hingestrecktes wild – Stimmenrausch 2014-10-24

Hans Lehnert, zum 115ten; Champion Jack Dupree, zum 105ten; Uli Stein, zum 60sten; Krsstana Iwanowa Janewa, 70ster Todestag; Oskar Werner, 30ster Todestag (23. Oktober)
Hertha Koenig, zum 130sten; Gustav Wied, 100ster Todestag; Otto Schmirgal, 70ster Todestag; Werner Seelenbinder, 70ster Todestag; Erich Wustmann, 20ster Todestag

»Aber gibt es denn in Paris nichts anderes, als nur ausgehaltene Frauen oder Schauspielerinnen?« fragte Armida enttäuscht.
»Wir kennen nur solche. Es gibt wohl auch anständige Frauen, aber die sind reich, das sind Töchter von Finanzleuten oder aus vornehmer Familie.«
»Aber was könnte denn eine Unglückliche ohne Mittel, die anständig bleiben will, in Paris anfangen?«
»Die müßte eine Stellung als Dienstmädchen oder Arbeiterin suchen, Dienstmädchen wäre noch vorzuziehen, den Arbeiterinnen geht es zu schlecht. Aber beide sind noch mehr verachtet, als die ausgehaltenen Mädchen und leben dabei in Armut: Sie endigen schließlich, indem sie sich doch der Schande preisgeben oder in Elend verfallen.«

Rétif de la Bretonne, zum 280sten; aus: “Zeitgenössinnen”, übersetzt von Heinrich Conrad
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Büro für Gute Worte – Abo pfeifer[at]stimmenrausch[dot]de

countwords_app.java

import java.io.*;
public class countwords_app {
public static void main (String[] args) {

String[] zeilenarray = new String[1000];
int i = 0;
int max = 0;
int j = 0;
int start = 0;
String[] hit = new String[1000];
int[][] liste = new int[1000][1000];
int zmax = 0;
int k = 0;
int[] help = new int[1000];
int l = 0;
int m = 0;

try {
BufferedReader in = new BufferedReader(new FileReader(“text.txt”));
String zeile = null;
while ((zeile = in.readLine()) != null) {
zeilenarray[i] = zeile;
i++;
}
} catch (IOException e) {
e.printStackTrace();
}
max = i;
for (i=0;i<max;i++) {
System.out.println(i+":"+zeilenarray[i]);
}
for (i=0;izmax) { zmax = zeilenarray[i].length(); }
for (j=0;j<zeilenarray[i].length();j++) {
if ((zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(" ")) ||
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals("-")) ||
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals("!")) ||
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(".")) ||
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(",")) ||
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(";")) ||
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals("'")) ||
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals('"')) ||
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(":")) ||
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals("”)) ||
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“=”)) ||
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“?”))) {
hit[l] = zeilenarray[i].substring(start,j);
liste[i][l] = hit[l].length();
l++;
start = j+1;
}
if ((j == zeilenarray[i].length()-1)&
(!((zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(” “))|
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“-“))|
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“!”))|
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“.”))|
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“,”))|
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“;”))|
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“‘”))|
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(‘”‘))|
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“:”))|
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“”))|
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“=”))|
(zeilenarray[i].substring(j,j+1).equals(“?”)))))
{
hit[l] = zeilenarray[i].substring(start,j+1);
liste[i][l] = hit[l].length();
l++;
}
}
}
for (k=1;k<(zmax*max);k++) {
for (i=0;i<max;i++) {
for (j=0;j<zeilenarray[i].length();j++) {
if (liste[i][j] == k) { help[k] = help[k] + 1; m++;}
}
}
}
for (k=1;k<(zmax*max);k++) {
if (help[k] != 0) { System.out.println("Length "+k+" , Sum "+help[k]); }
}
System.out.println("total sum "+m);
}
}

fuer den doc

Leidenschaftslos möchte ich vom fortschreitenden Genesungsprozess der letzten zwei Monate berichten. Zunächst einmal schloss ich meine Ausbildung mit dem Zertifikat ab. Im Folgenden absolvierte ich ein zweiwöchiges Praktikum in einer westfälischen Stadt. Ich habe mich dort für eine 15-16stündige Tätigkeit beworben.

