self esteem

startime 1455,7

Mauritius Niederhol kam nach Hause und schaltete Musik an. Er war auf einer Experimentalversammlung gewesen, in der es um Respekt und Achtsamkeit ging. In der Realität lief es meistens anders, er hatte seine Stimmen, die ihn fertigmachten noch nicht zu Ende domestiziert. Gut zwanzig Leute hatten sich getroffen, um einen Unterschied zu machen zu den Negativisten. Das war zwar lobenswert, die Selbsterforschung war allerdings ein Experiment, dessen Ausgang völlig unklar war. Gewiss, sie hatten genug zu essen und zu trinken, aber manche von ihnen hatten weder Geld noch Job. Deshalb versuchten sie immer wieder, sich gegenseitig Mut zuzusprechen. Gelacht wurde auch ab und zu, gewiss. Manche hatten Filter im Kopf. So wie der Kopf meistens überschätzt wurde. Kopf, Bauch und Herz reden mit lauter Stimme am Wesentlichen vorbei. Es handelte sich um eine seminarartige Fortbildung, die als Pilotprojekt und Experiment angesehen werden musste. Musste, was red’ ich. Die meisten kamen gern. Im Laufe der Zeit waren es schon ein paar weniger geworden. Nachdem er die Nachbereitung abgeschlossen hatte, drehte er einen Zacken lauter. Auf die Band aus Trondheim, Norwegen freute er sich schon. Bekannte Gesichter wiedersehen. Maurie machte seinen Job so gut er es eben hinbekam. Die Windmühlenreise hatte seinen Horizont tatsächlich erweitert. Maurie, hörst Du mich ? Beginne deine nächste Reise. Auf welchen Stern möchtest du jetzt ? Lass dir sagen, ich warte zu Hause auf dich, egal wie weit du gefahren sein wirst. Du wirst es finden.

Der geraubte Planet

Es war einmal ein kleiner, blau-grüner Planet. Der befand sich seit mehreren hunderttausend Jahren, wenn nicht länger, einigermaßen im Gleichgewicht. Dann begann eine Bande von Machtmenschen und Profiteuren, ihn langsam aber sicher zu versklaven. Sie dachten sich perfide Methoden aus, Krieg zu führen und den Planeten seiner natürlichen Ressourcen zu berauben. Die Masse seiner Bewohner war damit unzufrieden und hätte die Bande der Kriegstreiber und Ausbeuter gerne zum Teufel gejagt. Nun hatten sie sich unglücklicherweise selbst in weiten Teilen der Kontinente eine Regierungsform gegeben, die sich ‘Demokratie’ nannte. Hierbei handelte es sich um eine Staatsform, die die alten Griechen erfunden hatten und in der – zumindest auf dem Papier – alle Gewalt vom Volke ausgeht. Hierbei handelte es sich nicht um Gewalt im Sinne von Brutalität sondern Gewalt im Sinne von Macht. Vielleicht hätte das ihnen jemand sagen sollen. Ein entscheidendes Momentum der Demokratie war die Gewaltenteilung. Legislative, Judikative und Exekutive waren leider für die meisten seiner Bewohner Fremdworte. Nun gab es eine gewisse Periode der Aufklärung. Das war lange her, weit bevor der Planet begonnen hatte, sich exponentiell zu entwickeln. In dieser Periode wurde das Wissen, das die Menschen hatten, umverteilt. Wenige Gebildete klärten die Masse der Menschen über ihre Rechte und Pflichten auf. Nun bin ich kein Historiker, sondern Informatiker, Schraubenzähler, Drucker, Monteur, Hilfsarbeiter und denkender Mitmensch. Und auch ich kenne keine Alternative zur Demokratie.

An dieser Stelle darum nur nocheinmal die drei Maximen der französischen Revolution von 1789 und ein Spontispruch der Achtziger Jahre.

Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit.

Wenn jeder die Gesamtheit seiner Mitmenschen bei seinen Handlungsweisen mit ins Kalkül zieht, gelingt es uns – vielleicht – ich bin geneigt zu sagen viiiiiiieeeeeeelleicht – noch, das Ruder umzuwerfen. Ansonsten wird der Planet es auf seine Art und Weise regeln : Survival of the fittest. Und glaubt mir, die Kakerlaken sind fitter als wir.

—-
Think global, act local.

People

People don’ t know their true Power

untitled

Was zählt der Augenblick,
wenn es eine Ewigkeit dauert,
den Schmerz zu verwinden ?

Was zählt ein süßer Kuß,
wenn die Zeit danach
unendlich bitter schmeckt ?

Was zählt das Feuer einer Nacht,
wenn die Tage danach
eisig und kalt sind ?

Was zählt das Wort,
wenn die Taten
eine andere Geschichte erzählen ?

Was zählen die Taten,
wenn die Worte
sie zunichte machen ?

Was zählt die Geborgenheit,
wenn Einsamkeit
sie ummantelt ?

Was nährt die Hoffnung,
wenn die Realität
sie zerstört ?

Warum eine kranke Seele pflegen,
um sie dann
dem Alleinsein zu überlassen ?

Warum sich klammern
an eine längst verlorene Sache ?

FORTSETZUNG

Es zählt alles
Es zählt,
weil es uns am Leben erhält.

Der Augenblick zählt,
weil er die Vergangenheit reicher macht.

Der Augenblick zählt,
weil er der Phantasie Flügel verleiht.

Der Augenblick zählt,
weil er alles ist,
was wir besitzen.

Der Augenblick zählt,
weil er alles ist,
was wir in diesem Augenblick besitzen.

Der Augenblick ist das Fundament der Gefühle.

