International Budget Hostel
Leidsegracht 76
1016 CR Amsterdam, Netherlands
Tel: +31 20 6242784
Fax: +31 20 7724825
—-
Melkweg
Lijnbaansgracht 234 /A
1017 PH Amsterdam, Niederlande
+31 20 531 8181
—-
Paradiso
Weteringschans 6-8
1017 SG Amsterdam, Niederlande
+31 20 626 4521
—-
La Tertulia
Prinsengracht 312
1016 HX Amsterdam, NL
+31 (0)20 6238503
life
xantasy
05:22 GMT [kein Sponsor]
1. Die EZB gründet eine Fair-Trade-Firma
2. Frau Merkel und Herr Putin praktizieren Cyber-Sex und verkaufen es als christliche Nächstenliebe
3. Die Bildzeitung hat sich aufgelöst
4. Deutschland ist im Halbfinale gegen Frankreich ausgeschieden
5. Das Wetter: 3 Wochen Sommer
6. nächste Sendung: 22:15 UTC Ehrensenf im Web-TV
27th Essay about Hope
Mag sein, wir leben auf einem Schrottplatz. Mag sein, manche verlassen uns um eines besseren Platzes willen. Mag sein, einige gehen unter. Mag sein, manche degenerieren. Hoffnung ist nirgendwo in Sicht. Wenn wir es nicht schaffen, das Ruder herumzuwerfen, sind wir dem Untergang geweiht. Und doch sind die Nazis und die Pädophilen nicht so geboren worden. Auch das Böse hat einen Samen. Wir müssen Grenzen ziehen zwischen ‘ill’ und ‘evil’.
Kehren wir zum Guten zurück. Die Mehrheit von uns weiss Bescheid über Krieg und Ausbeutung. Ein Jeder kann an seinem Platz etwas zur Verbesserung der Lage für alle beitragen. Kann man Demokratie exportieren ? Wer gehört in die Geschlossene, wer ins Gefängnis und wer verdient eine zweite oder vierzehnte Chance ? Warum gelingt es uns nicht, die hoffnungsvollen Ansätze, die es vielleicht doch allerorten gibt auch zu kommunizieren ? Warum hört Iggy Pop nicht auf, Louie Louie zu singen ? Wer kennt noch Pink Floyd und Velvet Underground ? Wieviel Demütigung müssen wir noch ertragen ?
Fragen wie diese sind es, die mich nicht zur Ruhe kommen lassen. Gewalt hat man mir angedroht, das ist richtig, jedoch weiss ich, dass der Grund für dies alles ausserhalb meiner selbst liegt, und das lässt mich ruhig werden. Hoffnung und Freiheit sind immer auch verbunden mit Verantwortung, und damit meine ich nicht den technischen Bereich. Die Schutzlosesten unter uns sind unsere Kinder. Und die Rapists kommen meistens aus dem Circle of Trust. Angriffswelle um Angriffswelle versuchen wir, Gerechtigkeit zu schaffen und die Monster zu entschärfen. Wie soll man sich dem Alltag zuwenden, wenn soviel im Argen liegt ? Es gibt die Drogen und die Kaputtmacher, das ist nunmal leider sicher, aber es gibt auch Hoffnung.
Die lasst uns geduldig pflegen, fördern, wachsen lassen und nicht aus dem Auge verlieren. Nein ich mag kein Pathos. Der nächste Termin ist Motorpsycho.
