work oct 2013

work paper october 2013 as following:
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Arbeit
Wohnen
Betreuung (gesetzlich)
Arzt
Familie
Experienced Involvement
Finanzen
Ausblick

Arbeit

Seit April 2013 arbeite ich Vollzeit. Am 13.05. 2013 bin ich in die Werbeabteilung der Firma gewechselt und werde dort auch bleiben, der Wechsel ist inzwischen auch offiziell vollzogen. Im Januar könnte ein Praktikum im Elektrobereich folgen, aber langfristig möchte ich im Werbeservice arbeiten. Die einzelnen Arbeiten sind manchmal etwas monoton. Über eine ganze Woche gesehen ist es aber deutlich abwechslungsreicher und komplexer als im Eingangsbereich, wo lediglich Montagearbeiten für die Firma Audioservice durchgeführt werden mussten. Inhaltlich fallen unterschiedliche Arbeiten an.

Adresserfassung Kronkorkenaktion Herforder Pils am Computer
Mailings falzen, eintüten, Adressaufkleber, Frankierung
Musterherstellung und Versand
Drucker- und Scanarbeiten
manuelle Nachbearbeitung von Artikeln
wechselnde Werbeaktionen
einfache Botengänge

Die Vollzeitarbeit stellt kein Problem mehr da. Die Pünktlichkeit lässt manchmal zu wünschen übrig, die Zuverlässigkeit, Sorgfalt und Qualität ist laut Rückmeldung gut. Disziplin und Anwesenheit müssen weiter gut beobachtet werden. Die Maßnahme ist bis zum 24.9. 2015 verlängert worden.

Wohnen

Die Bezüge im Betreuten Wohnen des Erlenwegs sind etwas lockerer geworden. Das liegt daran, dass ich nach Feierabend häufig keinen Bedarf mehr an Gesprächsangeboten habe. Nach dem Weckerklingeln lasse ich mir manchmal etwas Zeit über den geplanten Point-of-no-Return hinaus. Ab Oktober nehme ich wieder den Bus. Mit dem Bezugsbetreuer findet ein wöchentliches Treffen statt. Darüber hinaus gibt es einen wöchentlichen Alternativtermin und psychosoziale Angebote bei Bedarf. Zweifellos ist der Erlenweg seit März 2011 zu einem echten Zu Hause geworden, auch wenn die Wohnungen etwas hellhörig sind und die Wohnung bei Auszug wieder renoviert werden muss.

Gesetzliche Betreuung

Das Gericht wird bis zum 16.3. 2016 prüfen, ob die Betreuung aufrechterhalten werden muss.
Es finden monatliche Treffen statt. Das Verhältnis ist gut und von ausgeprägtem Vertrauen gekennzeichnet.

Arzt

Es finden turnusgemäß 6 Arztbesuche pro Jahr statt. Zusätzlich werden bei Bedarf Rezepte für die Regelmedikation ausgestellt und im Krankheitsfall Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausgestellt. Am 12.10. 2014 sollte die Medikation reduziert werden, und zwar auf
Zyprexa 10-0-10-0
Fluanxol 10-0-10-0
Des Weiteren muss das Blutbild regelmäßig kontrolliert werden. Nach dem Arbeitsende von Fr. Dr. Christiane Esdar wird die Zuständigkeit der Psychiatrischen Institutsambulanz aufrechterhalten.

Familie

Beide Elternteile sind berentet und altersentsprechend gesund und wohnen im Eigenheim. Es finden regelmäßige Telefonate und sporadische Besuche statt. Der Bruder hat eigene Familie (Freundin und Sohn). Der Kontakt ist nicht ausgeprägt. Die schlaflosen Nächte, die ich meiner Familie beigefügt habe, werden ad Akta gelegt. Vorsichtiger Optimismus, was das Verhältnis angeht, ist angezeigt. Vater und Mutter sind Mitte siebzig, der Bruder Anfang vierzig.