Der Augenblick ist vielleicht der letzte Schritt.

Der Augenblick ist vielleicht der letzte Eindruck,
den Du bei mir hinterläßt,
bevor Du gehst.

Der Augenblick ist es,
den ich als Bild von Dir behalten möchte.

A.S., AD2003

Another Life

Revenge is like any other religion: There’ s always a lot more preaching than there is practicing. And most of the preaching is about what not to practice.
“Vengeance is mine” translates to: “It is not yours.” The karma-peddlers will tell you how doing nothing is doing the right thing, reciting “What goes around comes around” in that heavy-gravity tone reserved for the kind of ancient wisdom you always find in comic books.
Every TV “counselor”, every self-help expert, every latte-slurping guru…they all chant some version of the same mantra: “Revenge never solves anything.”
Their favorite psalm is Forgiveness. And their hymn books are always open to the same page.
Get it ? When you crawl away, you’ re not being a punk; you’ re just letting the cosmos handle your business. Whoever hurt you, they’ ll get theirs, don’ t worry. Just have a little faith.

Down here, we see it different. We don’ t count on karma. But you can count on this: hurt one of us, we’ re all coming for you.

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Beginning of “Another Life” by Andrew H. Vachss

Anmerkungen eines beinahe abgestumpften Beobachters – Arbeit und Pussy Riot

Also vor dem Tagwerk noch ein kurzer offener Brief an die Verantwortlichen. Liebe Arbeitsministerin Leinen, was Sie machen, grenzt jawohl an Verhöhnung der Arbeitslosen. Sie schwafeln von Erfolgen auf dem Arbeitsmarkt, dabei haben wir in Wirklichkeit nicht 4 sondern 7 Millionen Arbeitslose, wenn man all die Menschen mitzählt, die in einer Maßnahme Karten spielen. Statistiken frisieren können Sie offenbar gut. Sie haben jeglichen Kontakt zur Realität verloren.

Herr Putin, falls Sie wirklich Deutsch können, wie gerüchteweise kolportiert, müssen auch Sie sich unbequeme Fragen gefallen lassen. In einer demokratischen Regierung sollte ein einzelner Mensch nicht länger als zwei Wahlperioden nacheinander an der Macht sein dürfen. Pussy Riot sind wahrscheinlich eher nicht im Namen von Jesus Christus aufgetreten, aber das werden sie wahrscheinlich auch nicht behauptet haben. Die Wegsperrung von unbequemen Gegnern in politischen Prozessen ist jedenfalls nicht hinnehmbar.

Sorgen Sie bitte für die Freilassung.

Nicht dass ich ohne Fehler wäre oder den ersten Stein werfen wollte, aber ich mache jeden Tag meine Arbeit mit minimaler Verantwortung und stehe nicht in politischer [Verantwortung]. Vielleicht sollte ich dazusagen, zum Glück.

P.S.: Sie haben jawohl den Schuss nicht gehört.

P.P.S.: Irgendjemand muss es Ihnen ja mal sagen, Sie haben doch jeglichen Kontakt zur Realität verloren, befragen Sie mal die ‘Generation Praktikum’, wie der Spiegel vor einigen Jahren titelte.

P.P.P.S: Percy spielt Samstagabend, soweit ich weiss.

job

searching for meaning and joy we find frustration and disappointment. so, at least from friday to monday we can say : fuck off. I admit, having a job is gradual better than being jobless for five years. I’ m taking the fucking pills like a clockwatch. even vitamins. the money seems to be enough and its okay for me to live from concert to concert. lets make a plan:
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work:
– first cigarette at 8:30
– no jokes on the direkt back of others
– one meal the day in the work kitchen
– if possible, bicycle
home:
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– trying to wake up with the help of two alarms
– the very first thing is a cigarette, then a coffee and another one
– ns in background, ms on wednesday
– breakfast at saturday and diner at sunday is quite okay
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so I’ m working at further independence from the system

cheers

Fahrplan Ex-In Owl/Bielefeld

EX-IN OWL 2 (2013/2014)
Termine
Forum Herbergsweg

Vorbereitungstreffen
24.08.2013
31.08.2013
07.09.2013

jeweils 13.00-17.00

Bewerbung

12.09.2013 Bewerbungsschluss
16.09.2013 Sichtung der Bewerbungen
20.09.2013 Zu- oder Absage

Module

10./11./12. Oktober 2013 Gesundheitsfördernde Haltungen / Salutogenese
31.10./01./02. November 2013 Selbstbefähigung / Empowerment
12./13./14. Dezember 2013 Erfahrung und Teilhabe

23./24./25. Januar 2014 Genesung / Wiedererstarken / Recovery
20./21./22. Februar 2014 Trialog
20./21./22. März 2014 Fürsprache
24./25./26. April 2014 Selbsterforschung
22./23./24. Mai 2014 Ganzheitliche Bestandsaufnahme / Asssessment
26./27./28. Juni 2014 Beraten und Begleiten
24./25./26. Juli 2014 Krisenintervention
28./29./30. August 2014 Lehren und Lernen
25./26./27. September 2014 Portfolio-Darstellung / Abschluss

jeweils
Donnerstag 14:00 – 18:30
Freitag 9:30 – 18:00
Samstag 9:30 – 16:30

reverse thinking

try to look at it another way.
if you want the week to have been a good one on friday, you better do good work. to avoid frustration, don’ t fall in every each and ever same trap they put for you.

if you want the year to have been a good one in december you better enjoy your life the very best that you can.

if you want your life to have been worth living on your last day you better make every choice the very best that you can.

you better run for cover, man.

it’ s been my choice. the choice of LIFE.