Schriftsteller – aber meine Existenz ist Mensch, Zeitgenosse, Zeuge, Zweifler, Glaubender, Verzweifelnder, Mitmacher, Weigerer, Liebender, Geliebt-werden-Möchtender, Hassender, Schaffender, Ehrgeiziger, guter Mensch, böser Mensch.”

Walter Matthias Diggelmann, zum 35sten Todestag; im Filmschauspiel “Die Selbstzerstörung des Walter M. Diggelmann” von Reni Mertens und Walter Marti (1972)

“Eure Pflicht wäre es gewesen, in allem die Weisheit einer Gesetzmäßigkeit zu sehen und an die Schönheit der Dinge zu glauben. Euch aber dürstete nach dem falschen Ehrgeiz einer großen, dekadenten Geste. Ihr wolltet nicht Lust, sondern Kitzel, nicht die Ruhe einer Arbeit, sondern die Überwindung einer Langeweile. Darum mißbrauchtet Ihr die einfachsten Beziehungen von Mensch zu Mensch, von Mensch zu Tier.”

“Das Eigentum seiner Seele ist der Krieg, der ewige Krieg, der Machtanspruch, die Gewißheit, etwas Besseres zu sein als alles andere Geschaffene und Gewordene. Alleinherrschaft, das ist sein Ziel, und er zertritt alles Lebendige, das nicht seine Gestalt hat. Er ist berufen, die große Zerstörung vorzubereiten.”

Hans Henny Jahnn, zum 55sten Todestag; zitiert nach Ulrich Greiner
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Datenflut

Als die Dark Shadow von ihrem Aufklärungsflug über Rio de Janeiro an die spanische Küste zurückgekehrt war, machte Maurie sich an die Auswertung des Experiments. Der Octopus dachte *wirklich* einigermaßen vernetzt. Der Grizzly spuckte eine Zeile nach der nächsten aus und Maurie hatte einige Mühe, die Datenflut zu ordnen. Den Octopus schien das alles weniger zu interessieren, er hatte alles so gemacht wie immer, inzwischen hatte er sich mit einem kühlen Getränk in die Küche zurückgezogen. Die Koordination seiner acht Arme mochte für alle anderen ein Phänomen sein, für ihn war das alles so normal wie Zähneputzen. ‘Weisst du, was sie suchen ?’ fragte er die Maulwurfine. ‘Seele, Bewusstsein, Gewahr-sein, ich weiss es doch auch nicht. Jedenfalls wollen sie, dass der Grizzly dazulernt. Er wird den Status Maschine hinter sich lassen’ antwortete sie. Der Octopus öffnete sich noch eins. ‘Weisst du noch, als wir dich befreit haben ? Dort ist etwas mit dir passiert.’ ‘Passiert, passiert’ sagte O. ‘dort ist nichts passiert. Dort passiert nie etwas. Sie werden nur aufbewahrt.’ ‘Während du Kaffees und Kippen zu dir genommen hast, hast du nachgedacht, willst du das leugnen ?’ ‘Aber ich bin zu keinem Schluss gekommen. Irgendwann begann ich zu handeln.’ ‘Aber wer oder was hat das veranlasst ? Hast Du etwas gelernt ? Wie können wir den Grizzly schlauer machen ? Was, wenn es irgendwo in deinem Bewusstsein schlummert und du es nicht einmal *weisst* ?’

Nach Auswertung aller Daten war der Grizzly in den Sleep-Modus gegangen.