Endlich Wind

Sternzeit 0921,9

Heute morgen frischte es mächtig auf. Wir waren den ganzen Tag lang ungeschützt den nautischen Elementen ausgeliefert. Wir mussten mächtig kreuzen und alle waren auf ihrem Posten mit ganzer Aufmerksamkeit gefragt. Die Giraffe behielt den Verklicker im Auge. Im passenden Moment fragte der Ameisenbär : ‘Klar zur Wende ?’, worauf der Frosch an der Fockschot antwortete : ‘Klar !’. Dann leitete der Ameisenbär die Wende ein und der Frosch musste im passenden Moment die Fockschot lösen und warten, bis der Wind ins Segel griff. Den Unterschied zwischen Luv und Lee hatten mittlerweile alle im Blut. Die Fock schlug um. Nun musste die Schot – das ist die Leine, mit der das Vorsegel befestigt ist – um die Klampe auf der anderen Seite gewickelt und mit einem Achterknoten gesichert werden und alle mussten sich umsetzen. Wenn der Baum umschlug, mussten wir unsere Köpfe ganz schön einziehen. Endlich verspürte auch der Delphin wieder eine gewisse Lebensfreude und sprang öfter einmal aus dem Wasser. Er umkreiste das Floß etwa in einer Viertel Seemeile Abstand. Land war schon lange nicht mehr in Sicht. Der Ameisenbär hatte sich die größte Mühe gegeben, einen brauchbaren Kurs auszurechnen und mit Zirkel und Geodreieck auf der Landkarte zu markieren. Die Gischt sprühte nur so. Manchmal ließen wir auch einfach die Füße im Wasser baumeln. Am Abend waren wir alle mächtig geschafft und hatten großen Hunger. Langsam, aber sicher wurden wir ein eingespieltes Team. Den Ameisenbär wählten wir uns alle ohne Zweifel zum Käptn, auch wenn er uns mit seinem Seemannsgarn vom lieben Gott manchmal mächtig auf den Senkel ging. Der Frosch hatte Nachtwache und rauchte heimlich eine Zigarette. Nun hatten wir alle genug von der Seeluft geschnuppert um Appetit auf weitere Segelabenteuer zu bekommen. Bevor wir in die Koje gingen, schrieb der Ameisenbär noch einen Satz ins Logbuch : Kurs gehalten. Bis hierher hat er uns gut geführt.

Flaute

Sternzeit 0917,1

Heute hat sich kein laues Lüftchen geregt. Es war nichts zu machen, und da wir uns auf offener See und nicht in Binnengewässern befanden, konnten wir noch nicht einmal staken. Die Giraffe kümmerte sich um ihre Fussnägel, der Ameisenbär war wie immer mit Lesen beschäftigt und der Frosch bekam plötzlich großen Appetit. Der Delphin hing wie immer seinem Liebeskummer nach. Lasst uns ein Spiel spielen ! Der Ameisenbär begann mit Adam. Nun war der Nächste an der Reihe und musste eine biblische Figur ansagen, die mit ‘M’ begann. Also jeweils der letzte Buchstabe der vorher genannten Figur musste den Anfangsbuchstaben der nächsten Figur bilden. Da der Ameisenbär in der ersten Runde einen klaren Vorteil besaß, kamen wir auf die Idee, das Spiel mit Bandnamen, Schauspielern, Autoren, Sportlern etc. zu spielen. Das war sehr kurzweilig. Der Frosch kümmerte sich um das Abendbrot, es gab – 3 Mal dürft Ihr raten – gebratenen Fisch. Auch musste noch der Kurs neu berechnet werden, da sie der Strömung folgten und daher nicht auf dem vorher berechneten Kurs blieben. Und alles ohne GPS ! Die 3 redeten auch der Giraffe gut zu, die heute zum ersten Mal Nachtwache hatte. ‘Pass auf, dass Du nicht einschläfst !’ Während dieser durchaus langweiligen Zeit dachte die Giraffe nur an Ostzonensuppenwürfelmachenkrebs. Am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang frischte es wieder auf.

