geiler scheiss

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wie man sie eben heut so hat – Stimmenrausch 2014-09-22

Ricardo Flores Magón, zum 140sten; Alfred Klahr, zum 110ten; Reinhard Döhl, zum 80sten; Breyten Breytenbach, zum 75sten; Arno Behrisch, 25ster Todestag; Livio Maitan, 10ter Todestag; Mary Travers, 5ter Todestag (16. September)
Karl Hillebrand, zum 185sten; Stirling Moss, zum 85sten; Klaus-Jürgen Tillmann, zum 70sten; Reinhold Messner, zum 70sten; Vicente Salias, 200ster Todestag; Walter Savage Landor, 150ster Todestag; René Graetz, 40ster Todestag (17. September)

Die vorgefaßte Meinung ist wohl eine der wichtigsten … Wir würden selbst nachdenken müssen, […]; oft aber können wir nicht selbst denken, und noch öfter sind wir zu bequem dazu. Ohne uns also weiter zu bekümmern, sagen wir in kindlichem Gehorsam nach, was unsere Mutter und Großmutter vor uns gesagt haben, und diese waren doch auch christliche Weiber! Dergleichen Leser sind in der That mehr zu bedauern als zu bestrafen. Sie können bei ihrer gemächlichen Unempfindlichkeit immer ganz fromme Leute sein, denn viele Leute sind auch aus Dummheit fromm, und ihre guten Absichten ersetzen das, was ihnen am Verstande fehlt.

Gottlieb Wilhelm Rabener, zum 300sten; aus: “Von dem Mißbrauch der Satire.” 1751

Wem hab ich zu danken?
Dass ich ihm fluche
Wer hiess mich fremdling
Zu sein mit euch?

Karl Wolfskehl, zum 145sten; aus: “An den alten Wassern IV”, in: Blätter für die Kunst 1902

“Wir leben von der verwelkten Hand in den zahnlosen Mund.”

Jürgen Kuczynski, zum 110ten; z.n.w.
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der grünen taubnuß – Stimmenrausch 2014-09-20

Hans Clarin, zum 85sten; Kate Millett, zum 80sten; Sarah Kofman, zum 80sten; Eckard Sinzig, zum 75sten; Günter Netzer, zum 70sten; Martin Sperr, zum 70sten; Peter Engl, zum 65sten; Maximilian Rosenberg, 45ster Todestag; Ove Sprogøe, 10ter Todestag (14. September)
James Fenimore Cooper, zum 225sten; Moritz Lazarus, zum 190sten; Fritz Overbeck, zum 145sten; Jean Renoir, zum 120sten; Adolfo Bioy Casares, zum 100sten; Orhan Kemal, zum 100sten; Will Quadflieg, zum 100sten; Lucebert, zum 90sten; Rudolf Bartsch, zum 85sten; Halina Birenbaum, zum 85sten; Mehmed Emîn Bozarslan, zum 80sten; August Dickmann, 75ster Todestag; Mala Zimetbaum, 70ster Todestag; Robert Penn Warren, 25ster Todestag; Johnny Ramone, 10ter Todestag (15. September)

Bitternis – Sieh mal her

Bitternis – Sieh mal her
So verläufts
Was Du nach Stunden zählst
Zwischen den Aufgängen der Sonne,
Eine Quadratur aus Erscheinungen und Beweinungen.
Nimm drei, was Dir erscheint,
Mal acht, was Du beweinst,
Zähl vier, wo sich Vergangenes verzehrt.
So seien sie,
Wo Du stehst. Gefunden,
Jene unerbittlich süßen Stunden.
Denen, wenn sie heute weilen,
Sag ich:
weitereilen!
Liegt es da auf dem Tisch
und sagt:
beweg mich!
Nach Gesetzes Gang
zerspringts.

Gerhard Klampäckel, zum 95sten

Wo die Literatur aufhört, ist das Leben zum Kotzen.