Experienced Involvement

Die Teilnahme von Oktober 2013 bis September 2014 ist bestätigt worden. Zwei Praktika müssen absolviert werden. Die Finanzierung ist noch etwas wackelig und obliegt der Bearbeitung beim LWL, stellt jedoch kein größeres Problem dar. Es bleibt zu hoffen, dass der Patient (also ich) die notwendige Abstraktionsfähigkeit aufweist, um von den eigenen Problemen Abstand zu nehmen und den jeweiligen Klienten ins Zentrum zu stellen. Ob eine berufliche Perspektive sich öffnet bleibt abzuwarten. Da die Grenze zwischen Fortbildung und Selbsthilfegruppe nicht klar gezogen werden kann ist mit einem positiven Effekt was die Krankheitseinsichtigkeit und die Compliance angeht zu rechnen. In der WfbM kann keine Freistellung für die Seminarzeiten und die Praktika erwirkt werden, somit ist eigener Urlaub für diese Zeiten zu verbrauchen. Ein Krisenplan, der über die bestehende Behandlungsvereinbarung hinausgeht wurde erarbeitet, so dass eventuelle Stolpersteine und Unsicherheiten zuversichtlich abgefedert werden können.

Finanzen

Ich beziehe KEINE Sozialhilfe sondern finanziere mich von Übergangsgeld, das als Tagesgeld ausgezahlt wird, Wohngeld und Rente. Das bedeutet, dass ich meine Miete und meine Fixkosten selbst aufbringen kann, soll, muss und darf. Über Fixkosten und variable Kosten wird am Computer Buch geführt. Da ich starker Raucher bin (vier Pakete / Woche entspricht 120 € / Monat) geht ein Monat meistens +/- 0 aus. Bei finanziellen Engpässen, also wenn die Kalkulation nicht eingehalten werden kann, springt die Familie ein, so dass ich keine Not leiden muss. Vor einem eventuellen Umzug nach Bielefeld ist also unumgänglich ein Job von Nöten, der verhindert, dass die neue Wohnung von Staatsmitteln bezahlt werden muss.

Ausblick

Ein Ausblick erscheint schwierig und gewagt. An dieser Stelle möchte ich ein, drei und fünf Jahre in die Zukunft blicken.

Jahresplan

Die Experienced Involvement – Maßnahme wird erfolgreich abgeschlossen. Ich wechsele in den Arbeitsbereich des Industrieservice Radewig.

3 – Jahresplan

Ich stabilisiere mich so weit, dass ich eine Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt ausüben kann

5 – Jahresplan

Umzug nach Bielefeld

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home

Sternzeit 1012,6

Von Zeit zu Zeit konnte Bernie seine vier Wände nicht mehr ertragen. Dann ging er saufen, machte eine Clubtour und lag am nächsten Morgen im Bett wie ein Stein. Das Therapeutenpack wäre damit sicherlich nicht einverstanden gewesen. Es gab drei – nein genauer gesagt vier Plätze, an denen er sich in seinem Singleappartment aufhielt : Sein Sessel, sein Rechner und sein Bett. Der vierte Platz findet hier keine Erwähnung. Allein verbrachte er Woche um Woche in der Werbeagentur. Wenn er einen Ausbruchsversuch machte, schrieb der Arzt ihn zuverlässig krank. Und nun, ja nun musste er eine Leiche loswerden. Er setzte seine Wohnung in Brand und machte die Düse. Da unzählige Leute herumliefen, die ihm in der Stunde der Not sicherlich helfen würden, hatte er bereits einen Plan. Es würde keine Woche dauern und er hätte eine neue Bleibe. Nun folgt ein kleiner Kunstgriff des Autors. Wir schalten ein Jahr zurück in die Vergangenheit und beobachten, wie Bernie zum Mörder wurde.