Das Wassergespenst

Sternzeit 0913,4

Heute haben wir alle einen mächtigen Schreck bekommen. Wir haben ein Wassergespenst gesehen. Und das kam so :

Frosch und Giraffe wollten die Taucherausrüstung einweihen und ein wenig von der Welt erkunden, in der der Delphin lebt. So stiegen sie in die Neoprenanzüge, schnallten sich die Sauerstoffflaschen um und setzten die Tauerbrillen mit dem Beatmungsgerät auf. Rückwärts ließen sie sich ins Wasser fallen und sanken langsam tiefer. Der Delphin war soo froh, endlich etwas Ablenkung zu erfahren und zeigte den beiden stolz einige Kunststücke. Als erstes machte er eine Wasserrolle. Um die Unterwasserwelt zu erforschen, mussten sie sich noch etwas tiefer sinken lassen. ‘Hier seht nur, ein Korallenriff ! Es lebt ! Vor diesem Fisch müsst Ihr Euch ein wenig in Acht nehmen, es ist eine Muräne. Wenn man sie aber nicht versehentlich bedroht, ist sie ganz friedlich.’ Es war sehr dunkel und sie konnten nur dank der auf die Masken montierten Taschenlampen sehen. Dann kam ganz unvermittelt das Wassergespenst. Lautlos schwebte es aus dem Hintergrund in ihr Blickfeld. Es war ungefähr vier Meter gross und flatterte etwas. Das heisst, wahrscheinlich hätte man es Flattern genannt, wenn es ein normales Bettuchgespenst gewesen wäre. Majestätisch und ganz langsam bewegte es sich fort und alles war vollkommen lautlos. Der Frosch erschreckte sich derart, dass er fast vergaß, zu atmen. Zur Verständigung machten der Frosch und die Giraffe einige fragenden Gesten in Richtung Delphin, der sich ja eigentlich am Besten auskennen müsste. Ein solches Gespenst hatte auch er allerdings noch nie gesehen. Deshalb entschied er sich, zur Sicherheit das Kommando zum Auftauchen zu geben. Als die drei wieder an ihrem Floß angekommen waren, sprang der Delphin so voller Freude, wieder in Sicherheit zu sein, einmal durch die Lüfte. Frosch und Giraffe schälten sich aus den Taucheranzügen und mussten dem Ameisenbär erstmal von ihren Entdeckungen berichten. Beim Abendbrot erzählte uns der Ameisenbär, wir könnten eventuell auch ein Tier gesehen haben, das sich Rochen nennt. Aber der Ameisenbär hatte ja keine Ahnung. Bestimmt wollte er uns nur beruhigen. Er saß ja den ganzen Tag über seinen Büchern und bekam von dieser, unserer wirklichen Welt nur die Hälfte mit. Wir wussten jedoch jetzt, dass wir beim Tauchen größte Obacht geben mussten und dem Erfahrensten unter uns 100-prozentig vertrauen mussten. Beim nächsten Mal wären wir vorbereitet und das Wassergespenst könnte uns nicht nocheinmal so einen aufregenden Schreck einjagen.
Leider konnten wir für die Nacht keinen Autopilot einstellen, denn der Delphin hatte Nachtwache. Deshalb banden wir das Ruder so fest, dass die Segel gut gefüllt waren und keine ungeplante Kursänderung uns aus der Bahn werfen konnte. Wir verließen uns ganz auf diesen seltsamen Typen, von dem der Ameisenbär uns immer erzählte.

next log

Sternzeit 0905,7

Bei den ersten Sonnenstrahlen haben wir den Beginn eines wundervollen Tages erlebt. Wir aßen Fisch zum Frühstück, zu Mittag und zum Abendbrot. Giraffe machte sich mit der Funktionsweise des Sextanten vertraut, Ameisenbär gab die Kommandos zum Kreuzen und Frosch kümmerte sich um das Seelenleben des Delphins. Langsam verschwand die Küste vom Horizont. Dank einer gut dosierten Windstärke von 6 – 7 waren die Segel den ganzen Tag prall gefüllt. Erst am Abend, als die Flaute kam, öffneten wir uns einige grüne Flaschen. Heute war der Ameisenbär mit der Nachtwache an der Reihe. Er hatte ein waches Auge auf Wind und Wetter und hing mit der freien Gehirnhälfe der Auffrischung seines lange zurückliegenden Theologiestudiums hinterher. Der Himmel war diese Nacht sternenklar und er meinte hinter den Sternen das Antlitz des liebenden Gottes förmlich erkennen zu können. Der schmunzelte nur und sandte eine Böe. Es gab nichts Schöneres als an Deck unter freiem Himmel zu schlafen und sich gut bewacht zu wissen.

