Literaturliste

Hier die Literaturliste aus ‘Also sprach Gardobaldo‘:

01 Zeitbeben, Kurt Vonnegut, Goldmann 2000, ISBN 9783442445073
02 Mann ohne Land : Erinnerungen eines Ertrinkenden, Kurt Vonnegut, Piper 2007, ISBN
9783492249287
03 Schon tot, Denis Johnson, Fest 2000, ISBN 9783828601215
04 Körpergeschichten. Die Abenteuer der Körpererfahrung, Andrea Olson, VAK Verlags
GmbH 1999, ISBN 9783924077341
05 Schloß Gripsholm, Kurt Tucholsky, Rohwolt 1950, Library of Congress (USA)
PT2642.U4 S313
06 El Loco – der Spinner. Roman aus Lateinamerika, Rohwolt Tb. 2000, ISBN
9783499149207
07 Einbruch in die Freiheit, Jiddu Krishnamurti, 1985, Library of Congress (USA)
B5134.K75 F7
08 Worte der Liebe. Erotische Zwiegespräche – Ein Elixier für Paare, Michael Lukas
Moeller, Rohwolt Tb. 1998, ISBN 9783499604331
09 Die Wahrheit beginnt zu zweit / Die Liebe ist das Kind der Freiheit, Michael Lukas
Moeller, Rohwolt Tb. 2002, ISBN 9783499614316
10 Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams, Wilhelm Heyne Verlag 1981, Library of
Congress (USA) PR6051.D3352H5
11 Das Restaurant am Ende des Universums, Douglas Adams, Heyne 1998, ISBN
9783453146983
12 Das Leben, das Universum und der ganze Rest, Douglas Adams, Heyne 1999, ISBN
9783453146051
13 Macht’ s gut und danke für den Fisch, Douglas Adams, Heyne Tb. 2011, ISBN
9783453407831
14 Einmal Rupert und zurück, Douglas Adams, Heyne 1995, ISBN 9783453082304
15 Der elektrische Mönch. Dirk Gently’ s holistische Detektei, Douglas Adams, Heyne
2001, ISBN 9783453199088
16 Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele. Dirk Gently’ s holistische Detektei, Douglas
Adams, Heyne 2002, ISBN 9783453210721
17 Der tiefere Sinn des Labenz, Douglas Adams, John Lloyd und Sven Bötcher, Heyne
2004, ISBN 9783453879607
18 Keine Panik, Douglas Adams / Neil Gaiman, Ullstein 1992, ISBN 9783548226774
19 Die Letzten ihrer Art. Eine Reise zu den aussterbenden Tieren unserer Erde, Douglas
Adams, Mark Carwardine, Heyne 1992, ISBN 9783453061156
20 Lachss im Zweifel, Zum letzten Mal Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams,
Heyne 2003, ISBN 9783453868649
21 Objektorientierte Programmierung mit Php 5, Matthias Kannengiesser, Franzis 2007,
ISBN 9783772362965
22 Maschinensprache für Einsteiger, Holger Schäkel, Data Becker 1991, ISBN 3890113036
23 mitp Trainingsbuch SuSE Linux Sicherheit, Jürgen Scheiderer, mitp 2001, ISBN
382660704X
24 HTML 4 (30-0-14-37-01), H. Schröder, Herdt 2000, Publikation Volkshochschule 669-
10322

seeliges vorbeter(n)glauben – Stimmenrausch 2014-10-04

“An die Kulturwelt! Ein Aufruf
[…]
Glaubt uns! Glaubt, daß wir diesen Kampf zu Ende kämpfen werden als ein Kulturvolk, dem das Vermächtnis eines Goethe, eines Beethoven, eines Kant ebenso heilig ist wie sein Herd und seine Scholle.

Dafür stehen wir Euch ein mit unserem Namen und mit unserer Ehre!”
– 93 Unterzeichnende: Manifest vom 4. Oktober 1914

100 jahre nach dieser rassistischen & nationalistischen schmähschrift steckt die deutsche kulturnation wieder in diversen internationalen konflikten, um mit deutschen waffen und deutscher waffenhilfe deutsche interessen im ausland gewaltsam durchzusetzen. aber sie zeigen sich heute nicht mehr, feige köpfe der intellektuellen friedenszersetzer an den universitäten, in den gewerkschaften, in den kirchen, die diese machenschaften insgeheim gutheißen, weil sie ihrem klassimus entsprechen, der stellvertreterkriege als gewaltige umverteilungsprojekte päppelt sowie freihandel als den neuen “kalten” krieg installiert.
—-
Büro für Gute Worte – Abo pfeifer[at]stimmenrausch[dot]de

1055

Am Ende, wenn die Welt vergeht
Und kein Gedicht weiß, wer wir waren,
Wenn kein Atom mehr von uns steht
Seit zwölf Milliarden Jahren,

Wenn schweigend still das All zerstiebt
Und mit ihm auch die letzten Fragen,
Wird es die Welt, die’s nicht mehr gibt,
Niemals gegeben haben.