Sternzeit 0641,3

Oktober. Bernie arbeitete halbtags. Irgendwie ging es. Busfahren war zwar ätzend, aber Bernie pflegte seine Jahre in eine Sommer- und eine Wintersaison einzuteilen. Die Sommersaison begann im März, die Wintersaison im Oktober. Auf der Arbeit war es kaum auszuhalten. Das lag nur zum Teil an den Gesprächen in den Raucherpausen. Aber wie gesagt, irgendwie ging es. Ein Biotop, ja das war es. Das Tierheim war nicht viel besser, aber mit den Wärtern konnte man sich zur Not arrangieren. Jedoch trotz allem, und wie gesagt : irgendwie ging es. Die Firma hiess ISR und machte Auftragsfertigungen für Hörgeräte der Marke Siemens Audioservice. Oh ja, es gab Sozialarbeiter. Und jede Menge Freaks. Aber um es zu wiederholen : irgendwie ging es. Jawohl.

street credibility

Sternzeit 1011,9

Ein kleines schwarzes Loch, aus dem ein rotes Rinnsal rann, prangte in Günther’ s Stirn. Bernie hatte keinen anderen Ausweg mehr gesehen. Einmal Drogenszene, immer Drogenszene. Wie es um Bernie’ s Street Credibility bestellt ist, sollten andere beurteilen. Er jedenfalls hatte nun seinen alten Widersacher umgebracht. Kurz und schmerzlos, aber mausetot. Zu lange war er gepeinigt worden. Die Bürokratenkacker mochten ihm eine Anklage zimmern, ihr könnt mir glauben, das kümmerte Bernie nicht das Schwarze unter dem Fingernagel. Seit fast zwei Jahrzehnten schlug Bernie sich jetzt mit den Laberärschen herum. Das Schlimme an den Scientology- und Therapieheinis war….

In seinem betreuten Tierheim ging es folgendermaßen zu:
….
In der Werbeagentur war der Krankenstand überdurchschnittlich
….
Seine Familie wollte….
….
Im Bus und im Supermarkt geschah….
….
Wenn er allein war….
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Vervollständigen wir o.g. Sätze.
1. Die Hälfte von uns schaukelte die Eierstöcke.
2. Eine stupidere Arbeit konnte man sich nicht vorstellen.
3. Er wurde unter unmenschlichen moralischen Druck gestellt.
4. Die beschissenen Scheisspenner lachten ihn in der Regel aus.
5. Sein Hobby war Masturbation mit einem Cockring.
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pünktlich erschien er zur Arbeit.

A*

Sternzeit 1010,7

Mein lieber Günther, bitte lass Bernie in Ruhe. Du hast ihn jetzt lange genug gepeinigt. Seit geschlagenen siebzehn Jahren kämpft das arme Tier mit Dir. Auch wenn die Schlägertruppe seit 6 Jahren überfällig ist und Bernie beinahe täglich damit rechnet, so kannst Du doch endlich einsehen, dass das alles nirgendwohin führt. Deine Versuchungen liegen täglich auf dem Weg und Bernie hat genug damit zu tun, seine tägliche Arbeit in der Werbeagentur zu verrichten. Er hat gewiss eine weltweite Biberratteneichhörnchenfamilie, er weiss es nur noch nicht. Die Werkssirene kündigt den Beginn eines langen Arbeitstages an. Was denkst Du Dir dabei, Du Arschloch ? Wenn Du wissen willst, wie es im Knast ist, dann begeh Deine Verbrechen doch selbst ! Bernie hängt gewiss etwas in den Seilen, aber er hat genug Therapieerfahrung auf dem Buckel um zu wissen, dass man für eine tägliche Arbeit – und sei sie noch so stupide – dankbar sein muss. Die endlosen Kaffees, die endlosen Zigaretten, die endlosen Flure die er hinauf- und hinuntergewandert ist haben ihn zu dem Tier gemacht, das er heute ist. Wenn man seine Feierabende schon nicht zu zweit verbringt, so lass ihm in drei Teufels Namen sein Feierabendbierchen. Nicht genug, dass die ewige Sinnfrage nirgendwohin führt, kommst Du ihm auch noch mit komischen Ideen um die Ecke. Der Herbst beginnt und es wird gemütlich in den Wohnungen. Auch wenn Bernie’ s ihm manchmal wie eine Zelle vorkommt, so hat er doch dort wenigstens das kleine bißchen Freiheit, die jedes Tier braucht. Elektrische Gitarren sind auch viel mutmachender als Bilanzsuizide. Er ist über den Rand und zurück und das war eine Menge Arbeit.