Iris Radisch, in ihrer Besprechung in “Die Zeit” 08/95 von Sarah Kofman, Rue Ordener. Rue Labat Autobiographisches Fragment; Tübingen 1995
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Sternzeit 2048,7

Leicht verkatert sitzt der Autor vor dem leeren Blatt Papier – respektive Bildschirm. Fridge geht immer noch. Miss Marple beobachtet das ganze Treiben mit einem wachen Auge von oben. Der Kaffee ist fertig. Einen Fuss vor den anderen, Fridge, hast Du gehört, nur nicht durcheinanderbringen lassen. Maurie fuhr langsam auf Totale. Spuren waren keine zu sehen.

Das Ende des Weges war wirklich nicht abzusehen.

another booktip

Ein Auszug aus ‘Agnes’ von Peter Stamm:

Nach dem Essen mußte ich mich neben Agnes an den Schreibtisch setzen. Sie schaltete den Computer ein und öffnete ein Textfile.
»Lies«, sagte sie.
Ich begann zu lesen, aber kaum hatte ich die ersten Sätze überflogen, unterbrach sie mich und sagte: »Siehst du, ich habe auch eine Geschichte geschrieben. Ich möchte mehr schreiben. Wie findest du es?«
»Laß mich erst lesen«, sagte ich. Aber sie war zu gespannt, um ruhig neben mir zu sitzen.
»Ich geh und mache uns einen Kaffee.« Ich las.

Ich muß gehen. Ich stehe auf. Ich verlasse das Haus. Ich fahre mit dem Zug. Ein Mann starrt mich an. Er setzt sich neben mich. Er steht auf als ich aufstehe. Er folgt mir, als ich aussteige. Wenn ich mich umdrehe, kann ich ihn nicht sehen, so nahe ist er mir. Aber er berührt mich nicht. Er folgt mir. Er spricht nicht. Er ist immer bei mir, bei Tag und in der Nacht. Er schläft mit mir, ohne mich zu berühren. Er ist in mir, er füllt mich aus. Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich nur ihn. Ich erkenne meine Hände nicht mehr, meine Füße nicht. Meine Kleider sind zu klein, meine Schuhe drücken, mein Haar ist heller geworden, meine Stimme dunkler. Ich muß gehen. Ich stehe auf. Ich verlasse das Haus.

Ich hatte den Text schnell und oberflächlich gelesen. Ich war ungeduldig. Verlegen lächelnd kam Agnes aus der Küche zurück. Wir setzten uns wieder an den Eßtisch. Die Kerzen waren beinahe heruntergebrannt.
»Und?« sagte sie.
»Kaffee?« fragte ich. Ich hatte keine Lust, ihren Text zu beurteilen, und nahm es ihr übel, daß sie mich dazu zwang. Als sie sich entschuldigte und mir Kaffee eingoß, schämte ich mich.
»Schau«, begann ich. Ich hielt ihren erwartungsvollen Blick nicht aus, nahm meinen Kaffee und trat ans Fenster. »Schau, man setzt sich nicht einfach hin und schreibt in einer Woche einen Roman. Ich schreibe ja auch keine Computerprogramme.«
»Es ist doch nur eine kurze Geschichte«, verteidigte sich Agnes.
»Ich kann sie nicht beurteilen«, sagte ich, »ich will es nicht. Ich bin kein Schriftsteller.«
Agnes schwieg, und ich schaute hinaus auf die Straße.
»Du mußt nicht«, sagte sie.
»Sie kommt mir vor wie eine mathematische Formel«, sagte ich, »wie wenn du irgendwo im Kopf eine Unbekannte X gehabt hättest, die es zu finden gilt. Die Geschichte wird immer enger, wie ein Trichter. Und irgendwann ist das Resultat null.«
Ich redete noch eine Weile so dahin und glaubte wohl selbst an das, was ich sagte. Es ging schon lange nicht mehr um die Geschichte. Vielleicht war sie wirklich nicht gut, sicher aber war sie besser als alles, was ich in den letzten zehn Jahren geschrieben hatte.
»Du liest ja nicht einmal«, sagte ich schließlich, »du hast ja keine Bücher. Wie willst du schreiben, wenn du nicht liest?«
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booktip

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es handelt sich um die arbeit von und mit peers. peergroup kann mit bezugsgruppe übersetzt werden.
dies ist nicht nur seit dem peer-to-peer-netzwerk napster in gewissen gebieten bedeutsam geworden, wie sie sehen also in der informationstheorie und in der psychiatrie.
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nur zum sichergehen…..!(do you hate them ? do you hate them all?)