—-
aus: Wolfgang Herrndorf, Arbeit und Struktur

9-months-average

IN
550,39 üg
233,55 rente
43 wg
47,59 sonst.
—
874,53

OUT fix
347,5 miete
4,44 NK
40,13 strom
42,57 fon/DSL
10,16 lvm
7,31 konto
12,13 provider
—
464,24

OUT var
85,18 food
134,34 tabak
31,66 beer
94,55 essentials
76,18 nonsense
—
421,89

IN
-OUT
=sum/diff

874,53
-886,13
—
-11,6

555shoe

Einen Fuss vor den anderen ohne Gehirn. Immer wieder. Immer weiter. Um die Außenwirkung konnte Fridge sich nun wirklich nicht kümmern. Blenden wir ins Jahr 1989. Politisch gesehen war einiges passiert. Aber Ihr könnt mir glauben, auch das war – vielleicht nicht ganz spurlos, aber größtenteils – an ihm vorbeigegangen. Die IT-Welt hatte seitdem einige Generationswechsel erlebt. Auch Frauen kamen und gingen. Schritt. Filme interessierten ihn nicht. Musik tat es. Im Schlaf also. Getränk. Zigarette. Schritt. Supermarkt. Bus. Schritt. Die hilflosen Helfer. Fridge fand sich nun also in einer Welt der einfachen Regeln wieder. Gewiss musste er improvisieren. Wenn er es nicht schaffte, nun, wessen Problem mochte das sein. Eine phantastische Reise also. Er war bereits mittendrin, ohne es bemerkt zu haben. Schritt. Tee und Asche also. Schritt. Kaffee. Apfel-Kirsche und Ananas. Bier, wie immer. Schritt. Das Telefon klingelte vor sich hin. Er drehte sich eine. Schritt. Er zündete sie an. Wie weit würde er gehen müssen ? 68 und Siebziger – Star Trek. 80er Schule und Forum. 90er Balkan, Uni und Bits, dann Pause. Schritt. 2000er Hamburg. 2010 dann – nun was – wohl Facebook. Schritt. Nach Vollendung des Posts brannte die letze Kerze runter.

fideles stillschweigen – Stimmenrausch 2014-10-03

“Writing has laws of perspective, of light and shade just as painting does, or music. If you are born knowing them, fine. If not, learn them. Then rearrange the rules to suit yourself.”

“To me, the greatest pleasure of writing is not what it’s about, but the inner music that words make.”

Truman Capote, zum 90sten (30. September); common
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Büro für Gute Worte – Abo pfeifer[at]stimmenrausch[dot]de

schweigepflicht oder ein gesamtkunstwerk

Bernie hatte seinen Tigerkäfig einige Tage nicht gesehen. Als er nach einer harten Woche internationaler Kontaktpflege in seine heimischen Gefilde zurückkehrte, überlegte er, ob er etwas zu überlegen hatte. Nein, besser er fuhr auf Autopilot, oder ? Er dachte nicht darüber nach, was er essen sollte. Wenn es eng wurde, musste er die Psychosklaven aktivieren, die würden sich um seine Sozialasche kümmern. Und es klappte, irgendwie hatte er immer genug zu rauchen. Fehlte ihm etwas ? Etwa Ansprache oder etwas ähnliches ? Er öffnete sich das nächste kühle Getränk und dankte.

Octopus und Ameisenbär hatten derweil etwas zu besprechen. Der Octopus war aus seinem Krankenhausaufenthalt wieder da und sie hatten ihm kein bißchen geholfen. Wirklich kein bißchen.

Herr X.
Frau Y.
Herr Z.
Das Personal ist zwar nicht gefährlich, übernimmt allerdings manchmal Aufgaben, die man besser selbst erledigt. Wünsch Dir ein Brötchen und Du bekommst ein Brötchen. Der Bedarf törnt nicht, da könnt Ihr sagen was Ihr wollt.

Bernie freute sich schon auf 2018. und auf 2037. Gestern ist Asche. Gewiss muss dokumentiert werden. Gewiss darf man keine Ringe tragen.

Wo sind wir ? Auf dem Mond ? Im Alpha-Quadranten ? Vergessen, den Hund zu erschiessen. Suchen wir uns besser ein Thema !! Morgen mehr. Oder auch nicht.

Kernteam circa 6-8 Leute. knapp 20 Klienten.

Experienced Involvement | 2013-10-10 – 2014-09-27

Zwölf Module intensiver Arbeit liegen hinter uns. Wir begannen mit Salutogenese, arbeiteten uns über
Empowerment und Recovery bis zu Begleiten und Unterstützen und zum Umgang mit Krisen vor. Dieses
Resumee wird kein inhaltlicher Rückblick sondern eine persönliche Betrachtungsweise. Ich finde es
bemerkenswert, dass circa 24 Individuen über ein knappes Jahr so konzentriert, fokussiert und konstruktiv
zusammen arbeiten konnten. Gewiss war nicht immer jeder gleich gut drauf und unsere Gruppe musste mal
die eine oder den anderen durchtragen. Das scheint uns aber gelungen zu sein.