Also Günther, zum letzten Mal und mit loveandpeaceandempathy, belästige gefälligst deinen eigenen Arsch.

ewing

dangerous effects / work paper october 2013

startime 1009,3

why does everybody rip everybody else off ? yes, I have a drug past and yes I still drink beer from time to time. but not on a sunday at 8 a.m. Bernie the rat went back to bed. there he could hang along and make up some philosophical questions. he was not an esoteric guy but a mixture between communist and anarchist. his job in the agency was quite boring.
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‘master, show me how to walk a peaceful path.’, he thought by himself. lets fire up some dub music !
….
weekend, clean, sober
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work paper october 2013 as following:
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Arbeit
Wohnen
Betreuung (gesetzlich)
Arzt
Familie
Experienced Involvement
Finanzen
Ausblick

Arbeit

Seit April 2013 arbeite ich Vollzeit. Am 13.05. 2013 bin ich in die Werbeabteilung der Firma gewechselt und werde dort auch bleiben, der Wechsel ist inzwischen auch offiziell vollzogen. Im Januar könnte ein Praktikum im Elektrobereich folgen, aber langfristig möchte ich im Werbeservice arbeiten. Die einzelnen Arbeiten sind manchmal etwas monoton. Über eine ganze Woche gesehen ist es aber deutlich abwechslungsreicher und komplexer als im Eingangsbereich, wo lediglich Montagearbeiten für die Firma Audioservice durchgeführt werden mussten. Inhaltlich fallen unterschiedliche Arbeiten an.

Adresserfassung Kronkorkenaktion Herforder Pils am Computer
Mailings falzen, eintüten, Adressaufkleber, Frankierung
Musterherstellung und Versand
Drucker- und Scanarbeiten
manuelle Nachbearbeitung von Artikeln
wechselnde Werbeaktionen
einfache Botengänge

Die Vollzeitarbeit stellt kein Problem mehr da. Die Pünktlichkeit lässt manchmal zu wünschen übrig, die Zuverlässigkeit, Sorgfalt und Qualität ist laut Rückmeldung gut. Disziplin und Anwesenheit müssen weiter gut beobachtet werden. Die Maßnahme ist bis zum 24.9. 2015 verlängert worden.

Wohnen

Die Bezüge im Betreuten Wohnen des Erlenwegs sind etwas lockerer geworden. Das liegt daran, dass ich nach Feierabend häufig keinen Bedarf mehr an Gesprächsangeboten habe. Nach dem Weckerklingeln lasse ich mir manchmal etwas Zeit über den geplanten Point-of-no-Return hinaus. Ab Oktober nehme ich wieder den Bus. Mit dem Bezugsbetreuer findet ein wöchentliches Treffen statt. Darüber hinaus gibt es einen wöchentlichen Alternativtermin und psychosoziale Angebote bei Bedarf. Zweifellos ist der Erlenweg seit März 2011 zu einem echten Zu Hause geworden, auch wenn die Wohnungen etwas hellhörig sind und die Wohnung bei Auszug wieder renoviert werden muss.

Gesetzliche Betreuung

Das Gericht wird bis zum 16.3. 2016 prüfen, ob die Betreuung aufrechterhalten werden muss.
Es finden monatliche Treffen statt. Das Verhältnis ist gut und von ausgeprägtem Vertrauen gekennzeichnet.