Am 13.10. schließlich fing ich wieder in der WfbM an zu arbeiten. An diesem Tag bin ich mit der Medikation auf

Olanzapin 10-0-10-0
Fluanxol 10-0-10-0

gegangen. Diesbezüglich möchte ich mit Ihnen in eine fruchtbare Diskussion eintreten und Argumente austauschen. Zunächst jedoch ein Erfahrungsbericht.

In den ersten Tagen war kein bezeichnender Unterschied festzustellen. Ich schaffte es täglich, aber nicht immer pünktlich zur Arbeit. Ich bin ein fehlerbehaftetes Individuum.

Am Sonntag, den 19.10.2014 schlief ich tagsüber viel.

Am Montag, den 20.10. 2014 schlief ich nachts höchstens eine halbe Stunde (nächtlicher Kaffeekonsum).
Subjektiv kam es mir in dieser Zeit vor wie eine Erhöhung der Gefühlsbandweite. Ob dies mit einer Senkung der Stresstoleranz einhergeht, ist bisher noch unbekannt.

Dienstag tagsüber war ich auf der Arbeit körperlich anwesend, schaffte allerdings nicht viel.

Am Mittwochmorgen verschlief ich 4 Stunden lang.

Zu meinem Arbeitsalltag bleibt festzuhalten:

Montage, Verpackungs- und Frankieraufgaben
gelegentlich Bildschirmarbeit mit Serienbriefdruckfunktionen
die nackte Quantität betrachte ich als sekundär, eventuell sehen meine Chefs das anders
die Arbeitskollegen reichen von Fäkalproleten bis zu philosophisch begabten Schicksalsgenossen, auch Leute mit einer Suchtproblematik gehören dazu
es handelt sich um Arbeit ohne Produktionsdruck, da viele mit verminderter Stresstoleranz zu hadern haben
ich rauche durchschnittlich jede halbe Stunde, zu den Gruppenleitern besteht im wesentlichen ein Vertrauensverhältnis

Von Frühjahr 2012 bis jetzt war ich hervorragend medikamentös eingestellt, so dass ich die Arbeit gut geschafft habe. Die Arbeit hat tagesstrukturierende Aufgaben übernommen und ich betrachte mich als stabil.

Die Betreuung im Bewo ist rückgebaut worden.

Argumente
so wenig wie möglich aber so viel wie nötig
in 10-jähriger Zukunft möchte ich medikamentenfrei sein, ich stelle mir vor, in circa 2 Jahren auf 5-0-5-0/5-0-5-0 zu gehen und das noch einige Jahre einzunehmen
bitte beraten Sie mich professionell, ich werde dann entscheiden, ob ich mich Ihrem Urteil unterstellen kann
ich möchte nicht sediert werden
eine Gehirnstoffwechselstörung kann man nicht anfassen
gewiss schwanke ich manchmal zwischen depressiv und agressiv, bin jedoch nicht suizidal
es sind mindestens zwei Jobs in Aussicht, eventuell verbunden mit Umzug
vom Konzept der Endogenität scheint man sich verabschiedet zu haben, warum ?

ergötzet an sich – Stimmenrausch 2014-10-22

Sarah Bernhardt, zum 170sten; Otto Krayer, zum 115ten; Doris Lessing, zum 95sten; Oswald de Andrade, 60ster Todestag; Nadia Boulanger, 35ster Todestag

“Diese Haltung hat ihre Grundlage in meiner Auffassung von der Arbeit eines Schriftstellers. Ein Schriftsteller, der politisch oder literarisch Stellung nimmt, sollte nur mit den Mitteln handeln, die die seinen sind – mit dem geschriebenen Wort. Alle Auszeichnungen, die er erhält, können seine Leser einem Druck aussetzen, den ich für unerwünscht halte. Es ist nicht dasselbe, ob ich “Jean-Paul Sartre” oder “Jean-Paul Sartre, Nobelpreisträger” unterzeichne.”