Das Logbuch

Sternzeit 0901,2

nördlich von Travemünde, internationale Gewässer

Bestimmt wundert Ihr Euch jetzt, was die 4 denn gestern gegessen haben, in wen der Delphin verliebt ist oder ob das Floß denn auch groß genug für die Giraffe, den Ameisenbär und den Frosch ist. All das wird jedoch eine Weile im Dunkeln bleiben. Meine Tätigkeit ist lediglich die eines Chronisten, ich schreibe alle ihre Abenteuer auf und berichte wahrheitsgemäß von ihren Logbucheinträgen. Vielleicht fragt Ihr Euch auch, was denn der liebe Gott mit der Geschichte zu tun hat und ob er es auch jeden Tag schafft, nach dem Fortschritt der Reise und nach dem Rechten zu sehen. Aber ich meine, he, er ist der liebe Gott, er hat das Wetter gemacht, da wird er es doch schaffen, ein Auge auf seine Geschöpfe zu werfen, meint Ihr nicht ?

8 Uhr 17 Anker gelichtet.

Fabulös

Der Delphin und der Frosch machten sich auf eine Reise. Zusammen schwommen sie flussabwärts. An der Mündung des Flusses trafen sie auf eine Giraffe und einen Ameisenbär, die gerade dabei waren, ein Floß zu bauen.
‘Sollen wir unsere Reise gemeinsam fortsetzen ?’ fragte der Frosch und kroch an Land, um tatkräftig mit anzupacken. Als sie das Floß nach mehreren Stunden fertiggestellt hatten, o ja, sie hatten sogar ein Segel, machten sie sich an die Aufgabenverteilung. Der Delphin übernahm die Vorhut. Da der Frosch der einzige war, der in beiden Elementen zu Hause war, übernahm er als letztes die Springertätigkeit. Die Giraffe übernahm den Navigator und der Ameisenbär saß am Ruder. Sie stachen um 17:32 am Monatsersten in See. Vielleicht würden sie es bis nach Dänemark schaffen…

Gewiss führten sie auch ein Logbuch.

Als der liebe Gott von dieser seltsamen Gemeinschaft hörte, unterbrach er kurz seine Meditation über bislang unerhörte Gebetsanliegen und nahm sich fortan vor, einmal täglich nach seinen Geschöpfen Ausschau zu halten.
Unsere Gemeinschaft wusste natürlich nichts von dieser göttlichen Hilfe, wunderten sie sich doch nur, warum die Delphine immer in den Thunfischnetzen hängen blieben, warum die Frosche auf ihrer Wanderung plattgefahren wurden, dass seltsame Comicserien über Ameisenbären geschrieben wurden und wie die Giraffe es nur immer schaffte, auch die obersten Blätter des Waldes abzugrasen.
Ich werde bei Euch sein, sagte der liebe Gott und werde ein beschützendes Auge auf Euch werfen, damit Euch kein Leid geschieht. All dies wird Euch vorkommen wie ein Eingreifen allmächtiger Art durch Wetterleuchten oder Stürme, die sich im passenden Moment wieder legen, jedoch seid sicher, ich bin es, der auf Euch Acht gibt.

Nach 8 Seemeilen holten sie das Segel ein, um eine Mahlzeit abzuhalten. Der Ameisenbär sprach ein recht naives Tischgebet und dann speisten unsere 4 Freunde ausgiebig. Sie warfen einen Anker aus und würden erst nach dem nächsten Schläfchen weiterreisen. Sogar der Delphin kam nun endlich zur Ruhe. Die Träume unserer 4 Kameraden festzuhalten, ist meine Aufgabe. Darum bald an dieser Stelle weitere Logbucheinträge.