Arzt

Es finden turnusgemäß 6 Arztbesuche pro Jahr statt. Zusätzlich werden bei Bedarf Rezepte für die Regelmedikation ausgestellt und im Krankheitsfall Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausgestellt. Am 12.10. 2014 sollte die Medikation reduziert werden, und zwar auf
Zyprexa 10-0-10-0
Fluanxol 10-0-10-0
Des Weiteren muss das Blutbild regelmäßig kontrolliert werden. Nach dem Arbeitsende von Fr. Dr. Christiane Esdar wird die Zuständigkeit der Psychiatrischen Institutsambulanz aufrechterhalten.

Familie

Beide Elternteile sind berentet und altersentsprechend gesund und wohnen im Eigenheim. Es finden regelmäßige Telefonate und sporadische Besuche statt. Der Bruder hat eigene Familie (Freundin und Sohn). Der Kontakt ist nicht ausgeprägt. Die schlaflosen Nächte, die ich meiner Familie beigefügt habe, werden ad Akta gelegt. Vorsichtiger Optimismus, was das Verhältnis angeht, ist angezeigt. Vater und Mutter sind Mitte siebzig, der Bruder Anfang vierzig.

Experienced Involvement

Die Teilnahme von Oktober 2013 bis September 2014 ist bestätigt worden. Zwei Praktika müssen absolviert werden. Die Finanzierung ist noch etwas wackelig und obliegt der Bearbeitung beim LWL, stellt jedoch kein größeres Problem dar. Es bleibt zu hoffen, dass der Patient (also ich) die notwendige Abstraktionsfähigkeit aufweist, um von den eigenen Problemen Abstand zu nehmen und den jeweiligen Klienten ins Zentrum zu stellen. Ob eine berufliche Perspektive sich öffnet bleibt abzuwarten. Da die Grenze zwischen Fortbildung und Selbsthilfegruppe nicht klar gezogen werden kann ist mit einem positiven Effekt was die Krankheitseinsichtigkeit und die Compliance angeht zu rechnen. In der WfbM kann keine Freistellung für die Seminarzeiten und die Praktika erwirkt werden, somit ist eigener Urlaub für diese Zeiten zu verbrauchen. Ein Krisenplan, der über die bestehende Behandlungsvereinbarung hinausgeht wurde erarbeitet, so dass eventuelle Stolpersteine und Unsicherheiten zuversichtlich abgefedert werden können.

Finanzen

Ich beziehe KEINE Sozialhilfe sondern finanziere mich von Übergangsgeld, das als Tagesgeld ausgezahlt wird, Wohngeld und Rente. Das bedeutet, dass ich meine Miete und meine Fixkosten selbst aufbringen kann, soll, muss und darf. Über Fixkosten und variable Kosten wird am Computer Buch geführt. Da ich starker Raucher bin (vier Pakete / Woche entspricht 120 € / Monat) geht ein Monat meistens +/- 0 aus. Bei finanziellen Engpässen, also wenn die Kalkulation nicht eingehalten werden kann, springt die Familie ein, so dass ich keine Not leiden muss. Vor einem eventuellen Umzug nach Bielefeld ist also unumgänglich ein Job von Nöten, der verhindert, dass die neue Wohnung von Staatsmitteln bezahlt werden muss.

Ausblick

Ein Ausblick erscheint schwierig und gewagt. An dieser Stelle möchte ich ein, drei und fünf Jahre in die Zukunft blicken.

Jahresplan

Die Experienced Involvement – Maßnahme wird erfolgreich abgeschlossen. Ich wechsele in den Arbeitsbereich des Industrieservice Radewig.