zu seiner Ablehnung des Literaturnobelpreises vor 50 Jahren, zitiert nach Christian Linder

unwertes würde stammtischsozialdemokratie…

abfall, überschuß, verdorbenes, abgelaufenes, unverkäufliches
für den markt wertloses wird in deutschland selektiert
in containern isoliert, weggeschlossen und zum
transport in die vernichtung bereitgestellt
das erinnert an schlechte tradition
inzwischen gibt es den weg daran vorbei
lebensmittel werden teils als almosen entsorgt
migranten die vermehrt anfallen dürfen nicht arbeiten
sollen nach altbewährter sitte in dt. lagern konzentriert werden
wollen wir uns ganz schnell wieder daran gewöhnen
daß würdige unterbringung in blechcontainern
für unterversicherte, joblose, agrarsklaven
dem einheimischen prekarierpack
demnächst auf die art sichergestellt wird
um die kosten für steuerzahler zu minimieren
dann muß auch darin ein materieller & qualitativer
mindestabstand zu knackis, irren und halbtoten geboten sein
auch für studenten, rentner und als tourivergnügen
wird bei verknapptem wohnraum in der stadt
eine unterbringung im diogenes-blech
phasenweise eine sehr attraktive
alternative zu überholten ansprüchen
bei durchaus preiswerter lebensgestaltung
inmitten der leistungsträger unserer gesellschaft
als experimentierfeld mit künstlerischem ambiente empfohlen

ideologien wie nationalsozialismus, kapitalismus, faschismus, sozialdemokratie
bilden in den auswirkungen auf unsere gesinnung immer größere schnittmengen…
der interessierte lese zu den begriffen faulheit, freiheit, grundeinkommen den text von
Robert Schurz, promovierter Philosoph und praktizierender Psychotherapeut
http:​//www.​ndr.​de/ndrkultur/sendungen/glauben​ssachen/gsmanuskript678.pdf
—-Büro für Gute Worte – Abo pfeifer[at]stimmenrausch[dot]de​

wanderndes maskenspiel – Stimmenrausch 2014-10-21

Claire Waldoff, zum 130sten; François Truffaut, 30ster Todestag; Heinz Czechowski, 5ter Todestag

Kinderlied (1950!)

Der Tag ist schön
und die Nacht ist schön,
der Frühling kommt bald
und der Sommer auch,
und immer sind wir froh.

Der Herbst kommt in dem Leben.

Der Winter kommt in dem Leben.

Dann können die Kinder Schlitten fahren.

Und dann kommt Ostern,
und die Länder alle sieht man nicht.

Martin Roda Becher, zum 70sten; zit. n. Der Spiegel 27/1954

“Wie immer fühle ich aber auch eine endlose Traurigkeit, die meine Seele beschleicht, ein unbeschreibliches Verlangen nach etwas, das ich nicht in Worte fassen kann, Wehmut über ein Woanders, das ich nicht benennen kann.”

Isabelle Eberhardt, zum 110ten Todestag; z.n.w.

But then they danced down the streets like dingledodies, and I shambled after as I’ve been doing all my life after people who interest me, because the only people for me are the mad ones, the ones who are mad to live, mad to talk, mad to be saved, desirous of everything at the same time, the ones that never yawn or say a commonplace thing, but burn, burn, burn like fabulous yellow roman candles exploding like spiders across the stars and in the middle you see the blue centerlight pop and everybody goes ‘Awww!’

Jack Kerouac, zum 45sten Todestag; from: “On the Road” 1957
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Büro für Gute Worte – Abo pfeifer[at]stimmenrausch[dot]de

mini-cc

0. Studieren Sie die verschiedenen Datentypen

1. Schreiben Sie eine Eingabeklasse für int, double, String und char
[Zur Ausgabe genügt System.out.println()]

2. Machen Sie sich mit den Methoden der Zeichenkettenmanipulation vertraut

3. Verwenden Sie ein- und zweidimensionale Felder (Arrays)

4. Implementieren Sie verschiedene Datumsfunktionen

5. if/then/else, switch/case

6. Machen Sie sich mit den verschiedenen Arten von Schleifen vertraut

7. Üben Sie algorithmisches Denken

8. Gehen Sie schrittweise vor, beginnen Sie mit Pseudocode und/oder Struktogrammen

9. OOP

nach mustern der höhlenmalerei – Stimmenrausch 2014-10-20

Miguel Ángel Asturias, zum115ten; Eva-Maria Hagen, zum 80sten; Peter Tosh, zum 70sten; Henri Michaux, 30ster Todestag; Nathalie Sarraute, 15ter Todestag (19. Oktober)
John Dewey, zum 155sten

“Wenn die alten Schwachköpfe nicht zu einer völlig falschen Vorstellung vom Ich gelangten, brauchten wir heute nicht diese Millionen von Skeletten wegzukehren, die schon eine Ewigkeit immer neue Produkte ihres bornierten Verstandes anhäufen und sich deshalb Autoren nennen.”