Sternzeit 0815

gut geschlafen. habe vom Frosch geträumt. Giraffe
gut gegessen und geschlafen. habe von der Giraffe geträumt. Frosch
gut gegessen, zuviel getrunken, gut geschlafen. habe vom lieben Gott geträumt. Ameisenbär.
konnte nicht schlafen. bin verliebt. Delphin

Ed Kuepper and Mudhoney

Everytime I listen to these old songs my heart goes weird. We have lived our entire lifes in these cellars and bunkers. Without music, I would be gone. I have drunk several beers and smoked some tea. My trials and tribulations are not worth to be posted on the fucking internet, but nevertheless. Gary’ s surgery was success. We are Taksim and Sao Paolo, Bieletown and Enger, Madagaskar and Washington, Seattle and Munich, Turkey and China, Oldinghausen and Hiddenhausen, Russia and Lebanon, Beijing and Berlin, Amsterdam and Herford, Ede and Achim, U.S. and South Afrika, La Corse and Alaska, Bad Salzuflen, Bad Oeynhausen and Bad Salzdetfurt, Red and Black. Stand quiet and go requesting your rights for freedom, peace and democracy. Global village. Hallelujah !

health status

Wohnen
Arbeit
Betreuung
Arzt
Familie
Freizeit
Psychologie
Ausblick

Wohnen

Die Hausgemeinschaft im Erlenweg ist ein echtes Zu Hause geworden. Hier ist mein Rückzugsort und hier kann ich auftanken. Die Betreuung hat sich auf etwa 6,5 Fachleistungsstunden / Woche eingependelt. Hierzu zählen sowohl Einkaufsgruppen, Gemeinschaftsmahlzeiten am Wochenende als auch psychosoziale Zigaretten und kurzweilige Kickerspiele. Fest steht jedoch, dass der Erlenweg für mich nicht als weitergehend dauerhafte Wohnform angedacht sein soll. Ich möchte als nächsten Schritt in eine unbetreute Wohnung in Bielefeld ziehen. Der Zeitplan hierzu hängt in erster Linie von der Beschäftigung ab. Also muss man wohl in Jahren rechnen. Zur Not wird eine ambulante Wohnbetreuung von einem ähnlichen Verein wie die Klinke (in Bielefeld heißt es Lebensräume) akzeptiert.

Arbeit

Ich gehe in diesem Juni in meinen zwölften Monat. Seit 2 Monaten arbeite ich wieder Vollzeit. Das Praktikum kann allem Anschein nach bis zu den Sommerferien Ende Juli verlängert werden.
Der Tatsache, dass ich in 10 Monaten BBB2 bei Hrn. Jung gewisse Entwicklungen durchgemacht habe, wird durch das Praktikum und die graduell komplexeren Tätigkeiten Rechnung getragen. Vor einem Wechsel in den Arbeitsbereich sollen noch weitere Abteilungen durch Praktika erkundet werden. Vielleicht ist auch ein externes Praktikum möglich. Um nun aber nicht den zweiten Schritt vor dem ersten zu tun, muss angemerkt werden, dass im September 2013 zunächst das zweite Jahr Erprobungsstufe beantragt werden muss. Inhaltlich habe ich in 3 Wochen Praktikum sowohl Montagetätigkeiten, Mailings bearbeiten, Kontrolltätigkeiten sowie auch Druckaufträge und begrenzt umfassende Computertätigkeiten ausgeübt. Ein unentschuldigter Fehltag ist nicht angefallen, jedoch hatte ich gelegentlich mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen. Insgesamt fühle ich mich im Werbeservice recht wohl. Lediglich die Kaffe- und Zigarettenpausen bedürfen wohl eines wachen Auges.