Kirschbluetenfest Enger
self esteem
startime 1455,7
Mauritius Niederhol kam nach Hause und schaltete Musik an. Er war auf einer Experimentalversammlung gewesen, in der es um Respekt und Achtsamkeit ging. In der Realität lief es meistens anders, er hatte seine Stimmen, die ihn fertigmachten noch nicht zu Ende domestiziert. Gut zwanzig Leute hatten sich getroffen, um einen Unterschied zu machen zu den Negativisten. Das war zwar lobenswert, die Selbsterforschung war allerdings ein Experiment, dessen Ausgang völlig unklar war. Gewiss, sie hatten genug zu essen und zu trinken, aber manche von ihnen hatten weder Geld noch Job. Deshalb versuchten sie immer wieder, sich gegenseitig Mut zuzusprechen. Gelacht wurde auch ab und zu, gewiss. Manche hatten Filter im Kopf. So wie der Kopf meistens überschätzt wurde. Kopf, Bauch und Herz reden mit lauter Stimme am Wesentlichen vorbei. Es handelte sich um eine seminarartige Fortbildung, die als Pilotprojekt und Experiment angesehen werden musste. Musste, was red’ ich. Die meisten kamen gern. Im Laufe der Zeit waren es schon ein paar weniger geworden. Nachdem er die Nachbereitung abgeschlossen hatte, drehte er einen Zacken lauter. Auf die Band aus Trondheim, Norwegen freute er sich schon. Bekannte Gesichter wiedersehen. Maurie machte seinen Job so gut er es eben hinbekam. Die Windmühlenreise hatte seinen Horizont tatsächlich erweitert. Maurie, hörst Du mich ? Beginne deine nächste Reise. Auf welchen Stern möchtest du jetzt ? Lass dir sagen, ich warte zu Hause auf dich, egal wie weit du gefahren sein wirst. Du wirst es finden.
Der geraubte Planet
Es war einmal ein kleiner, blau-grüner Planet. Der befand sich seit mehreren hunderttausend Jahren, wenn nicht länger, einigermaßen im Gleichgewicht. Dann begann eine Bande von Machtmenschen und Profiteuren, ihn langsam aber sicher zu versklaven. Sie dachten sich perfide Methoden aus, Krieg zu führen und den Planeten seiner natürlichen Ressourcen zu berauben. Die Masse seiner Bewohner war damit unzufrieden und hätte die Bande der Kriegstreiber und Ausbeuter gerne zum Teufel gejagt. Nun hatten sie sich unglücklicherweise selbst in weiten Teilen der Kontinente eine Regierungsform gegeben, die sich ‘Demokratie’ nannte. Hierbei handelte es sich um eine Staatsform, die die alten Griechen erfunden hatten und in der – zumindest auf dem Papier – alle Gewalt vom Volke ausgeht. Hierbei handelte es sich nicht um Gewalt im Sinne von Brutalität sondern Gewalt im Sinne von Macht. Vielleicht hätte das ihnen jemand sagen sollen. Ein entscheidendes Momentum der Demokratie war die Gewaltenteilung. Legislative, Judikative und Exekutive waren leider für die meisten seiner Bewohner Fremdworte. Nun gab es eine gewisse Periode der Aufklärung. Das war lange her, weit bevor der Planet begonnen hatte, sich exponentiell zu entwickeln. In dieser Periode wurde das Wissen, das die Menschen hatten, umverteilt. Wenige Gebildete klärten die Masse der Menschen über ihre Rechte und Pflichten auf. Nun bin ich kein Historiker, sondern Informatiker, Schraubenzähler, Drucker, Monteur, Hilfsarbeiter und denkender Mitmensch. Und auch ich kenne keine Alternative zur Demokratie.
An dieser Stelle darum nur nocheinmal die drei Maximen der französischen Revolution von 1789 und ein Spontispruch der Achtziger Jahre.
Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit.
Wenn jeder die Gesamtheit seiner Mitmenschen bei seinen Handlungsweisen mit ins Kalkül zieht, gelingt es uns – vielleicht – ich bin geneigt zu sagen viiiiiiieeeeeeelleicht – noch, das Ruder umzuwerfen. Ansonsten wird der Planet es auf seine Art und Weise regeln : Survival of the fittest. Und glaubt mir, die Kakerlaken sind fitter als wir.
—-
Think global, act local.
untitled
Was zählt der Augenblick,
wenn es eine Ewigkeit dauert,
den Schmerz zu verwinden ?
Was zählt ein süßer Kuß,
wenn die Zeit danach
unendlich bitter schmeckt ?
Was zählt das Feuer einer Nacht,
wenn die Tage danach
eisig und kalt sind ?
Was zählt das Wort,
wenn die Taten
eine andere Geschichte erzählen ?
Was zählen die Taten,
wenn die Worte
sie zunichte machen ?
Was zählt die Geborgenheit,
wenn Einsamkeit
sie ummantelt ?