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wortsmythend – Stimmenrausch 2014-09-15

Die Lobeserhebungen, die man an das ieztlaufende Zeitalter verschwendet, heben sich reichlich gegen die Klagen auf, welche über den Verfall desselben geführt werden; und das achtzehnte Jahrhundert unterscheidet sich von allen vorhergehenden durch die Menge von widersprechenden Komplimenten und Sottisen, die man ihm von allen Seiten aufbürdet. Bei den gutgemeinten Beiwörtern aufgeklärt und philosophisch, womit manche das Zeitalter bestechen zu wollen scheinen, läuft man nicht so sehr Gefahr alle Geduld zu verlieren, als wenn man unbärtige Knaben an deren Seelen die Ammenmilch noch klebt, und entnervte Greise die anfangen von männlicher Energie zu träumen, wenn das Gedächtniß einer beschämenden Würklichkeit in ihnen erloschen ist, unabläßig wehklagen hört, daß Größe und Kraft, und ihre Gefährtinn, die Tugend, ausgestorben sind unter den Menschen.

Ludwig Ferdinand Huber, zum 250sten; in: “Ueber moderne Größe.” 1786 herausgegeben von Friedrich Schiller

Er ist der nackte, schneidende Verstand, der die Natur, die immer unfaßlich und in allen ihren Punkten ehrwürdig und gründlich ist, schamlos ausgemessen haben will und mit einer Frechheit, die ich nicht begreife, seine Formeln, die oft nur leere Worte und immer nur enge Begriffe sind, zu ihrem Maßstabe macht. Er hat keine Einbildungskraft, und so fehlt ihm nach meinem Urteil das notwendigste Vermögen zu seiner Wissenschaft, denn die Natur muß angeschaut und empfunden werden in ihren einzelnsten Erscheinungen wie in ihren höchsten Gesetzen.

Friedrich Schiller, 1797 in einem Brief an Körner über Alexander von Humboldt, dem zum 245sten

Und daß wir Licht und Schwerkraft ganz begreifen,
So hat ein Pol den andern bei den Haaren,
Im kleinsten Winde bläst das Absolute.

Karl Friedrich Gottlob Wetzel, zum 235sten; im Gedicht “Philosophische Poesie”

“In der Jugend lesen wir unsere Dichter freilich ohne allen Commentar, wir folgen ihnen entzückt durch Hell und Dunkel, und das Uebermaß des Genusses, den wir aus dem Verstandenen schöpfen, führt uns über das wenige Klare leicht hinweg, ja nicht selten liegt auch in diesem noch ein Reiz des Ahnungsvollen, der den Genuß erhöht. Ebensowenig wie das allseitige Verständniß des Inhalts kümmert uns der tiefe Bezug des Gedichts zu dem Dichter, wir singen sein Lied und fragen nicht, wie es entstanden sei, wir feiern wol den Namen des Dichters, aber lassen es bei dem Namen bewenden.”