3 – Jahresplan

Ich stabilisiere mich so weit, dass ich eine Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt ausüben kann

5 – Jahresplan

Umzug nach Bielefeld

P.S.: Alles Gute für den weiteren Weg, zu Händen des Nachfolgers / der Nachfolgerin. Wann ist Deadline ?
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and then again : why do this ? and why not ?
open source life.
….
—-ewing

1, 2 oder 3

Sternzeit 1007,2

Bernie hatte schwer gesoffen. Als letztes, nachdem sein Besuch gegangen war und bevor er auf seine Matratze fiel, hatte er sich noch die Zähne geputzt. Er fiel in unruhige Träume. Um 5 Uhr 30 schellte seine Werkssirene, die ihm den bevorstehenden Montag ankündigte. Er torkelte aus dem Bett unter die Dusche, rasierte sich und nahm die U-Bahn zur Arbeit. Die Werbeagentur hatte viel zu tun. Neue politische Kampagnen wollten ausgedacht und nichtsnutzige Produkte wollten beworben werden. Das Betriebsklima war gut, auch wenn die Abteilung sich 2 Desktoprechner zu acht oder neunt teilen mussten. Gewiss, es war ein typischer ‘Blue Monday’ und 3 Kollegen waren gar nicht erst erschienen. So formulierte er in einem Tür- und Angelgespräch seine weiteren Ziele. Primär war das Anwesenheit, sekundär Sorgfalt und schliesslich als Tertiärziel die nackte Quantität des Arbeitspensums. Bernie, das Biberratteneichhörnchen und seine Nagerkollegen wollten sich nicht länger als Raucher und Nichtraucher auseinanderdividieren lassen. Es unterschied ja auch niemand zwischen Fussgängern, Bus- oder Fahrradfahrern. Vegetariern oder fleischfressenden Pflanzen. Wählern und Nichtwählern. Gesunden und Kranken. Rechts- oder Linkshändern oder Menschen mit oder ohne Sonnenbrille. Ein jeder hatte seinen Platz. Trotzdem war er an diesem Montag ganz besonders froh, als endlich der Feierabend nahte. Hatte er doch noch etwas zu regeln. Sein Leben hing inzwischen nur noch an einem seidenen Faden, aber er liess sich seine Träumereien nicht ausreden. Er wollte zurück in die Wildnis. Das ging nunmal nur mit Hilfe. Also fasste er das Monster der Korruption bei der Hand und bereitete sich auf seine Fortbildung vor. Wie bediene ich mein Telefon, während das Radio läuft ? Was mache ich, wenn ich am Zehnten keine Ravioli mehr habe ? Wie tippe ich mein Passwort ein, ohne den Blick vom Monitor zu wenden ? Wie werde ich dieses bescheuerte Facebook los ? Wie öffne ich mir beim Fahrradfahren einen Apfelsaft ?

Zu Hause angekommen, musste er sich schon wieder vor den Betreuern des Tierheims rechtfertigen. Als wenn nicht alles schon schlimm genug wäre… Der Dienstag würde kommen. Und am Freitag würde er wieder in seinem Sessel sitzen.

Die nächste Stufe des Erwachens

Sternzeit 1004,8

Bernie hatte einige Jahre geschlafen. Als er seine Tätigkeit in einer Werbeagentur begann, fühlte er sich, als sei er aus einem langen Winterschlaf erwacht. Gewiss, er trank Bier. Gewiss, er rauchte marrokanischen Minztee. Gewiss, er wurde zu leicht wütend und gewiss, seine Sexualität war vollkommen verkorkst, er war nämlich Single. Die verflossenen Eichhörnchen lebten über den Planeten verstreut. Aber er hatte zu so etwas wie einem ‘Leben’ gefunden. Zwar lebte er in einem betreuten Tierheim, aber das hiess nicht, das er sein Gehirn an der Garderobe abgegeben hatte. Nun hatte also die nächste Stufe zu folgen. Das war die Pünktlichkeit und die Zuverlässigkeit. Allzu oft gewann noch Günther, sein innerer Schweinehund, wenn er sich morgens aus dem Bett quälen musste. Zwar musste man ihm zugestehen, dass die Werbeagenturtätigkeit nicht die allzu motivierendste war, musste er doch manchmal lediglich einfache Datenerfassungstätigkeiten durchführen und dann wieder Briefe adressieren und frankieren, aber schliesslich hatte er auch etwas von dem Job. Seine Tage waren in der Regel gut strukturiert. Manchmal lebte er einfach so für den Moment, aber gewiss hatte er einen größeren Plan von seiner Zukunft. Er wollte raus aus dem Tierheim und zurück ausgewildert werden. An dieser Stelle bald mehr von Bernie.