Die konstruktive Arbeitsatmosphäre herrschte von Beginn an. Festhalten möchte ich an dieser Stelle das
Modul Selbsterforschung, in dem wir uns gegenseitig ein von Achtsamkeit und Respekt geprägtes
gegenseitiges Feedback gaben. Das war neu und kommt in dieser Form im Alltag normalerweise nicht vor.
Die Gruppenregeln, die wir am Beginn des Kurses aufgestellt habe, haben sich als tauglich erwiesen und
wurden von uns doch mehrheitlich beachtet.

Die Frage, wann denn nun beim persönlicher Genesungsweg begonnen hat, lässt sich ebenso wenig
beantworten wie die Frage nach dem Krankheitsursprung. Eine Experienced Involvement Maßnahme kann
jedoch als Anstoß auf dem Recoveryweg empfunden werden. Ich habe unsere Arbeitseinheiten jedenfalls
immer wie eine kleine Vitaminspritze empfunden, die mich erst wieder 4 Wochen durch den Alltag getragen
hat. Vielleicht auch, weil es ein doch so öder Alltag ist. Ich freue mich außerordentlich, nun so etwas wie
eine Perspektive zu haben und die WfbM eventuell doch verlassen zu können.

Vor 5 Jahren habe ich tief verschüttet in Einsamkeit in einem kleinen Dorf in meiner Heimat gelebt. Vor drei
Jahren bin ich ins Betreute Wohnen in Herford eingezogen. Vor zwei Jahren habe ich die Arbeit in der WfbM
begonnen. Letztes Jahr dann begann Ex-In. Seitdem habe ich mich weiter stabilisiert. Im Oktober ist sogar
eine Medikamentenreduktion geplant. Während des Kurses ist es mir weitgehend gelungen, meine Arbeit
unter Einhaltung von Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit zu leisten. Mit meinem gesetzlichen Betreuer finden
monatliche Koordinationsgespräche statt. Es ist mir wichtig, meine Gaben (Kreativität, Phantasie und
Intelligenz) nutzbringend einzusetzen. Hierzu hat mir Ex-In eine Perspektive geboten.

Oh ja, ich verspüre wieder Lebensfreude. Nein, ganz beendet ist mein Psychotikerdasein noch nicht.
Bei einer solch tiefen Prägung durch die Krisenerfahrung werde ich auch vielleicht für meinen behandelnden
Arzt immer Psychotiker bleiben, ich kann mir jedoch vorstellen, dass diese Frage eines Tages für mich ihre
Wichtigkeit verliert und ich dann eben als chronifiziert gelte, aber trotzdem ein halbwegs zufriedenes Leben
führe. Und mag die Familie noch so problembeladen sein, hat sie mir doch die Richtung vorgegeben und mir
gutes Werkzeug mit auf den Weg gegeben, um die Querelen und die Unwägbarkeiten eines Alltages in der
westlichen Zivilisation zu meistern.

Ich möchte keinesfalls pathetisch erscheinen oder zu stark auf dem Ego herumtrommeln, jedoch muss an
dieser Stelle Dank an die Trainer ausgesprochen werden. Diese Arbeit neigt sich ihrem Ende zu, und uns
teilweise doch recht wilden Haufen über ein Jahr zu ertragen und zu lehren war doch gewiss eine gut
portionierte Herausforderung. Ob sich für mich ein Trainerkurs anschließt, weitere Praktika oder ein – in
Anführungsstrichen – richtiger Job, entzieht sich momentan noch unser aller und somit auch meiner
Kenntnis. Gut gewappnet und mit Werkzeugen ausgestattet sind wir jedoch nun.

Das Motto des Kurses war vom Ich-Wissen zum Wir-Wissen. Jeder hat vielleicht noch immer in den Tiefen
der persönlichen Geschichte verschüttete Abgründe und Geheimnisse. Jedoch sind wir nun weitgehend
angstfrei. Ein europäisches Pilotprojekt will weiter vorangetrieben werden. Vorurteile wollen abgebaut
werden, Menschen wollen befreit und ermutigt werden, Arbeitsabläufe wollen verbessert und optimiert
werden, Mitarbeiter wollen aufgeklärt werden, Ärzte wollen auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt
werden und nicht zuletzt will gefeiert werden, lassen wir an dieser Stelle offen, ob mit oder ohne
Feierabendbier. Es gibt Arbeit. Tun wir sie.

Als allerletzte Anmerkung bleibt der URL unseres Forums, an dem die Trainer gern ebenfalls beteiligt
werden dürfen.

http://www.serverproject.de/exin