Hermann Marggraff, zum 205ten;
zitiert Karl August Varnhagen von Ense aus “Denkwürdigkeiten und vermischte Schriften” (1837) in “Schiller’s und Körner’s Freundschaftsbund” von 1859
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Herr K. geht

Herr K. verließ das Haus um 6 Uhr dreißig wie an jedem Morgen.
Er hatte seine Aktentasche und einen Regenschirm dabei. Es war Herbst.
Regen war zu erwarten. Herr K. war Anfang 60 Jahre alt und auf dem Weg ins Büro.
Er arbeitete in der Verwaltung eines Stromversorgungsunternehmens, das Strom aus
regenerativen Energieformen gewann. Noch regnete es nicht.
Seinen BMW mußte er letzte Woche verkaufen, da er das Geld dringend zur Begleichung von
alten Schulden brauchte. Er bog um die Ecke der Kreuzung, an der ein altes, rotes Backsteingebäude stand, das früher einmal eine Schule war und jetzt leerstand.
Eine tote Taube lag auf dem Bürgersteig.
Eigentlich nichts besonderes, aber für Herrn K. änderte sich in dem Moment, als er sie sah
einiges, um nicht zu sagen alles. Eine ganz alte, fast vergessene, verdrängte Erinnerung aus
seiner Jugendzeit stieg in ihm auf und er konnte sich nicht dagegen wehren.
Das Erlebnis, an das er denken mußte, lag mindestens vierzig Jahre zurück und die
Erinnerung daran war der Macht der Gewohnheit, dem Alltag, dem ganz normalen Wahnsinn
der Büroarbeit gewichen.
Als Herr K. jung war, war er ein Punk.
Für diejenigen, die mit dem Begriff `Punk´ nichts mehr oder noch nichts anfangen können,
muß gesagt werden, daß Punk sein mehr bedeutete als kaputte Hosen, bemalte Leder-jacken, Dosenbier und gefärbte, chaotische Haarschnitte. Man unterstellte ihnen oft
`No-Future´-Einstellungen, Fuck Society. Aber die Punks damals hatten auch Werte, die ihnen wichtig waren. Sie teilten ihr letztes Bier mit einem wildfremden Menschen, der um die
Ecke kam, sich zu ihnen setzte und einfach zuhörte, erzählte, oder schweigend mittrank.
Der junge Herr K. war derjenige, der um die Ecke kam und sich dazusetzte.
Ein Typ hatte eine verletzte Taube in den Händen und beschützte sie oder er wollte einfach nicht einen Backstein nehmen und sie plattmachen. Sie würde in der nächsten halben Stunde sowieso sterben. Aber für diesen Typen war es lebenswichtig, diese Taube in Ruhe sterben zu lassen.
Den Grund dafür erzählte dieser Typ – nennen wir ihn Martin – dem jungen Herrn K.
Es war eine lange, schwer zu verstehende, anrührende, chaotische und unglaubliche
Geschichte. Martin erzählte noch, als die Taube schon lange tot war, die Leute um sie herum
kamen und gingen, und als der Sicherheitsbeamte um 22 Uhr den Platz am Brunnen räumte,
erzählte Martin immer noch. Sie waren beide inzwischen völlig Hacke, das heißt besoffen.
Der junge Herr K. mußte Martin richtiggehend abwimmeln. Martin wollte, daß der junge Herr K. mit zu seinem Stammplatz kam an dem er Platte machte, das heißt er war obdachlos.
Aber Herr K. hatte eine Wohnung. Er hatte ein Zimmer in einer WG und wollte nur noch ins
Bett, obwohl ihn die Geschichte doch gefesselt, fasziniert hatte. Aber die Wirkung des
Alkohols war stärker.
Als Herr K. nun die tote Taube sah – wir sind wieder zurück im 21. Jahrhundert – fiel ihm ein,
daß er gestern eine ungewöhnliche Todesanzeige in der Zeitung gelesen hatte.
Sie lautete : # für Martin, den Ex-punk
Herr K. hatte sich nichts besonderes dabei gedacht. Ein Spinner macht sich einen Scherz, hatte er gedacht.
Doch als er nun die Taube sah, setzten sich fragmentarische, bruchstück- und nebelhafte
Erinnerungen zusammen.
Herr K. schmiß seine Aktentasche und den Regenschirm weg und ging auf Wanderschaft.
Er ging und ging und ging.
Es begann zu regnen.