Die Qual der Wahl

Sternzeit 0999,5 fünf vor zwölf

Bernie das Biberratteneichhörnchen war aufgerufen, als verantwortlicher Staatsbürger des Tierreichs seine Stimme abzugeben. Nun verhielt es sich leider so, dass man lediglich das geringste von allen möglichen Übeln wählen konnte. Das war natürlich doof und unglücklich, aber gar nicht erst hinzugehen würde bedeuten, die Entscheidung den anderen zu überlassen. Zwar gab es diverse Wahl-o-maten und Entscheidungshilfen, aber die waren nur den Privilegierten mit einem Internetanschluss zugänglich. Davon war Bernie als obdachloser Sozialhilfeempfänger aber weit entfernt. Also überlegte er, wer ihm wohl ein zusätzliches Brötchen verschaffen könnte und wer am ehesten für Frieden und Gerechtigkeit sorgen könnte. Normalerweise war er sowieso dagegen. Also traf er seine Entscheidung erst in der Wahlkabine. Um 17hundert und eine halbe Stunde stand er also in der für ihn zuständigen Schule und las den Zettel. Mit den meisten Namen konnte er überhaupt nichts anfangen. Die Stimme ungültig zu machen schied völlig aus und einer rechten Splittergruppe wollte er nicht helfen. Da auch die diversen Spaßparteien ausschieden und er in der Bäckerei vor ein paar Tagen von einer neuartigen Stimmabgabemöglichkeit gehört hatte, drückte er also den Knopf in der virtuellen Wahlkabine, der seiner Stimme 90 Prozent Brötchenzuschlag verschaffen würde. Zufrieden kaufte er sich eine Tüte Chips und ein Sixpack und knallte sich vor den Fernseher im Arbeitslosenzentrum. Nun würde endlich alles gut werden.

Naturgemäß musste es zwei oder drei mehr von seiner Sorte geben, aber wo waren die bloß alle ?

Land in Sicht

Sternzeit 0993,8

Die Fledermaus kehrte von ihrem Aufklärungsflug zurück und meldete : ‘Land in Sicht.’ Da begannen wir plötzlich alle, aktiv zu werden. Die Giraffe versuchte, auszurechnen, wo wir wohl waren. Es musste sich um die norwegische Küste handeln. Die Spinne rief : ‘Halleluja, halleluja’, der Octopus drehte ein wenig lauter und die Delphine machten Luftsprünge. Der Frosch zog die Fockschot an, weil wir ein wenig härter am Wind bleiben mussten, nur der Ameisenbär schaute etwas mürrisch drein. Der Frosch legte die Fender aus, der Bär leitete das Anlegemanöver ein und der Frosch sprang mit der Festmacherleine an Land, um sie um einen Poller zu wickeln. Am Strand stand ein Mann mit einem Zylinder und ein weiterer, jüngerer Mann mit einem Bart, der jonglierte. Wir waren alle sehr aufgeregt, aber die beiden schienen uns lediglich herzlich begrüßen zu wollen. Der Sohn nahm einen weiteren Ball hinzu, nun jonglierte er mit vieren und der Herr der Gezeiten nahm seinen Zylinder ab und drehte ihn um. Heraus kam eine Taube. Sie war weiss und flog davon. ‘Meine Kinder, da seid ihr ja.’ sagte der Herr der Gezeiten. ‘Ihr habt den Geist gesehen.’ ‘Supiiii’ sagte der Sohn. Wir gingen an Land, um ein Fischbrötchen zu essen. Heute würde Vollmond sein. Wir sind am Ziel.