Arthur Rimbaud, zum 160sten; gemein

und so wahr…

reime ziehen im trüben zinsfick

stößchen müller rotsalat
wer zieht die kuh vom eis
ich & du es ist müllers kuh
der stellt sie nun aufs gleis
supersexy randbebauung
so smart ist heißer scheiß
wohnungswirtschaft das bist du
was uns jetzte blüht das weiß
wer die tratte aufs ghetto zieht
hände schmieren geht so leis
müllers kuh gibt grauen quark
schau mal da den ganzen…
um den leni-riefenstahl-park
denn der balina sozi weiß
müller planiert den ganzen tag
seine stiere sind schon heiß
erwarten nächste personalie
rentenanwart & flughafengreis
und da bricht’s ab…
es fehlt der letzte Fleiß
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Büro für Gute Worte – Abo pfeifer[at]stimmenrausch[dot]de

gehirnfurz

Bernie hatte letzte Nacht wenig geschlafen. Früh um 9 klingelte es und der Forscher stand vor der Tür. Bernie lud ihn auf einen Kaffee ein und fuhr den Grizzly hoch. Der Forscher arbeitete an einem neuen Experiment. Die Details hierzu besprach er also mir Bernie, nur den Octopus, den sie für das Experiment benötigen würden, hatten sie noch nicht eingeweiht. Um herauszufinden, wie das Wetter war, schaute Bernie schlicht aus dem Fenster. Dann gingen sie auf einen Spaziergang. Mit den Wochentagen kam Bernie manchmal etwas durcheinander. Mehrere Hundehalter und ihre Vierbeiner begegneten ihnen. Bernie fühlte sich jedoch unbedingt und zu einhundert Prozent in Sicherheit. Wer ihn nicht kannte, hätte ihn bei Scientology vermutet, davon war er allerdings weit entfernt. Man würde ihn wohl Freidenker nennen. Was, wenn der Octopus sich sträuben würde ? Als sie heimkamen, legte Bernie Musik auf. Sie hielten alle Pläne schriftlich fest und fütterten den Grizzly damit. Vielleicht könnte der den Octopus emulieren ? Weil es um Bewusstsein ging, schien diese Möglichkeit nahezuliegen. Nein, Waffen oder Drogen würden sie nicht benötigen, lediglich etwas Neugier. Bald…..

einfach machen…

dieses Motto der Targobank habe ich soeben an exponierter Stelle aufgehängt. Zwei Wochen Praktikum in der Akutpsychiatrie und eine Woche Arbeit gegen eine Wand liegen hinter mir. Was lernt uns das ? Wohin wollen wir ? Warum sind keine Nudeln mehr da ? Ex-In ist weitläufig unbekannt. Erfahrungen, auch Krisenerfahrungen wollen gemacht und als Herausforderung begriffen werden. In Hamm spielt der Informationsfluß wohl eine Schlüsselrolle. Irgendwie ist jeder einzelne wichtig, aber Gemeinsamkeiten und Kategorisierungen sind zu verzeichnen und wollen analysiert werden. Die Zeit. Bei meiner momentanen Tätigkeit bekommt man ein ganz und gar seltsames Verhältnis zu ihr. Nackte Quantität der Arbeit ist unwichtig und mindestens sekundär. Was jedoch ist dann wichtig ? Eishockey wohl… Ernährung und Schlaf sind auch nicht zu vernachlässigen. Schließen wir dieses sinnfreie Posting mit einer Geschichte von Bernie: Ein unbändiger Freiheitswille prägte unser Biberratteneichhörnchen. Ein Kaffee. Als Bernie nach Hause kam, stand seine Tür weit offen und jemand hatte seine Dusche benutzt. Nicht, dass das weiter schlimm gewesen wäre, aber man hätte ja auch fragen können. Nachdem er zwei Brötchen gefrühstückt hatte und seiner Aufgabe als Netizen nachgekommen war, starrte er wieder seine Wände an. Musik. Er las im Logbuch. Der Farn kennzeichnete sein Fortkommen in dem Buch. Sein Fahrrad. Der Forscher. Irgendwie war es ihm fast schon wieder alles egal, aber das war ein Zustand, den er nur allzugut aus unzähligen Abenden und Nächten kannte. Ohne Montag kein Freitag und vice versa. Er würde kein größeres Aufhebens um den dösigen Tag machen. Ein kleiner Umtrunk hatte zu genügen. Er redete nicht drüber. Einfach machen…