Was nährt die Hoffnung,
wenn die Realität
sie zerstört ?
Warum eine kranke Seele pflegen,
um sie dann
dem Alleinsein zu überlassen ?
Warum sich klammern
an eine längst verlorene Sache ?
FORTSETZUNG
Es zählt alles
Es zählt,
weil es uns am Leben erhält.
Der Augenblick zählt,
weil er die Vergangenheit reicher macht.
Der Augenblick zählt,
weil er der Phantasie Flügel verleiht.
Der Augenblick zählt,
weil er alles ist,
was wir besitzen.
Der Augenblick zählt,
weil er alles ist,
was wir in diesem Augenblick besitzen.
Der Augenblick ist das Fundament der Gefühle.
Der Augenblick ist vielleicht der letzte Schritt.
Der Augenblick ist vielleicht der letzte Eindruck,
den Du bei mir hinterläßt,
bevor Du gehst.
Der Augenblick ist es,
den ich als Bild von Dir behalten möchte.
A.S., AD2003
Another Life
Revenge is like any other religion: There’ s always a lot more preaching than there is practicing. And most of the preaching is about what not to practice.
“Vengeance is mine” translates to: “It is not yours.” The karma-peddlers will tell you how doing nothing is doing the right thing, reciting “What goes around comes around” in that heavy-gravity tone reserved for the kind of ancient wisdom you always find in comic books.
Every TV “counselor”, every self-help expert, every latte-slurping guru…they all chant some version of the same mantra: “Revenge never solves anything.”
Their favorite psalm is Forgiveness. And their hymn books are always open to the same page.
Get it ? When you crawl away, you’ re not being a punk; you’ re just letting the cosmos handle your business. Whoever hurt you, they’ ll get theirs, don’ t worry. Just have a little faith.
Down here, we see it different. We don’ t count on karma. But you can count on this: hurt one of us, we’ re all coming for you.
—-
Beginning of “Another Life” by Andrew H. Vachss
Anmerkungen eines beinahe abgestumpften Beobachters – Arbeit und Pussy Riot
Also vor dem Tagwerk noch ein kurzer offener Brief an die Verantwortlichen. Liebe Arbeitsministerin Leinen, was Sie machen, grenzt jawohl an Verhöhnung der Arbeitslosen. Sie schwafeln von Erfolgen auf dem Arbeitsmarkt, dabei haben wir in Wirklichkeit nicht 4 sondern 7 Millionen Arbeitslose, wenn man all die Menschen mitzählt, die in einer Maßnahme Karten spielen. Statistiken frisieren können Sie offenbar gut. Sie haben jeglichen Kontakt zur Realität verloren.
Herr Putin, falls Sie wirklich Deutsch können, wie gerüchteweise kolportiert, müssen auch Sie sich unbequeme Fragen gefallen lassen. In einer demokratischen Regierung sollte ein einzelner Mensch nicht länger als zwei Wahlperioden nacheinander an der Macht sein dürfen. Pussy Riot sind wahrscheinlich eher nicht im Namen von Jesus Christus aufgetreten, aber das werden sie wahrscheinlich auch nicht behauptet haben. Die Wegsperrung von unbequemen Gegnern in politischen Prozessen ist jedenfalls nicht hinnehmbar.
Sorgen Sie bitte für die Freilassung.
Nicht dass ich ohne Fehler wäre oder den ersten Stein werfen wollte, aber ich mache jeden Tag meine Arbeit mit minimaler Verantwortung und stehe nicht in politischer [Verantwortung]. Vielleicht sollte ich dazusagen, zum Glück.
P.S.: Sie haben jawohl den Schuss nicht gehört.
P.P.S.: Irgendjemand muss es Ihnen ja mal sagen, Sie haben doch jeglichen Kontakt zur Realität verloren, befragen Sie mal die ‘Generation Praktikum’, wie der Spiegel vor einigen Jahren titelte.
P.P.P.S: Percy spielt Samstagabend, soweit ich weiss.
working through the process
monday – Selbstreferentialität
tuesday – Altruismus
wednesday – Toleranz
thursday – Empathie
friday – Antizipation
saturday – Party
sunday – Hangover
monday – working through the process