Betreuung

Die Betreuung durch Hrn. Ferrara läuft nun seit knapp 3 Jahren und ist bis auf weitere 3 Jahre bestätigt. Die regelmäßigen Treffen einmal monatlich haben zu einer gewissen Konstanz der Hilfeplanung beigetragen. Bei Ämterangelegenheiten ist das Büro Ferrara eine unschätzbar wertvolle Hilfe. Die Beantragung von persönlichem Budget wurde zunächst in die Hände der Wohnbetreuer gegeben. Hier sind erste Widerstände von Seiten des LWLs zu verzeichnen. Die Qualifizierungsmaßnahme im Herbst steht jedoch weiter auf der Tagesordnung. Vielleicht ist es sinnvoll, bei den monatlichen Treffen gewisse Fortschritte schriftlich festzuhalten sowie eine Planung für das jeweils nächste Treffen vorzunehmen.

Arzt

Zu Fr. Dr. Esdar besteht ein echtes Vertrauensverhältnis. Medikation konstant. Hausarzt für Somatik.

Familie

Recht seltener Kontakt aufgrund von Nervensparmaßnahmen. Eltern Mitte 70 Bruder mit Freundin und Sohn (18.7. 2013 fünfter Geburtstag).

Freizeit

Mein Tag beginnt mit einer Zigarette. Das erste was ich tue, wenn ich nach Feierabend nach Hause komme, ist die Butterbrote für den Folgetag anzufertigen. Ohne Musik wäre ich schon lange tot. Von Zeit zu Zeit besuche ich Konzerte in einem der beiden Forums [Mehrzahl von Forum ?]. Wenn mir die Zeit zu lang wird, koche ich mir den nächsten Cappuccino und rauche die nächste Zigarette. Schließlich gibt es noch das Internet inklusive Facebook.

Psychologie

Der Teufelskreis der Drehtürpsychiatrie wurde zum ersten Mal seit Jahren aufgrund der Tätigkeit im ISR unterbrochen. Der stabilisierende Faktor der Arbeit ist also nicht zu unterschätzen. Ich bin gut über psychische Erkrankungen aufgeklärt, das bringen die Jahre so mit sich. Ich werte meine psychotischen Episoden als Grenzerfahrung. Die Medikamente habe ich zu oft auf eigene Faust abgesetzt, so dass ich sie nun schließlich wie ein Uhrwerk einnehme und mich an alle ärztlichen Instruktionen halte. Lediglich mit dem Alkohol übertreibe ich es wohl gelegentlich. Nach Cannabis mache ich mich nicht aktiv auf die Suche.

Dadurch, dass mein Erstkontakt mit der Psychiatrie erst im Erwachsenenalter von 27 Jahren stattfand, waren die Grundfesten meiner Persönlichkeit wohl schon vorher zementiert. Hierbei gilt es, anzumerken, dass durchaus ein Unterschied zwischen Persönlichkeit und Verhalten zu verzeichnen ist. Auch wenn die Persönlichkeit als einigermaßen verkorkst zu werten ist, kann man sich situationsangemessen verhalten. Somit sagt das Verhalten mehr über einen Menschen aus. Auch, wenn ich von Zeit zu Zeit noch Angst vor Gewalt habe, würde ich meine Schizophrenie als abklingend bezeichnen. Irgendwann muss diese Episode jedoch ganz abgeschlossen werden. Ich möchte es so formulieren : Der Teufelskreis muss nicht nur unterbrochen, sondern sogar beendet werden. Auch dies ist wohl ein Ziel, das in Jahren zu rechnen ist.

Ausblick

kurzfristig : Das (verlängerte) Praktikum wird bis zu den Sommerferien absolviert.

mittelfristig : Im September wird das zweite Jahr ISR begonnen, nach Möglichkeit in einer Abteilung, die durch das Praktikum kennengelernt wurde, also möglicherweise im Werbeservice.

langfristig : Der Lebensmittelpunkt wird nach Bielefeld verlagert. Dies ist nur mit Hilfe von Arbeit möglich. Ob dies eine Tätigkeit als Gebäudereiniger, Leergutsortierer, IT-Fachkraft oder Sozialbetreuer wird, vermag man heute noch nicht abschließend zu antizipieren. Eine weitere berufliche Qualifikation wird jedenfalls angestrebt. Denkbar ist es, außer dem Experienced-Involvement-Programm auch eine weitere Fortbildung auf dem IT-Sektor zu versuchen.

clean and sober, im Juni 2013, ewing